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10. Januar 2011, 08:53 Uhr

Am Rhein steht der härteste Kampf wohl noch bevor

Häuser im Wasser, uberflutete Straßen, erhebliche Verkehrsbehinderungen: Das Hochwasser hält Teile Deutschlands weiter in Atem. Vor allem am Rhein blicken die Anwohner voller Bangen auf steigende Pegel.

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Das Deutsche Eck in Koblenz: Wer derzeit das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm besichtigen will, muss ziemliche lange Gummistiefel mitbringen© Thomas Frey/DPA

Die Pegelstände am Rhein streben auch zum Wochenanfang weiter aufwärts. In Koblenz standen bereits Keller unter Wasser. Am Nachmittag sollte das Hochwasser in der Stadt seinen Höchststand erreichen. Es sehe aber danach aus, dass Koblenz noch mal glimpflich davonkommt, teilte das Hochwassermeldezentrum in Mainz mit. In Köln soll der Scheitelpunkt voraussichtlich erst am Dienstag erreicht werden. An der Mosel und im Osten Deutschlands stabilisiert sich die Hochwasserlage, bleibt aber angespannt. Aus Hessen wird dagegen bereits Entspannung gemeldet.

Am Deutschen Eck in Koblenz rechneten die Behörden am Montag mit starken Einschränkungen des Verkehrs, etliche Straßen seien schon gesperrt. Ein Sprecher des Koblenzer Katastrophenschutzes sagte am Morgen, die Pegelstände in Koblenz tendierten langsam in Richtung der Acht-Meter-Marke. Bei den großen Hochwassern 1993 und 1995 war das Wasser mehr als neun Meter hoch angeschwollen. Normal liegt der Pegelstand in Koblenz bei 2,40 Meter.

Aus Cochem an der Mosel meldete die Polizei am Morgen eine "stagnierende Lage". Seit Sonntag standen die erste Gebäudereihe an der Mosel und ufernahe Straßen unter Wasser. In Zell wurde die Altstadt leergepumpt. Am späten Sonntagabend habe es kein Stauwasser mehr gegeben und die Straßen hätten bereits grob gereinigt werden können, hieß es. "Es gibt insgesamt die Tendenz, dass das Wasser langsam, aber stetig fällt", teilte das Hochwassermeldezentrum für die Mosel in Trier mit. "Die Pegelstände gehen stetig abwärts, so dass auch die Gemeinden wieder hochwasserfrei werden und aufgeräumt werden kann."

Höchste Alarmstufe an Elster Saale

Im Osten Deutschlands hieß es vor allem: abwarten. Zwar blieb die Lage an Oder und Spree stabil, Eisschollen, die sich zu Barrieren stauen, könnten die Situation aber rasch ändern. An der Elbe stiegen die Pegelstände am Morgen noch leicht, kritisch war die Situation jedoch nicht. Auch an der Schwarzen Elster im Süden Brandenburgs legten die Wasserstände weiter zu, in Herzberg drohte die höchste Alarmstufe 4.

Angespannt ist die Situation weiter an den Flüssen in Sachsen-Anhalt. Die höchste Alarmstufe 4 gilt für die Weiße Elster am Pegel Oberthau und für die Saale am Pegel Camburg-Stöben. In Thüringen blieben die meisten Wasserstände stabil oder fielen bereits.

Fallende Pegel in Hessen

Beim Hochwasser in Hessen hingegen zeichnet sich eine Entspannung der Lage ab. Die Polizei in den betroffenen Gebieten meldete vorsichtig optimistisch, dass das Schlimmste wohl ausgestanden sei. "Das bereitet uns keine Sorgen mehr. Die Pegel sind leicht fallend und es gab keine Niederschläge", sagte ein Polizeisprecher in Fulda.

Zur Lage an der Lahn meldete die Polizei in Gießen: "Es sind hier schon noch einige Straße gesperrt, aber Grund zur Besorgnis gibt es hier nicht." Die Polizei in Kassel berichtete für Nordhessen und den Ederstausee: "Fallende Pegelstände. Hier zeichnet sich Entspannung ab." Und auch für den Rhein meldete die Polizei in Wiesbaden, dass weiter kein Grund zur Sorge bestehe.

mad/DPA
 
 
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