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31. August 2009, 15:36 Uhr

Neuer Blei-Skandal in China

Es ist bereits der dritte Fall in diesem Monat: Erneut haben Hunderte Kinder in China eine Bleivergiftung erlitten. Verantwortlich für die Erkrankung sind offenbar erneut Industrieunternehmen.

Bleivergiftung, China, Kinder

Blei im Blut: In Shaanxi mussten Anfang des Monats über 150 Kinder ins Krankenhaus eingeliefert werden© Andy Wong/AP

Mehr als 200 Kinder aus der Nachbarschaft eines chinesischen Industriegebiets leiden staatlichen Medienberichten zufolge an Bleivergiftung. Nachdem es in China in diesem Monat bereits zwei ähnliche Fälle gegeben hatte, wiesen die Gesundheitsbehörden nun im Blut von Kindern aus der Stadt Kunming im Südwesten des Landes erhöhte Mengen des giftigen Schwermetalls nach, wie "China Daily" am Montag berichtete.

Anders als das zuständige Umweltschutzamt, das Abgase für die Vergiftung verantwortlich macht, beschuldigen die Eltern der betroffenen Kinder eine nahe gelegene Industrieanlage. "Tausende von Kindern leben in dieser Gegend", zitiert die staatliche Tageszeitung "China Daily" eine Mutter. "Da frage ich mich, warum nur die Kinder aus der Umgebung des Industriegebiets zu viel Blei in ihrem Blut haben."

In der nordwestlichen Provinz Shaanxi mussten Anfang des Monats über 150 Kinder ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem dort bei mehr als 800 Kindern gefährliche Mengen von Blei im Blut gemessen wurden. Alle Betroffenen lebten in der Nähe einer Metallhütte. Auch in den Provinzen Hunan, Henan, Yunnan und Guandgong gab es derartige Probleme.

Reuters
 
 
 
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