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23. August 2010, 14:31 Uhr

Bundespolizei untersucht Notfallmanagement der Bahn

Die Deutsche Bahn ist nach der ICE-Panne in einem Tunnel bei Vaihingen an der Enz ins Visier des Eisenbahnbundesamtes und der Bundespolizei geraten. "Wir konzentrieren unsere Untersuchungen auf das Notfallmanagement der Bahn", sagte ein Sprecher des Eisenbahnbundesamtes.

Die Deutsche Bahn ist nach der ICE-Panne in einem Tunnel bei Vaihingen an der Enz ins Visier des Eisenbahnbundesamtes und der Bundespolizei geraten. "Wir konzentrieren unsere Untersuchungen auf das Notfallmanagement der Bahn", sagte ein Sprecher des Eisenbahnbundesamtes am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

Nach derzeitigem Stand geht die Untersuchungsstelle davon aus, dass das Problem beim Stromabnehmer im Triebfahrzeug lag. Dieser leitet den Strom von der Oberleitung in den Zug. Auch die Bundespolizei befasst sich mit der Panne: Nach Auskunft einer Sprecherin wird untersucht, ob ein Fehlverhalten seitens der Bahn oder von Mitarbeitern vorliegt.

Die Panne zeigt nach Ansicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dass die Bahn in kritischen Situationen überfordert ist. "Die Sicherheitskonzepte der Bahn sind offensichtlich untauglich. Wenn schon ein solch banaler Vorfall so schwerwiegende Folgen hat, wollen wir uns gar nicht vorstellen, was bei einem Fahrzeugbrand passieren wird", sagte Stefan Buhl, Vorsitzender von Pro Bahn in Baden- Württemberg. "Die Sicherheitskonzepte der Bahn müssen auf den Prüfstand."

Am Sonntag war ein ICE mit 420 Passagieren an Bord im Pulverdinger Tunnel bei Vaihingen an der Enz in Baden-Württemberg steckengeblieben. Ein Abschleppversuch scheiterte. Die Gäste mussten stundenlang bei ausgefallener Klimaanlage ausharren. Etwa sieben bekamen Kreislaufprobleme, eine Frau ist immer noch im Krankenhaus.

Erst letzte Woche machte die Bahn Schlagzeilen, nachdem ein ICE im Pfälzerwald mit einem Müllwagen zusammengestoßen war.

DPA
 
 
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