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Hurrikan "Gustav" ist an der Golfküste der USA angekommen. Mit Windgeschwindigkeiten von fast 180 Stundenkilometern und heftigen Niederschlägen traf er die Küste von Louisiana rund 110 Kilometer südwestlich der Großstadt New Orleans. Zuvor hatte "Gustav" jedoch bereits an Kraft verloren. In New Orleans macht sich vorsichtiger Optimismus breit.
Millionen Flüchtlinge haben New Orleans und die vom Hurrikan "Gustav" gefährdeten Gebiete verlassen. Manche von ihnen sind nicht weit gekommen, sie harren in Notunterkünften aus. Viele haben bereits "Katrina" überlebt - doch was jetzt kommt, wissen sie nicht. Aus dem Bundesstaat Louisiana berichtet stern-Korrespondent Jan Christoph Wiechmann.
Hurrikan "Gustav" ist mit heftigen Regenfällen über die Karibikinsel Haiti hinweggezogen. Der Regen hat einen Erdrutsch ausgelöst und ein Haus begraben. Dabei sind drei Menschen gestorben. Insgesamt sind durch den Hurrikan bisher mindestens elf Menschen ums Leben gekommen.
"Gustav" hat die Menschen in New Orleans und an der US-Golfküste weitgehend verschont. Obwohl sich der Hurrikan stark abgeschwächt hat, bleiben die US-Bundesstaaten Louisiana und Mississippi vorerst Notstandsgebiete. Auch Sturm "Hanna", der sich vorübergehend zum Hurrikan entwickelt hatte, flaute wieder ab.
Die äußerste Spitze des Hurrikans "Gustav" hat die US-Küste am Golf von Mexiko erreicht. Dem Radar zufolge zieht der Wirbelsturm derzeit über das Delta des Mississippi-Flusses in Richtung New Orleans. Aus Angst vor dem Sturm haben sich fast zwei Millionen Menschen aus den gefährdeten Gebieten des US-Bundesstaats Louisiana in Sicherheit gebracht.
Erst fegte "Hurrikan" Gustav über den Süden der USA hinweg, dann kam auch noch die Schwangerschaftsaffäre um Sarah Palins Tochter hinzu. Der Parteitag der Republikaner in Minneapolis-St.Paul steht unter keinem guten Stern. Statt pompöser Krönungszeremonie wie bei den Demokraten, wird es wohl nur einen kleinen Parteitag geben.
Auf Haiti brachte Hurrikan "Ike" bereits Tod und Verwüstung, nun ist Kuba dran: Leicht abgeschwächt, aber immer noch mit zerstörischer Kraft wütet der Wirbelsturm über der kommunistischen Insel und rollt Richtung der Millionenstadt Havanna. Fidel Castro spricht von einem "Kriegszustand".
In der Karibik bedrohen schon wieder neue Wirbelstürme die Menschen, während in New Orleans noch die Schäden von Hurrikan "Gustav" beseitigt werden. Auf Haiti kamen durch Sturm «Hanna» mindestens 19 Menschen ums Leben. Jetzt sind "Ike" und "Joesphine" im Anmarsch.
Den Strategen der US-Republikaner steht der Schweiß auf der Stirn: Erst wirbelt Hurrikan "Gustav" ihren Parteitag durcheinander, dann gerät die frisch gekürte Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Partei reagiert mit Geschlossenheit, doch die Medien bringen immer neue Details ans Tageslicht, die an Palins Sauberfrau-Image kratzen.
Kaputte Schaufenster und zerstochene Autoreifen: Das ist das Ergebnis von Protesten am Rande des Parteitages der Republikaner. 284 Menschen wurden festgenommen. Die Demonstration gegen den Irakkrieg hatte zunächst friedlich begonnen.
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