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6. Februar 2009, 20:17 Uhr

Polizei entdeckt neue Spur vom "Phantom"

Es war ein echter Zufallsfund: Eigentlich waren die Polizeibeamten wegen eines gewalttätigen Streits zwischen zwei Männern zu einer Wohnung im Mannheimer Stadtteil Neckarstadt gerufen worden. Bei der anschließenden Spurensicherung erlebten die Ermittler jedoch eine Überraschung.

Phantom, Heilbronn, Belohnung, Mordserie, Mannheim, Neckarstadt

Der Mord an einer jungen Polizistin im April 2007 in Heilbronn: Auch hier ist die "Frau ohne Gesicht" dringend tatverdächtig© Michael Latz/DDP

Die Mörderin einer Heilbronner Polizistin hat in Mannheim (Baden-Württemberg) eine neue Spur hinterlassen. Diese Angaben des "Mannheimer Morgen" bestätigte die Polizei. Die Ermittler fanden im Stadtteil Neckarstadt eine DNA-Spur der "Frau ohne Gesicht" - nach ihr wird unter anderem im Zusammenhang mit dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn im April 2007 gefahndet.

Die Spuren des "Phantoms" an einer Wohnungstür seien ein Zufallsfund, der bei Ermittlungen in einem anderen Fall entdeckt wurde. "Es scheint, keine heiße Spur zu geben im Moment", sagte ein Polizeisprecher in Heilbronn.

Die DNA-Spur war bei den Ermittlungen im Fall eines gewalttätigen Streits zwischen zwei Männern entdeckt worden. Ein 29-Jähriger hatte in der Wohnung bei einer Auseinandersetzung im Oktober 2008 einen sieben Jahre älteren Mann mit einem Küchenmesser am Hals verletzt. Bei der Spurensicherung waren die Ermittler auf die DNA der "unbekannten weiblichen Person" an der Wohnungstür des 29-Jährigen gestoßen. Die Männer hätten bislang keine Angaben dazu gemacht, sagte ein Polizeisprecher.

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen allerdings davon aus, dass die aktuelle Spur der mutmaßlichen Mörderin nicht im Zusammenhang mit dem Streit der Männer steht, hieß es. Wann sich das "Phantom" in dem Mannheimer Haus aufhielt, ließe sich nicht bestimmen. Die Beamten hätten Speichelproben der Bewohner genommen und diese befragt. "Wir wollen sicherstellen, dass die DNA zu keinem der Bewohner gehört", hieß es bei der Polizei in Heilbronn. Die Auswertung der Speichelproben wird laut Polizei noch ein paar Tage andauern.

Die "Phantommörderin" wird auch mit den Morden an einer Rentnerin in Idar-Oberstein 1993 und an einem Rentner in Freiburg 2003 in Verbindung gebracht. Sie hinterließ ihren genetischen Fingerabdruck rund 40 Mal in Deutschland, Frankreich und Österreich.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
onkel.erwin (07.02.2009, 23:38 Uhr)
dem sogenannten "genetischen fingerabdruck" ist nicht zu trauen.
denn überalterte, womöglich denaturierte zell-dna wird unter feld-wald-und-wiesen-bedingungen entnommen, transportiert und gelagert. dann mittels polymerase-kettenreaktion bruchstückhaft vervielfältigt, wobei die methode extrem störanfällig ist und sich mit jedem vervielfältigungsschritt auch die fehler vervielfältigen. dann folgt auftrennung mit elektrophorese und vergleich mit vorliegenden proben, ebenfalls störanfällig und interpretationssache. bei einer standard-pcr können die erhaltenen gen-sequenzen etwa 3000 basenpaare lang sein. eine menschliche zelle enthält aber etwa 3 milliarden basenpaare pro genom. es ist also mehr oder minder zufall, welche abschnitte zum vergleich kommen. aus diesen konstruierten bruchstückchen, die beliebigkeitscharakter haben, bastelt sich ein gutachter dann aussagen über zellidentität zurecht, und die justiz fällt dann ein urteil. das läuft ungefähr so, wie wenn ich aus der bibel eine seite rausreisse, diese in fetzen reisse, diese dann mehrfach abschreibe und dann daraus das gesamte alte und neue testament inklusive psalmen rekonstruieren will. nur so erklären sich rätselhafte dna-übereinstimmungen bei kriminalfällen, die 20 jahre und länger auseinanderliegen und allein von ablauf und motiv her nichts miteinander zu tun haben können.
traldors (07.02.2009, 13:05 Uhr)
DNA bietet (...)
eine Vielzahl an tollen Optionen. Ist ersteinmal DNA Material an einem Tatort festgestellt worden, stellt sich kaum die Frage wie es dort hingelangt ist. Das bedeutet in jedem Fall die Beweislastumkehr zum Nachteil eines jeden Beschuldigten, der nun aufzeigen muss das er nicht vor Ort war. So dienlich diese Methode für die Strafverfolgung auch sein mag, dient sie als alleiniges und ausreichendes Merkmal im Verlauf eines Strafverfahrens für eine Verurteilung sollte jedem klar sein, was das bedeutet.
Neue Methoden haben auch Nebeneffekte, die manchmal gar nicht lustig sind. Und das wir keiner Regierung und der Justiz vertrauen dürfen beweisen die letzten 1000 Jahre Vergangenheit. Für mich ein "Puzzle" mit deutlichen Nachteilen für eine freie Geselschaft.
Zaphod76 (07.02.2009, 12:26 Uhr)
Oder, ganz wilde Verschwörungstheorie,
...da gibt es eine immer wieder Verbrechen begehende Frau, die öfter mal in Heilbronn ist und bisher noch nicht erwischt wurde. Die macht mit ihrem Verbrecherleben einfach weiter und hinterlässt deshalb immer wieder mal Spuren in entsprechenden Zusammenhängen.
Unwahrscheinlich wie die Mondlandung, nicht wahr, meine Damen und Herren Verschwörungstheoretiker?
Fast so unwahrscheinlich wie Polizisten, die eine Belohnung zur Ergreifung eines Verbrechers selber kassieren. Soweit ich weiß, geht das gar nicht. Was ich aber weiß, ist, dass Polizisten sicherlich keinen finanziellen Ansporn brauchen, um eine Polizistenmörderin zu suchen. Das glauben Sie auch nicht? Tja, nur weil Sie das dahinterstehende Kameradschaftsgefühl nicht nachvollziehen können. Und auch sonst einiges nicht.
aeternitas (07.02.2009, 10:29 Uhr)
Mittlerweile
nimmt die Polizei wahrscheinlich bei allen Delikten routinemäßig DNA Proben mit. Die Belohnung ist eine Menge Geld und die Streifenpolizisten können das Geld auch gut gebrauchen, denn üppig bezahlt werden sie nicht. Außerdem hätte ich an deren Stelle einen großen Ehrgeiz diese Person zu fassen.
Juris1 (07.02.2009, 10:03 Uhr)
Entwerder schlecht recherchiert oder
Entweder ist dieser Artikel schlecht recherchiert oder da stimmt etwas nicht an den offiziellen Angaben. Ich hoffe mal, das nicht wirklich einer der Ermittler diese "Frauen-DNA" - vielleicht umoperiert? - plazieren.
Franzoesin (07.02.2009, 09:29 Uhr)
ADN-Spuren-Suche an der WOhnungstür ?
Mir ist nicht klar waren ADN-überprüfungen gemacht werden, wenn der Fall eines Streits und Täter, wie in diesem Fall, so offensichtlich ist .
you_me_2 (07.02.2009, 08:54 Uhr)
Tja..,
wenn es denn einen Witzbold bei der Polizei gäbe,müsste der aber weit herumkommen und überall rumkommen,um die Spuren zu verteilen,das würde wohl auffalllen,wenn überall die selbe Person rumwuselt, über Jahre hinweg.
Vielleicht ist es die große DNA-Verschwörung,ich sag nur Illuminaten in Flugscheiben,die sind beweglich,schnell und können überall Spuren auslegen, damit soll das Polizeiwesen ausgehebelt werden, weil die verwirrten Ordnungshüter sich dann irgendwann selbst auflösen, der Rechtsstaat bricht zusammen und der neue Chef heißt dann Oberillu.
RookieNo1 (07.02.2009, 01:24 Uhr)
RRRRichtig!
Da kann ich mich pankratius nur anschließen. Ich bin nich 100%ig sicher was für Anylasen die bei der Poente machen, aber als Genetikheini würde ich sagen da stimmt was mit den Primern nich Freunde! Wetten das in ein paar Monaten der ganze Spuk als Artefakt entlaft wird! Ich hoffe ich krieg was von der Belohnung wenn meine Vermutung richtig ist! :-)))
pankratius (07.02.2009, 00:45 Uhr)
Hier ist wohl etwas oberfaul
Es würde mich nicht wundern, wenn es das weibliche Phantom als Täterin überhaupt nicht gibt, sondern jemand aus der Polizei-/Ermittler-/Untersucherszene sich einen Ulk draus macht, immer dieselben DNS-Materialien zu verstreuen.
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