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24. Juli 2007, 07:47 Uhr

100.000 Menschen ohne Trinkwasser

In den Hochwassergebieten im Süden und Westen Englands steigt das Wasser weiter. Drei Milliarden Euro Schaden hat die Sintflut bisher angerichtet. Mehr als 100.000 Menschen haben immer noch kein Trinkwasser, die Stromversorgung konnte aber wieder hergestellt werden.

In Gloucestershire steigen die Pegelstände weiter© Goeff Caddick/DPA

In einigen Hochwasserregionen im Westen und Süden Englands gibt es seit Dienstagmorgen wieder Strom. Die Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht und konnten 48.000 Haushalte wieder mit Elektrizität versorgen, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Mehr als hunderttausend Bewohner in Tewkesbury, Gloucester und Cheltenham waren aber immer noch ohne Trinkwasser. Im Laufe des Tages sollten 900 Tankwagen eingesetzt werden, um die Menschen zu versorgen.

In der Grafschaft Gloucestershire, einer der am schlimmsten betroffenen Gegenden, gingen die Pegelstände langsam zurück. Das Zentrum der Stadt Gloucester entging in einer befürchteten Überflutung, als der Anstieg des Flusses Severn nur fünf Zentimeter unterhalb der fünf Meter hohen Flutschutzmauer stoppte.

In der Nacht war befürchtet worden, 250.000 Haushalte könnten von der Wasserversorgung abgeschnitten werden, wenn ein Wasser- und Elektrizitätswerk in Gloucester überschwemmt würde. Ein Sprecher sagte am Morgen, die Situation sei inzwischen unter Kontrolle.

Die Lage ist "kritisch"

Die Umweltbehörde teilte mit, dass die Flut in Oxford und Abingdon in der Nacht weniger schlimm ausgefallen war als erwartet. Am Morgen wollte das Notfall-Komitee der britischen Regierung, COBRA, zusammenkommen und über die Lage und das weitere Vorgehen beraten.

In den vergangenen Tagen waren die größten Flüsse Themse und Severn nach heftigen Regenfällen extrem angestiegen und hatten sogar den Pegelstand der bisher schlimmsten Flut vor 60 Jahren überschritten. Nach den sintflutartigen Regenfällen vom Wochenende gab die Umweltbehörde acht höchste Hochwasserwarnungen heraus. Die Lage sei "kritisch". Besonders betroffen sind neben Gloucestershire die Regionen Herefordshire, Lincolnshire, Oxfordshire and Berkshire.

Am Montag kam es bereits zu Massenevakuierungen, zahlreiche Menschen wurden mit Hubschraubern aus ihren Häusern gerettet. Anwohner mussten in Notunterkünften ausharren. Unternehmen spendeten Millionen Wasserflaschen. Die Behörden rechneten nicht damit, dass die Versorgung mit Trinkwasser in den kommenden Tagen wieder hergestellt werden kann.

Drei Milliarden Euro Schaden

Die Versicherer gehen von einem Schaden von umgerechnet rund drei Milliarden Euro aus. Premierminister Gordon Brown machte den Klimawandel für die Katastrophe verantwortlich. Er versprach die Hochwasserhilfe von 600 Millionen auf 800 Millionen Pfund (rund 1,2 Milliarden Euro) zu erhöhen. Es ist bereits die zweite große Flut, die Großbritannien in diesem Sommer heimsucht.

Die Luftwaffe sprach von ihrem größten Einsatz in Friedenszeiten. Soldaten und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Die Menschen fuhren mit Schlauchbooten auf den überfluteten Straßen, Feuerwehrwagen steckten im Wasser fest. Straßen wurden gesperrt und Zugverbindungen waren unterbrochen. Und Entwarnung ist nicht in Sicht: Für diesen Mittwoch sagten die Meteorologen erneut kräftigen Regen voraus.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
UKARGIE (24.07.2007, 14:18 Uhr)
NaziDeitschland
Deutschland war, ist und wird immer ein Naziland bleiben
HEIL FUCKING HITLER!
H.P. (24.07.2007, 13:58 Uhr)
Der Klimawandel birgt viel größere Risiken als der Terrorismus.
Die Hauptsorge der Wissenschaftler ist, dass der Klimawechsel die Welt innerhalb kürzester Zeit destabilisieren könnte. Durch die enormen Süßwassermengen, die von schmelzenden Gletschern und Polareis freigesetzt werden, könnte der Golfstrom schon in den nächsten Jahren an Kraft verlieren. Die Folge wären verheerende Dürren im Süden der USA, Überschwemmungen in China. Skandinavien würde sich in eine Eiswüste verwandeln, dicht besiedelte Küstenstaaten wie Holland oder Bangladesh würden überflutet. Millionen hungernder Flüchtlinge würden ihre Heimat verlassen und in die reichen Länder drängen. Länder mit labiler Regierung wie Pakistan oder Russland könnten versucht sein, ihr Nukleararsenal einzusetzen, um sich Nahrung oder Rohstoffe zu erkämpfen. Etliche Untersuchungen haben ergeben, dass es in der Vergangenheit immer wieder abrupte Klimaschwankungen gegeben haben muss, als Ursache vermuten die Forscher abrupte Wechsel in den gigantischen Ozeanströmungen. Die Welt könnte in Anarchie versinken - und das nicht erst in tausend Jahren, sondern innerhalb der nächsten drei Dekaden. Überraschendes Fazit des Pentagon-Berichts: Der Klimawandel birgt viel größere Risiken als der Terrorismus.
http://www.naturkatastrophen.com/
Backdoor (24.07.2007, 12:54 Uhr)
Dummer Kommentar
Also ein solches an den Haaren herbeigezogenes Statement kann nur von jemandem kommen der mit Kritik nicht umgehen kann was DarkJones da schreibt
hat mit dem Thema nix zu tun. Ich habe Verwandte in der betroffenen Gegend und
die sagen ein gutes Krisenmanagement
lässt sich definitiv nicht erkennen.
Unter anderem sprechen die von mangelnder technischer Ausrüstung.
Und mal so am Rande Ihr Engländer habt auch genug Scheisse in der Welt gebaut (Kolonien/Opiumkriege/Sklavenhandel/Irland
Falkland/Irak)
Klar haben wir auf Wunsch eines dummen Östereichers genug Scheisse gebaut das darf man auch nicht vergessen oder bestreiten.Aber das einzige was du bewiesen hast mit dem Kommentar ist das du nicht besonders weit denkst. Kritik sollte man akzeptieren und diskutieren.
Wirklich selten sowas dummes gelesen.
DarkJones (24.07.2007, 12:19 Uhr)
Ist Deutschland immernoch Naziland ?
Das was gmathol schreibt ist natürlich nichts weiter als eine Beleidigung. Na immerhin haben die Engländer keine 100millionen Juden Vergast und zwei Weltkriege vom Zaun gerissen. Das waren ja die Deutschen die sich anscheinend technologisch so hochwertig fühlen. Vielleicht sind sie das ja auch wenn es darum geht Gaskammern zu bauen, wer weiss.
Also wenn man keine Ahnung hat, lieber gmathol, einfach mal die Fresse halten. Ich erwarte das die Redaktion diesen Beitrag und den von gmathol entfernt.
gmathol (24.07.2007, 10:47 Uhr)
Ist Britannien technologisch auf der Hoehe?
Wohl eher nicht! Schon die Meisterung der Flutkatastrophe zeigt enorme Schwaechen.
Allerdings koennen diese britischen Helden ganze Voelker ausrotten und tun dies immer noch.
Merkel trifft sich mit einem britischen Premier der androht Iran zu ueberfallen?
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