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28. Januar 2012, 14:37 Uhr

Taucher entdecken weitere Leiche

Taucher haben eine 17. Leiche aus dem Wrack der "Costa Concordia" geborgen. Die Tote befand sich in einem Bereich von Deck 6, der unter Wasser liegt. Das Auswärtige Amt bestätigte derweil ein fünftes deutsches Todesopfer.

Bergungskräfte haben an Bord des verunglückten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" ein weiteres Opfer tot geborgen. Die Frauenleiche wurde auf dem sechsten Deck in einem Teil des Schiffes gefunden, der unter Wasser liegt. Damit sei die gesicherte Zahl der Toten nach dem Unglück vor der Küste der Insel Giglio auf 17 gestiegen, teilten italienische Behörden am Samstag mit. 15 Menschen werden noch vermisst.

Unter den identifizierten Toten sind nunmehr fünf Deutsche, wie das Auswärtige Amt in Berlin jetzt bestätigt. Wie eine Sprecherin am Samstag mitteilte, könnten derzeit aber noch keine weiteren Angaben zur Identität gemacht werden. Italienische Behörden berichteten bereits von einem sechsten deutschen Todesopfer. Das bestätigte das Auswärtige Amt allerdings nicht. Die Sprecherin sagte, sieben Deutsche würden noch vermisst.

Wegen schlechten Wetters sind unterdessen die Vorbereitungen zum Abpumpen des Treibstoffs an Bord des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" unterbrochen worden. Wie der italienische Zivilschutz am Samstag mitteilte, stellten die Techniker ihre Arbeit wegen hohen Wellengangs ein und kehrten mit dem ihnen als Arbeitsplattform dienenden Kahn in den Hafen der Insel Giglio zurück. Eine Fortsetzung der Arbeit am Wrack der "Costa Concordia" wäre demnach zu gefährlich gewesen.

Abpumpen des Treibstoffs beginnt wohl nicht vor Sonntag

Experten der niederländischen Bergungsfirma Smit und des italienischen Unternehmens Neri hatten am Freitag Ventile an sechs der 23 Tanks angebracht, um das Abpumpen des Treibstoffs zu ermöglichen. Mit dem Abpumpen selbst hätte am Samstag begonnen werden sollen, vor Sonntag dürfte dies nun nicht mehr möglich sein. An Bord des Wracks befinden sich noch rund 2400 Tonnen Treibstoff, die das Meeresschutzgebiet rund um die Insel zu verschmutzen drohen.

Die "Costa Concordia" hatte mehr als 4200 Menschen an Bord, als sie vor mehr als zwei Wochen vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen fuhr. Das Schiff kippte zur Seite und ging teilweise unter. Unter den Toten sind mehrere Deutsche, weitere werden vermisst. Der Kapitän wird verdächtigt, das Schiff zu nahe an die Küste gesteuert zu haben.

kng/AFP/DPA
 
 
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