Startseite

Mittelerde im Museum

Mystische Gestalten in der Schweizer Bergwelt: Ein deutscher Millionär will ein Hobbit-Museum auf 300 Quadratmetern bauen. Ein gewagtes Projekt.

  So wird es aussehen: Ein Entwurf des Hobbit-Museums in der Schweiz, das 2013 eröffnet werden soll.

So wird es aussehen: Ein Entwurf des Hobbit-Museums in der Schweiz, das 2013 eröffnet werden soll.

Liegt Mittelerde wirklich in Neuseeland? Millionen von Menschen mögen das glauben, seit Hollywood-Regisseur Peter Jackson dort mit der Verfilmung der Werke #link;http://de.wikipedia.org/wiki/J._R._R._Tolkien;von Hobbit-Erfinder J.R.R. Tolkien# begann. Doch in der Schweiz verweist so mancher darauf, dass der Vater der Fantasiewelt sich wohl einst bei Spaziergängen durch Berglandschaften der Alpenrepublik inspirieren ließ. Ein Deutscher baut nun im Heidiland eine Kultstätte für die Hobbits.

Spätestens im September 2013 will der aus Mainz stammende Ex-Fondsmanager und einstige Bundeswehr-Unteroffizier Bernd Greisinger seine "Mittelerde Collection" eröffnen. Das private Museum entsteht unter der Erde seines riesigen Grundstücks am Rande des Dorfes Jenins im Bergkanton Graubünden. In 14 Räumen auf rund 300 Quadratmetern birgt es Greisingers Sammlung von Kunst, Literatur und Merchandising-Artikeln der Hobbit-Sphäre - nach Angaben des Mäzens "die international größte Sammlung dieser Art".

"Schon seit Jahren fasziniert mich die von Tolkien geschaffene Welt mit all ihren Geschöpfen und wunderbaren Ideen", berichtet der 48-Jährige. "Besucher werden sich hier wie in Mittelerde fühlen können." In der Fantasy-Szene gilt der Deutsche als einer der leidenschaftlichsten Mittelerde-Sammler.

Bereits Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro

Dass nach der "Herr der Ringe"-Trilogie jetzt #link;http://www.imdb.de/title/tt0903624/;die von Fans heiß ersehnte Verfilmung von Tolkiens Kinderbuch "Der kleine Hobbit"# in die Kinos kommt, hat Greisingers Bauprojekt zu neuem medialen Interesse verholfen. Mindestens zwei Millionen Euro hat sich der Wahl-Schweizer, der nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 aus dem Investmentgeschäft ausstieg, die Verwirklichung seines "tolkienen" Traums bereits kosten lassen.

Gegen eine baldige Amortisation hätte er wohl nichts einzuwenden. Aber der Profit scheint ihm heute nicht mehr so wichtig. Ihm liege ein Angebot vor, wieder als Fondsmanager zu arbeiten, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Aber dazu habe er keine Lust mehr.

Greisingers Leidenschaft liegt inzwischen unter der Erde - dort, wo er sich zum Beispiel in die Höhle des kleinen Hobbits zurückziehen kann. Ganz und gar gestaltet nach der Filmvorlage von "Herr der Ringe" verfügt sie über eine Küche, ein Duschbad und drei Räume. "Da kann man auch schon mal übernachten."

Eine Kultstätte für die Hobbits im Heidiland

Die Höhle gehört zu den bereits fertiggestellten Prunkstücken des Hobbit-Museums, dessen Besuch sich leicht mit Abstechern zur nahen Freizeitregion Heidiland verbinden lassen wird. "Wir arbeiten jeden Tag fleißig am Innenausbau", berichtet Greisinger.

Dazu gehören etliche Großfiguren aus Tolkiens Fabelwelt - von Frodo Beutlin über Gollum bis zu Gandalf - Zwergen- und Zauberer-Outfits, Riesenspinnen und der fauchende Drache Smaug. Gestaltet wird das alles von dem italienischen Allround-Künstler Ivan Cavini.

Die Schau umfasst rund 600 Gemälde, zu denen sich mehr als 100 Künstler von Tolkien inspirieren ließen. Hinzu kommen mehr als 3000 Bücher aus etlichen Ländern. "Wir bauen hier auch ein großes Literaturarchiv zum Thema Mittelerde auf", sagt der Gründer.

Auch eine Bibliothek soll es geben

Mit der Baubewilligung für die unterirdischen Anlagen gab es in der an Bunkern überreichen Schweiz keine Probleme. Sorgen macht sich der eine oder andere in der verschlafenen 850-Seelen-Gemeinde Jenins allerdings über einen vielleicht allzu großen Besucheransturm auf Greisingers Mittelerde-Museum.

Impulse für den Fremdenverkehr seien zu begrüßen, sagte Gieri Spescha, Sprecher der Tourismusorganisation Graubünden, dem "Tages-Anzeiger". Allerdings habe ein Hobbit-Museum keinen direkten Bezug zur Region. "Es kann irgendwo auf der Welt stehen." Im Unterschied zur legendären Kinderbuchfigur Heidi, die ganz authentisch zu Graubünden gehöre.

Thomas Burmeister, DPA/DPA

Kommentare (0)

    Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

    Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
    Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
    Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
    Klar
    Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

    Partner-Tools