Promis spenden für "Sandy"-Opfer

1. November 2012, 06:29 Uhr

Nach dem Wirbelsturm rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft los. Mehr als elf Millionen Dollar hat das Rote Kreuz schon erhalten. Auch Promis geben eifrig - und ein anonymer Großspender in New York.

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Nach der Zerstörungswut von "Sandy" ist die Welle der Hilfsbereitschaft in New York riesig. Bisher kamen mehrere Millionen Dollar zusammen.©

Nach den verheerenden Folgen des Wirbelsturms "Sandy" an der US-Ostküste ist die Spendenbereitschaft der Amerikaner groß. Mehr als elf Millionen Dollar (etwa 8,5 Millionen Euro) seien bereits zusammengekommen, berichtete das Rote Kreuz. Außerdem meldeten sich zahlreiche spendierwillige Prominente und Firmen.

Das Medienunternehmen von Rupert Murdoch spendet den von Wirbelsturm "Sandy" betroffenen Familien in New York und New Jersey eine Million Dollar (etwa 770.000 Euro). Das kündigte der Medienmogul am Mittwoch per Kurznachrichtendienst Twitter an. "Ich hoffe andere Firmen werden dasselbe machen", schrieb Murdoch weiter. Zum Medienimperium des 81-Jährigen gehört unter anderem der US-Fernsehsender Fox.

Der Autobauer Ford kündigte eine Spende in Höhe von 50.000 Dollar an, Konkurrent Toyota von einer Million. Die Baseball-Mannschaft der New York Yankees versprach 500.000 Dollar. Der bislang größte bekannte Einzelspender wollte aber zunächst anonym bleiben: Der Unbekannte habe der Stadt New York 2,5 Millionen Dollar für die Wiederaufbaumaßnahmen geschenkt, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg am Mittwoch.

Obama verspricht den Betroffenen rasche Hilfe

Nach dem Wirbelsturm "Sandy" sind nach wie vor sechs Millionen Amerikaner ohne Strom. Allein vier Millionen davon lebten in den Staaten New York und New Jersey, teilte das Energieministerium in Washington am Mittwoch mit. Auch sonst kämpfen die Menschen mit den Folgen des Unwetters: In New York musste eine weiteres Krankenhaus evakuiert worden. Präsident Barack Obama versprach den Betroffenen rasche Hilfe. Priorität habe die Wiederherstellung der Stromversorgung. Mindestens 50 Menschen waren beim Durchzug des Jahrhundertsturms ums Leben gekommen.

"Wir sind für euch hier. Wir werden nicht vergessen", sagte Obama bei seinem Blitzbesuch im schwer heimgesuchten Bundesstaat New Jersey. Obama verschaffte sich einen Überblick über das Ausmaß der Zerstörungen. Außerdem sprach er mit Betroffenen. Der Besuch des Präsidenten dauerte gut dreieinhalb Stunden.

Auch der dritte Flughafen von New York, La Guardia, solle an diesem Donnerstag wieder seine Arbeit aufnehmen. Zuvor waren die Airports John F. Kennedy und Newark zumindest teilweise wieder geöffnet worden. In New York fuhren am Mittwoch wieder Busse. Auch die so wichtige U-Bahn in New York sollte am Donnerstag wieder fahren - zumindest ein paar Züge.

Nach Wirbelsturm "Sandy" können die Menschen in New York alle wieder in Betrieb genommenen öffentlichen Verkehrsmittel bis Freitag kostenlos nutzen. Das sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates, am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz. Dazu zählen unter anderem Regionalzüge, U-Bahnen und Busse. Alle öffentlichen Verkehrsmittel verkehren allerdings bislang nur mit großen Einschränkungen.

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