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6. Juli 2009, 11:37 Uhr

Altkanzler will Streit beilegen

Annäherung zwischen Helmut Kohl und der Hannelore-Kohl-Stiftung: Nachdem der Altkanzler die Hilfsorganisation vergangene Woche im Streit verlassen hatte, hat es jetzt nach Angaben von Kohls Büro ein klärendes Gespräch gegeben. Der Rückzug des 79-Jährigen sei aber endgültig.

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Unterschiedliche Auffasung über die Stiftungsstrukturen: Altkanzler Helmut Kohl und ZNS-Präsidentin Ute Ohoven© Hermann J. Knippertz/AP

In der Auseinandersetzung zwischen Altkanzler Helmut Kohl und der nach seiner verstorbenen Frau benannten "ZNS Hannelore Kohl Stiftung" steht offenbar eine Einigung bevor. Es zeichne sich eine Lösung in dem Bemühen ab, dauerhaften Schaden von der Hilfsorganisation für Menschen mit Hirnverletzungen abzuwenden, teilte das Büro des CDU-Politikers am Montag mit. Kohls Rückzug aus der Stiftung bleibe aber endgültig.

Am Wochenende habe es ein Gespräch zwischen Kohls Rechtsanwalt Stephan Holthoff-Pförtner und ZNS-Präsidentin Ute Ohoven gegeben, hieß es in der Erklärung des Büros. Bei dem Treffen sei vereinbart worden, dass Kohls Söhne Walter und Peter der Stiftung in Erinnerung an ihre Mutter beitreten können, wenn sie es wünschen. Beide Seiten wären damit einverstanden.

Stiftungsvorstand Klaus Mayer betonte, man habe von Anfang an vorgeschlagen, dass auch einer der Söhne Kohls in den Vorstand komme. Bisher hätten sich diese aber nicht dazu geäußert. Am 13. Juli findet Mayer zufolge eine Sondersitzung des Vorstands und des Kuratoriums statt, bei der es um die Zukunft der Hannelore-Kohl-Stiftung gehen wird.

Altkanzler Kohl hatte in der vergangenen Woche nach einem Streit über personelle Veränderungen und eine neue Satzung seine Ämter bei der Stiftung niedergelegt. Zudem bat er darum, dass die Organisation, die sich um Menschen mit Schäden am Zentralen Nerven-System (ZNS) kümmert, nicht mehr den Namen seiner verstorbenen Frau trage. Seine Vorschläge für eine "zukunftsorientierte Verschlankung der Strukturen und eine Neuverteilung der Verantwortlichkeiten" seien von Kuratorium und Vorstand abgelehnt worden, begründete er seinen Rückzug.

Hannelore Kohl hatte 1983 das Kuratorium ZNS und 1993 die Hannelore-Kohl-Stiftung gegründet. Am 5. Juli 2001 nahm sie sich im Alter von 68 Jahren mit einer Überdosis Tabletten das Leben; sie litt an einer schweren Lichtallergie und konnte das Haus zuletzt nur noch bei Dunkelheit verlassen.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
david45 (06.07.2009, 17:25 Uhr)
Kohl als ewiger Diplomat
kohl ist eben diplomatisch, auch noch im hohen Alter. Ich meine, viele treten bei etwas aus, wenn sie nicht mehr mit den zielen einverstanden sind. die stiftung kann sich einen handsignierten 50 Euro-Schein von 2002 bei tamundo.de ersteigern, um ein Andenken an ihn zu haben ;-), der scheint heiß begehrt zu sein.
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