Tierschützer filmen heimlich Legebatterien

16. März 2013, 13:16 Uhr

Katastrophale Zustände: In zwei Betrieben in Italien werden Hühner in Legebatterien gehalten - obwohl dies in der EU seit Januar verboten ist. Tierschützer haben erschreckende Aufnahmen gedreht.

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Dicht gedrängt und unter katastrophalen Verhältnissen fristen Legehennen ihr Dasein. Tierschützer haben in Italien erschreckende Aufnahmen in zwei Zuchtbetrieben gedreht. mehr...

Trotz eines am 1. Januar vergangenen Jahres in Kraft getretenen EU-Verbots haben sich die Betreiber mit den herkömmlichen Legebatterien auf dem Markt einen Vorteil verschaffen können, fallen solche Haltebedingungen doch deutlich günstiger aus.

Die Aufnahmen zeigen Hennen, die auf Maschendraht stehen und denen zum Großteil die Schnäbel gestutzt wurden. Weniger aggressiv sollen sie dadurch werden, sich durch den Stress nicht selbst verletzen oder gegenseitig attackieren. Doch trotz der fragwürdigen Maßnahme werden Tiere hier mitunter zu Kannibalen, fallen übereinander her. Lebende Hühner stehen neben toten, die gelegentlich entfernt und dann in Containern gesammelt werden. Tageslicht sucht man in diesem Raum mit dicht gedrängten Käfigen vergeblich. An ein natürliches Verhalten der Tiere selbst nicht zu denken.

Nachdem die Tierschützer diese Aufnahmen drehten, haben sie die Behörden alarmiert. Die Betriebe sollten umgehend geschlossen werden. Die Aktivisten drängen auch die Europäische Kommission, ein Verstoßverfahren durch die Einführung hoher Geldstrafen zu verschärfen. In welchen Ländern die Eier in den Verkauf gingen, ist bislang unklar. Schließen