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15. April 2009, 11:07 Uhr

Piraten greifen US-Frachter mit Granaten an

Somalische Piraten haben erneut einen amerikanischen Frachter angegriffen. Laut US-Medien attackierten die Seeräuber die "Liberty Sun" mit Granaten und automatischen Waffen. Das Schiff konnte entkommen und flüchtete sich in die Obhut eines US-Zerstörers.

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Der US-Frachter "Liberty Sun" (Archivbild) ist vor der Küste Somalias nur knapp einem Piratenüberfall entkommen© Reuters

Ein US-Schiff ist einem Piratenüberfall am Horn von Afrika entkommen. Die Besatzung der "Liberty Sun" blieb nach Angaben des Schiffseigners unverletzt, das Schiff wurde aber beschädigt, als die Piraten den Frachter mit automatischen Waffen und Granaten beschossen.

Die "Liberty Sun" war mit Hilfsgütern auf dem Weg von Houston in Texas nach Mombasa in Kenia. Der Besatzung gelang es, den Seeräubern dank geschickter Ausweichmanöver zu entkommen, wie ein Sprecher der US-Marine später in Bahrain am Stützpunkt der 5. Flotte mitteilte. "Das kann alles Mögliche sein: vom Zick-Zack-Kurs bis zum Beschleunigen und solchen Dingen. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass dies sehr effektiv ist."

Als das Kriegsschiff "USS Bainbridge" die "Liberty Sun" rund fünf Stunden nach der Meldung des Überfalls am Dienstag erreichte, waren die Piraten bereits wieder verschwunden.

Zuvor hatten sich dramatische Szenen an Bord des Frachters abgespielt. "Wir werden von Piraten angegriffen, wir werden von Raketen getroffen", schrieb Besatzungsmitglied Thomas Urbik in einer E-Mail an seine Mutter. "Wir haben uns im Maschinenraum verbarrikadiert. Bislang ist niemand verletzt. Eine Rakete hat das Bugschott durchdrungen, das Loch ist aber klein. Kleines Feuer, aber gelöscht."

Fregatte kapert Piratenboot

Unterdessen griff die französische Fregatte "Nivôse" im Indischen Ozean erstmals ein kleines Piraten-Mutterschiff an und nahm elf Seeräuber fest. Das zehn Meter lange Piratenschiff sei etwa 900 Kilometer östlich von Mombasa abgefangen worden, teilte das Pariser Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Es habe zwei kleine Boote für den Angriff auf Schiffe und 17 Fässer mit je 200 Liter Treibstoff an Bord gehabt. Die Seeräuber würden auf der "Nivôse" festgehalten.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Gisella (15.04.2009, 16:36 Uhr)
hey-malt
der erste part des kommentares ist ja o.k.-allerdings der zweite war unnötig-die amis kamen erst, als alles schon in scherben lag-wie immer -rein in alle kriege-das können sie gut. daher , keine sorge, die kriegen auch die piraten in den griff.
H.Brand (15.04.2009, 15:00 Uhr)
Ein Armutszeugnis für die Weltgemeinschaft ...

Es ist doch unbegreiflich, dass die Menschheit sich heutzutage ein derartiges Piratentum gefallen lässt.
Hier hilft folgendes:
1. Keine Lösegeldzahlungen mehr! In keinem Fall und nicht einen Cent! Denn mit dem Geld kaufen sich die Piraten nur noch mehr Schiffe und noch mehr Waffen. Durch jede Lösegeldzahlung macht man sich mitschuldig an den nächsten Überfällen.
2. Aufstockung der Kriegs-Marine-Schiffe (mit UNO-Mandat) zur Sicherstellung eines freien Seeweges. Ausstattung der Schiffe mit Waffen, die die Piraten in Grund und Boden schießen können, wenn eine Festnahme nicht möglich ist! Niederschlagung und Abwehr jeden Angriffs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
3. Verfolgung von Piraten-Schiffen mit Flugzeugen und Abschuss und Versenkung dieser Schiffe, wenn sich die Piraten einer Festnahme widersetzen!
4. Null Toleranz mit diesen Seeräubern und Bekämpfung mit allen rechtlich zulässigen Mitteln und auf allen Ebenen.
-HB-
knilch_59 (15.04.2009, 13:48 Uhr)
Das wird sich erst ändern,
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sobald die Versicherer diese Risiken nicht mehr abdecken und die Reedereien das Lösegeld aus eigener Tasche zahlen müssen. Gerade in der Wirtschaftskrise ist es doch gar nicht schlecht, wenn mal eine Ladung ausfällt oder zu spät ankommt. Die Menschen an Bord sind doch den Reedern ziemlich gleichgültig – dafür gibt es auf dem internationalen Arbeitsmarkt genügend Nachschub.
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Läuft doch alles prima: die Verhandlungskanäle zwischen den Entführern und den Reedereien sind etabliert, die Tarife für die Freilassung samt der Vermittlungsprovisionen für die Zwischenstationen sind ausgehandelt, drumrum ein bisschen Theaterdonner und martialischer Auftritt mit Waffen, … Ist zwar menschenverachtend, aber wen interessiert das schon? Hauptsache, das Geschäft läuft!
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Das zeigt sich schon daran, dass die Welt überhaupt kein Interesse an einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Piraten hat: erzähle mir keiner, dass es in Zeiten von GPS und Spionagesatelliten nicht möglich sein soll, deren Schiffe eindeutig zu identifizieren, zu verfolgen und vom Hubschrauber aus zu versenken. Erzähle mir auch keiner, dass es nicht möglich sein soll die Häfen zu blockieren, so dass die Piratenkapitäne gar nicht wieder auslaufen können. Könnte es sein, dass sogar die Piratenschiffe versichert sind und deshalb gar nicht versenkt werden dürfen, einfach weil das den Westen teuer käme?
chapultepec (15.04.2009, 13:39 Uhr)
Yes: nuclear waste. As soon as the government was gone, mysterious European ships started appearing off the coast of Somalia, dumping vast barrels into the ocean
"...A spokesman for the United Nations Environment Program (UNEP), Nick Nuttall, told VOA that for the past 15 years or so, European companies and others have used Somalia as a dumping ground for a wide array of nuclear and hazardous wastes.
"There's uranium radioactive waste, there's leads, there's heavy metals like cadmium and mercury, there's industrial wastes, and there's hospital wastes, chemical wastes, you name it,” he said. “It's not rocket science to know why they're doing it because of the instability there."
Mr. Nuttall said, on average, it cost European companies $2.50 per ton to dump the wastes on Somalia's beaches rather than $250 a ton to dispose of the wastes in Europe..."
http://www.voanews.com/english/archive/2005-02/2005-02-23-voa23.cfm
"...In 1991, the government of Somalia collapsed. Its nine million people have been teetering on starvation ever since – and the ugliest forces in the Western world have seen this as a great opportunity to steal the country's food supply and dump our nuclear waste in their seas.
Yes: nuclear waste. As soon as the government was gone, mysterious European ships started appearing off the coast of Somalia, dumping vast barrels into the ocean. The coastal population began to sicken. At first they suffered strange rashes, nausea and malformed babies. Then, after the 2005 tsunami, hundreds of the dumped and leaking barrels washed up on shore. People began to suffer from radiation sickness, and more than 300 died..."
http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/johann-hari/johann-hari-you-are-being-lied-to-about-pirates-1225817.html
Airstream (15.04.2009, 12:16 Uhr)
Tja
Piraterie löst den Terrorismus ab, zumindest momentan. Ich denke Konvois wären aber nicht gerade Optimal, zumindest wirtschaftlich wohl ein Problem. Man kann nicht erst die Schiffe alle versammeln und dann gemeinsam fahren lassen, aufgrund von Termindruck etc. kann sich das keine Reederei leisten ein Schiff wohlmöglich 1 bis 2 Tage irgendwo rumdümpeln zu lassen damit dieses auf die anderen Schiffe warten kann um dann in einem Konvoi zu fahren. Da geht man wohl lieber das Risiko ein von Piraten angegriffen zu werden...
Malt (15.04.2009, 11:45 Uhr)
Warum...
...der Seeverkehr vor Somalia nicht in Konvois abgefertigt wird ist mir nach wie vor ein Rätsel... 20 Schiffe, ein Zerstörer... Problem gelöst!
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Hätten sich die Alliierten im 2.WK genauso doof angestellt, wäre vermutlich nicht ein einziger US Soldat in England angekommen...
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