11. November 2012, 16:27 Uhr

19-Jähriger stellt sich nach S-Bahn-Attacke

Ein Mann wird am Hamburger Hauptbahnhof von Jugendlichen attackiert, fällt auf die Gleise und wird fast von einer einfahrenden S-Bahn überrollt. Jetzt hat sich ein 19-Jähriger gestellt.

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Ermittler der Mordkommission untersuchen am Hauptbahnhof in Hamburg den Bahnsteig.©

Ein 29-jähriger Mann ist nach einer Prügelattacke am Hamburger Hauptbahnhof unmittelbar vor einer einfahrenden S-Bahn auf die Gleise gestürzt. Der Zug habe buchstäblich in letzter Sekunde noch bremsen können, teilte die Polizei mit. Nach Angaben des Lokführers berührte die Bahn den Mann noch kurz. Zeugen berichteten, dass der Zug den Mann "kurz geschoben" habe. Die Mordkommission ermittelt nun wegen versuchter Tötung. Einer der an dem gewaltsamen Streit beteiligten Jugendlichen hat sich unterdessen gestellt.

Nach Ermittlungen der Polizei war es am frühen Samstag in der S-Bahn auf der Strecke von der Reeperbahn zum Hauptbahnhof zu einem Streit zwischen dem 29-Jährigen und etwa fünf bis sieben Jugendlichen gekommen. Beim Aussteigen am Hauptbahnhof sei der Streit dann eskaliert. Einer aus der Gruppe habe den 29-Jährigen so hart von hinten gegen den Kopf geschlagen, dass dieser auf die Gleise fiel.

Das Opfer erlitt schwere Verletzungen

Zeugen beobachteten die Attacke und gaben nach Angaben der Polizei dem Lokführer der einfahrenden S-Bahn Alarmsignale. Dieser hätte den auf dem Gleis liegenden Mann vermutlich nicht sehen können. Der Lokführer leitete daraufhin sofort eine Notbremsung ein.

Die Jugendlichen flüchteten sofort nach der Tat. Die Beamten werten nun umfangreiches Videomaterial aus, sowohl aus Sicht der S-Bahn als auch von der Tat auf dem Bahnsteig. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen, unter anderem am Halswirbel. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, musste der Mann notoperiert werden, da sonst die Gefahr einer Querschnittslähmung bestanden hätte.

Am Sonntagnachmittag gab die Polizei bekannt, dass sich ein 19-Jähriger gestellt habe. Dieser erklärte, dass er an dem Streit beteiligt gewesen sei. Er ist nach Angaben der Polizei jedoch nicht der Haupttäter.

ins/DPA
 
 
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