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Fast zwei Jahre nach der Wiederaufnahme des Holocaust-Leugners Richard Williamson in die katholische Kirche hat Papst Benedikt XVI.
Dem Vatikan ist die Erklärung des Pius-Bruders und Holocaust-Leugners Richard Williamson zu vage. Williamson hatte sich zuvor für seine Äußerungen über die Zahl der getöteten Juden entschuldigt. In Deutschland sorgen dagegen missverständliche Äußerungen eines anderen Bischofs für Wirbel.
David Berger war ein Shootingstar im Vatikan - bis er sich als homosexuell outete. Im stern.de-Interview kritisiert er Weltfremdheit und Demokratiefeindlichkeit des deutschen Papstes.
Überraschend deutliche Worte von Papst Benedikt XVI. in Israel: In einer Ansprache auf dem Flughafen von Tel Aviv forderte der Pontifex Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern. Ziel solle die Bildung zweier international anerkannter Staaten sein.
Auf seiner Nahost-Reise ist Papst Benedikt XVI. in Israel eingetroffen. Auf dem internationalen Flughafen bei Tel Aviv rief der Pontifex zum weltweiten Kampf gegen Antisemitismus auf. Israels Medien sehen die Reise schon jetzt als einen historischen Versöhnungsbesuch.
Die Gemüter hatten sich bereits wieder beruhigt, doch Kardinal Joachim Meisner heizt den Streit um die Papst-Kritik der Kanzlerin im Fall des Holocaust-Leugners Richard Williamson nun wieder an. Er kritisierte Angela Merkels Schelte als "größte Fehlleistung" und fordete sie auf, sich bei Bendedikt XVI. zu entschuldigen. Die Kanzlerin ließ ausrichten, es sei alles gesagt.
Der umstrittene Pius-Bruder Richard Williamson ist von Argentinen aufgefordert worden, das Land zu verlassen. Sollte der Holocaust-Leugner nicht binnen zehn Tagen abreisen, werde der südamerikanische Staat ihn ausweisen, heißt es. Mit seinen Äußerungen in einem Interview hat Williamson auch Papst Benedikt XVI. in Bedrängnis gebracht.
Es ist die deutlichste Stellungnahme des Papstes zum Fall des Holocaust-Leugners Richard Williamson: Vor einer jüdischen Delegation machte Benedikt XVI. klar, dass das Negieren der Judenvernichtung untragbar sei - vor allem für Geistliche. Derweil machten Willamsons Pius-Brüder wieder auf sich aufmerksam und fürchten den Untergang der katholischen Kirche in Deutschland.
Darf Bundeskanzlerin Angela Merkel Papst Benedikt XVI. öffentlich zur Klarstellung auffordern, dass Holocaust-Leugner in der katholischen Kirche nicht geduldet werden? Darf sie, sagen 71 Prozent der Deutschen. Der Papst selbst ist durch den Vorfall in der Gunst der Bürger gesunken.
Bundeskanzlerin Angela Merkel erhält in der Bevölkerung große Zustimmung für ihren Umgang mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche.
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