Vater verkauft Tochter für Bier

14. Januar 2009, 07:20 Uhr

Geld, Lebensmittel und Bier: Dafür hat ein mexikanischer Vater seine 14-jährige Tochter an den potenziellen Ehemann verkauft. Pech für den Vater: In seiner Heimat in Mexiko gilt ein solcher Handel als normal - nicht aber dagegen im US-Bundesstaat Kalifornien.

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Mexiko, Hochzeit, Bier, Kalifornien

Gegen eine ausreichende Versorgung mit Bier hat ein Mexikaner seine Tochter an einen Bräutigam verkauft©

Ein 36 Jahre alter Mann aus Mexico sitzt im US-Staat Kalifornien in Haft, weil er seine 14-jährige Tochter gegen Bargeld, Lebensmittel und Alkohol an einen potenziellen Ehemann verkauft hat. Wie der US-Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf die Polizei der Ortschaft Greenfield berichtete, hatte der Vater selbst die Polizei eingeschaltet, nachdem der 18-jährige Freier offenbar die verabredeten Zahlungen nicht leistete. Das Mädchen sei inzwischen zur eigenen Familie zurückgekehrt, hieß es.

Nach Mitteilung der Polizei hatten die beiden Männer einen "Preis" von 16.000 Dollar, 160 Kästen Bier, Wein, Sprudel und Fleischlieferungen vereinbart. In der mexikanischen Heimat der beiden Männer, die aus dem südlichen Bundesstaat Oaxaca stammen, sei eine derartige Absprache "normal und ehrenhaft", sagte Polizeichef Joe Grebmeier dem Sender. "In Kalifornien verstößt das aber gegen das Gesetz".

Der Verkauf des Mädchens an den künftigen Ehemann im vergangenen Jahr war durch Dritte arrangiert worden. Die Polizei geht davon aus, dass die 14-Jährige freiwillig mit dem jungen Mann mitging. Anfang Januar wurde das unverheiratete Paar aufgegriffen. Der Vater hatte das Mädchen als vermisst gemeldet, nachdem die versprochenen Zahlungen offenbar ausgeblieben waren.

DPA
 
 
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Mexico Mexiko Mitteilung Pech Polizei Sprudel Wein
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Luciano (14.01.2009, 20:23 Uhr)
HALLO LEUTE! TEXT RICHTIG LESEN!
Von Zwangsehe kann hier gar keine Rede sein:
"Die Polizei geht davon aus, dass die 14-Jährige freiwillig mit dem jungen Mann mitging".
Also regt euch alle wieder ab.
Maria1000 (14.01.2009, 14:21 Uhr)
@1974: Sie verwechseln, glaube ich, Zwangsehen mit arrangierten Ehen...
Zwangsehe im selben Sinne wie in den genannten Ländern, kommen in EUROPÄISCHEN kaum vor, einfach weil im Gegensatz zu Ländern wo Zwangsverheiratung als "legal" betrachtet wird, also ALLE islamischen schon mal, sich die Zwangsverheiratete vor Gericht oder dem europäischen Gerichtshof WEHREN kann! Nicht nur THEORETISCH. sondern ganz REAL!
Maria1000 (14.01.2009, 14:17 Uhr)
ob er in den USA auch den Migrantenbonus kriegt wie unsere
hier in Deutschland, die ihre Kinder zwangsverheiraten oder ehrenmorden?
1974 (14.01.2009, 12:10 Uhr)
Zwangsehen
Zwangsehen gibt es neben der Türkei und vielen arabischen Staaten und Afrika, auch in Griechenland, Spanien, Italien, Jugoslawien, Albanien, Kroatien, in vielen ehemaligen Sowjetstaaten, USA, Israel, Deutschland (echte, reinrassige Deutsche ohne irgendwelche Migrationen;))usw................. Sobald eine Frau gegen ihren Willen verheiratet wird, auf ihren Willen Einfluß ausgeübt wird, sie beeinflußt wird, liegt eine Zwangsehe vor.
Zwangsehen sind Unabhängig von Religion, haben mehr mit der martialischen Kultur zu tun. In Italien oder Griechenland als EU Länder, finden sehr sehr viele Zwangsehen statt.
Das es in einigen Staaten derartige Zwangsehen nicht zu einer Meldung in den Tageszeitungen bringen, liegt einfach daran, dass die Ortschaft diese Ehe nicht als Zwangsehe betrachtet, obwohl die Frau oder auch der Mann zu dieser Ehe gezwungen, beeinflußt usw. wurden. Meistens aus finanziellen, familieren Gründen oder aber auch um einfach die Macht in der Gegend zu erweitern, wie z.B in den kurdischen Gebieten oder auch in Italien.
Vincent_Vega (14.01.2009, 12:10 Uhr)
@mariachi
ja es ist schon ärgerlich, wenn der Ruf des eigenen Landes immer wieder runtergezogen wird. Noch dazu von so scheinheiligen Krämern, wie man es an Ihrem Beispiel sehen kann.
Aber ich glaube, das könnten auch diie Mexikaner in Juarez ändern, wenn es ihnen zu sehr stinkt, wie sich die US-Touristen benehmen.
In Mallorca sind glaube ich auch iorgendwann die Einheimischen auf die Barrikanden gegangen, um das Wettsaufen der Deutschen und Briten zu verringern.
Mariachi (14.01.2009, 11:36 Uhr)
Schweinerei
Ich bin Mexikaner und kenne das Land sehr gut.
Es nervt mich tierisch, wie mein Land hier nur mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht wird. Aber positives ist natürlich schwerer zu vermarkten.
Ich kenne auch Oaxaca ganz gut und habe noch nie gehört oder erfahren, dass solch ein "Handel" als ehrenhaft gilt.
Ich würde gerne wissen aus welcher Quelle so eine Information kommt. Wenn Sie von US- Nachrichten sein sollte, wundert mich das nicht, denn die brauchen Material, damit Sie ihren "Schutzzaun", den Sie vor mein Land gebaut haben rechtfertigen können.
Die Situation dort ist äussert vielschichtig und nicht so wie´s hier oftmals geschildert wird.
Ich bitte auch folgendes nicht zu vergessen, auch wenn es nicht in unseren Geschichtsbüchern in der Schule gelehrt wird:
Die kompletten Südweststaaten der USA waren bis 1848 mexikanisches Gebiet und wurden durch einen Raubzug angegriffen, da die USA neues Land und neue Resourcen wollten, sowie das Gold und das Erdöl dieser Territorien.
Später wurde die Bevölkerung dann für den glorreichen Bürgerkrieg missbraucht, bevor man sie in Zügen nach Mexico deportiert hat.
Das nur am Rande.
Jednefalls sollte man auch mal im Gegenzug das Verhalten vieler US-Amerikaner an der Grenze schildern, das ungezügelte Auftreten, sobald Sie über die Grenze gehen und sich dort benehmen wie die letzten Bauern. Besonders in Gegenden wie El Paso/Juarez, wo regelmäßig Unruhen auf Grund maßlosen Verhaltens vieler US-amerikanischen Touristen herrscht, die sich betrinken und Unruhe stiften und sich aufführen wie der Übermensch, weil Sie als Besucher meinen keine Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen zu müssen.
Solche News interessieren allerdings niemanden, weil das nicht in´s Bild passt, der (erfolg)reichen, ehrlichen, weißen USA und den faulen, unbegabten, dunklen Tacofressern südlich der Grenze (die ja bis nach Argentinien runtergeht)
Insofern ist der Wahrheitsgehalt solcher Meldungen doch zu überdenken und anzuzweifeln.
chaom (14.01.2009, 10:03 Uhr)
@screne
Jo wir haben nur leider überdurchschnittlich viele Linke hier das jedes Handeln zum Bekämpfen von Zwangsehen erschwert...
screne (14.01.2009, 09:12 Uhr)
@Countryjoe
Tja man sollte sich eben nicht von jedem Hansel einreden lassen, Deutschland sei das schlechteste Land der Welt... LOL
Andere haben die gleichen Probleme oder noch schlimmere.
Countryjoe (14.01.2009, 08:40 Uhr)
Hoppla?!
Ich dachte das gäbe es nur hier! Also haben die USA auch Probleme mit Zwangsehen.
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