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1. April 2008, 20:11 Uhr

Polizei fahndet nach Fünfer-Clique

Im Zusammenhang mit dem tödlichen Holzklotzwurf von einer Brücke über der A 29 fahndet die Polizei nun mit einem Phantombild nach einer Gruppe Jugendlicher. Sogar in "Aktenzeichen XY" wird die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten.

Nach dieser Gruppe sucht die Polizei mit einem Phantombild: Vier bis fünf Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren© Polizei Oldenburg/AP

Im Fall des tödlichen Holzklotzwurfs auf der Autobahn 29 bei Oldenburg haben die Fahnder eine Gruppe von vier bis fünf Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Visier. Die überwiegend männliche Gruppe habe sich in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur Tat auf der Brücke aufgehalten, teilte die Polizei am Dienstagabend mit. Die Personen seien vermutlich zwischen 16 und 20 Jahren alt.

Zu der Gruppe gehörte laut Polizei eine große männliche Person, die mit einer hellen, schräg sitzenden Baseballkappe, einer hellen Hip-Hop-Jacke und einer dunklen Baggyhose bekleidet war. Eine weitere Person sei vermutlich weiblich gewesen und habe einen Pferdeschwanz gehabt. Mit Fahndungsplakaten versuchen die Ermittler nun, weitere Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten: An Tankstellen, Schulen, Geschäften und in Bussen würden Plakate ausgehängt.

Auch im Fernsehen fahndet die Polizei nach den Tätern: Am Mittwoch soll im ZDF um 20.15 Uhr in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" die Bevölkerung um Mithilfe gebeten werden. Am Ostersonntag war die 33-jährige Olga K. aus dem westfälischen Telgte auf dem Beifahrersitz eines Autos von einem sechs Kilogramm schweren Holzklotz getroffen und vor den Augen von Mann und zwei Kindern getötet worden. Der oder die Täter hatten den Klotz gegen 20 Uhr von einer Brücke im Norden von Oldenburg auf das Auto der Familie auf der A 29 geworfen.

Rund 150 Hinweise, 6000 Euro Belohnung

Die Ermittler der SOKO "Brücke" interessieren sich auch dafür, woher die Tatwaffe stammte: Nach jetzigem Ermittlungsstand habe es sich nicht um einen sogenannten Hauklotz gehandelt, der zum Spalten von Holz genutzt wird. Vielmehr sei es ein aus einem Stamm herausgesägtes Stück gewesen, das schon einige Zeit im Freien gelegen haben müsse, schrieb die Polizei. Die Polizei hat eine Belohnung von 6000 Euro ausgesetzt. Bisher sind rund 150 Hinweise eingegangen.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
Molch66 (02.04.2008, 11:49 Uhr)
Politisch motiviert? Sicher nicht!
Dass ich nicht lache! Das waren keine Tempo- und Sportwagenneider, das waren bekloppte, besoffene Jugendliche, die Größe und Stärke beweisen müssen. Wenn überhaupt eine politische Debatte angezettelt werden muss, dann über den Werteverfall der heutigen Gesellschaft.
Und jeder, der diesen Unsinn verharmlost und über die "armen Jugendlichen" spricht, soll sich einfach mal vorstellen, mit Tempo 120 (reicht völlig) über die Autobahn zu fahren, und von einer Sekunde auf die andere seine Frau zu verlieren, die vielleicht glücklich lachend auf dem Beifahrersitz saß. Mich persönlich erfüllt das mit Wut und Hass solch assozialem Pack gegenüber.
Clamaria (02.04.2008, 11:10 Uhr)
@AchazIII
Das wissen Sie doch gar nicht, warum die das gemacht haben. Politisch, dass ich nicht lache!! Die waren wahrscheinlich ange- bis besoffen. Das Opfer ist immer noch die tote Frau und deren Familie, das darf man nicht vergessen. Ich kann mir auch kein Auto leisten und stehe trotzdem nicht hasserfüllt auf Autobahnbrücken.
AchazIII. (02.04.2008, 11:00 Uhr)
Die Politik und die Gesellschaft werfen auch ständig
Warum sollen die Kinder einer Gesellschaft besser sein als die Gesellschaft selbst?
Sicher kann man jetzt nach alter deutscher Art mittels Aktenzeichen XY die Symptome bekämpfen und möglicherweise sogar die Täter fassen.
Aber hilft uns das weiter?
Wer mittels kommunistister Neiddebatte Tempo 130 auf den deutschen Autobahnen einführen und dem deutschen Sportwagenfahrer die Lust am Tempo vermiesen will, der darf sich nicht wundern, wenn "Autobahnhasser" herang gezogen werden. Der geworfene Holzklotz ist ein höchst politischer. Die Verantwortlichen sind nicht nur die Jugendliche - sie sind Verführte.
RomanTicker (02.04.2008, 10:56 Uhr)
Sensationsjournalismus
Wenn die Medien derartige Tragödien nicht ausschlachteten, gäbe es deutlich weniger Vorfälle dieser Art. Das gleiche gilt bei Amokläufen. Die Täter wollen doch mit Extremtaten Aufmerksamkeit erregen.
Georges13437 (02.04.2008, 09:27 Uhr)
Kranke Gesellschaft?
Egal wer diese scheußliche Tat begangen hat, er wird nicht ewig schweigen können. Es wird Zeit, dass die menschliche Gesellschaft einen moralischen Wandel erlebt. Wenn man aber wiederum ehrlich ist, so waren die Menschen zu keiner Zeit und im Allgemeinen humanistisch eingestellt. Menschen sind so unvollkommen, dass es meistens nur Ansätze eines friedlichen Miteinander gibt. Der Mensch und Gewalt ist letztendlich eine unendliche Geschichte.
MfG Georges P.
Lelou (02.04.2008, 09:16 Uhr)
Hier nochmal richtig.
@AH.Maurer
Wieso eigentlich "Holzklotz in der Hose"? Ich würde sagen, es sieht eher so aus, als würde er ein Fahrrad schieben.
Lelou (02.04.2008, 09:15 Uhr)
@AH.Maurer
Wieso eigentlich "Hosenklotz in der Hose"? Ich würde sagen, es sieht eher so aus, als würde er ein Fahrrad schieben.
Slaanesh (02.04.2008, 08:36 Uhr)
Jugendliche
Harte Strafe ja - aber wenn es sich um Jugendliche handelt, dann nach Jugendstrafrecht.
babylon (02.04.2008, 07:32 Uhr)
Harte Strafe
Immerhin ist ein mensch getötet worden, es hätte auch noch viel schlimmer kommen können, das sollte man nicht vergessen. Ich hoffe auf eine sehr harte Strafe, aber bei unserer Labberjustiz wird es wohl bei 3 Wochen Laubharken bleiben.
wintersaint (02.04.2008, 04:49 Uhr)
@CeeTo
Wie soll denn eine gerechte Strafe dfür aussehen? Wirklich ein komplizierter Fall. Aber die ganzen Nachahmer beweisen, dass die Medien darüber GAR nicht mehr berichten sollten. DIe Täter werden auch so gefunden. Wenn es mehrere waren labert einer früher oder später.
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