Schiffe versenkt, Deich geschlossen

17. Juni 2013, 09:10 Uhr

Der wohl ungewöhnlichste Plan, gegen das Hochwasser vorzugehen, ist in Sachsen-Anhalt mit der Versenkung dreier Schiffe aufgegangen. Eine riesige Lücke im Deich bei Fischbeck ist nahezu geschlossen.

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Durch den Deichbruch bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt strömten seit Tagen ungehindert Wassermassen der Elbe ins Hinterland. Vor der Versenkung der Schiffe waren es nach Angaben des Krisenstabs mehrere hundert Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Inzwischen war Schätzungen zufolge eine Fläche von rund 200 Quadratkilometern überflutet. Zahlreiche Ortschaften mussten evakuiert werden, viele davon stehen inzwischen unter Wasser.

Noch am Samstagmorgen ordnete der Krisenstab die Evakuierung der Ortschaften Jederitz und Kuhlhausen an. Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Im Laufe des Samstags wurden dann in der Nähe der Ortschaft Fischbeck bei Stendal zunächst Panzersperren am Grund verankert. Dann wurden zwei antriebslose Lastkähne gesprengt und versenkt. Die Aktion verzögerte sich mehrfach, glückte aber. Am Sonntag wird eine dritte Schute versenkt, um die letzten Meter am geborstenen Deich zu schließen.

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