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11. Juni 2010, 09:42 Uhr

Vermisste 16-jährige Weltumseglerin wohlauf

Große Erleichterung bei Abby Sunderlands Familie: Die mitten im Indischen Ozean in Seenot geratene 16-jährige Weltumseglerin ist geortet. Ihr Boot sei zwar beschädigt, Abby gehe es aber gut. Nun wartet der Teenager auf Rettung.

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Abby Sunderland, hier bei ihrem Start zur Weltumsegelung am 23. Januar in Marina del Rey am Pazifik in Kalifornien, geriet im Indischen Ozean in Seenot© Richard Hartog/AP

Riesenerleichterung bei Familie Sunderland in Kalifornien: Ihre 16-jährige Tochter Abby ist bei einem Solo-Segeltörn mitten im Indischen Ozean in Seenot geraten, aber nach Stunden der Ungewissheit wohlauf gefunden worden. Retter entdeckten Abbys im Sturm beschädigte Jacht "Wild Eyes" am Freitag zwischen Madagaskar und Australien von einem Flugzeug aus und nahmen Funkkontakt mit ihr auf. Ein französisches Fischerboot ist auf dem Weg zur Unglücksstelle. Es sollte am Samstagvormittag (MESZ) dort eintreffen.

"Sie haben sich versichert, dass Abby nicht verletzt ist", berichtete Vater Laurence Sunderland erleichtert im australischen Rundfunk. Er hatte zunächst befürchtet, dass der Kiel der Jacht gebrochen war. Das bestätigte sich nicht. "Das Boot ist nicht umgekippt", sagte Sunderland. Seine Tochter sei in Sicherheit und warte auf Rettung. Sie habe einen warmen Anzug, Trinkwasser und Notrationen.

Abby kämpfte gegen sechs Meter hohe Wellen

Abbys Versuch, als jüngster Mensch allein um die Welt zu segeln, ist damit gescheitert. "Zu wissen, dass sie lebt und es ihr gut geht, bedeutet uns mehr als jeder Segelrekord", sagte der Vater.

Der Teenager hatte in der Nacht zum Freitag während eines Sturms zwei Notsignale ausgesandt. Die australische Behörde für Meeressicherheit (AMSA) schickte von Perth aus sofort ein Flugzeug mit Experten an Bord in das Unglücksgebiet. Sie entdeckten die Jacht rund 3700 Kilometer westlich der australischen Westküste. Nach Angaben der Behördensprecherin waren die Wetterverhältnisse schwierig. Heftige Winde peitschten das Meer zu sechs Meter hohen Wellen auf.

Solo-Segler im jünger

Abby Sunderland war am 23. Januar in Marina del Rey am Pazifik in Kalifornien losgesegelt. Sie war eigentlich dem Rekord der Australierin Jessica Watson auf den Spuren, die Mitte Mai als jüngste Nonstop-Solo-Weltumseglerin Schlagzeilen gemacht hatte. Abby war ein paar Monate jünger, als sie startete. Ende April musste sie in Südafrika wegen einer Reparatur an Land gehen, einen Monat später segelte sie von Kapstadt aus weiter.

Watson war bei ihrer Rückkehr nach Sydney wenige Tage vor ihrem 17. Geburtstag gefeiert worden. Doch hatte ihr Abenteuer eine heftige Debatte darüber ausgelöst, ob so junge Menschen allein solch gefährliche Touren unternehmen sollten. Im vergangenen Jahr hatten niederländische Gerichte Laura Dekker gestoppt. Die damals 14-Jährige wollte ebenfalls allein um die Welt segeln.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
Hans-aus-Brasil (12.06.2010, 14:59 Uhr)
@bodomir
Hier eignet sich keiner Kompetenz an. Es geht nur darum das hier eine 16 jährige alleine eine Weltumseglung machen wollte mit Zustimmung der Eltern und jetzt fast verunglückt wäre. Wäre sie ums Leben gekommen wäre auch ihr Kommentar anders ausgefallen.
bodomir (11.06.2010, 18:06 Uhr)
Landratten ohne Ahnung...
... aber mit hoher Kommentierungskompetenz! Segelyacht gerät in Sturm und Seenot, die Skipperin scheint ruhigen Kopf bewahrt und sich richtig verhalten zu haben, was ist jetzt das Problem? Die Bergungskosten werden in Rechnung gestellt, dafür gibt es spezielle Versicherungen. Die Eventualitäten eines Seenotfalls wurden bei der Törnvorbereitung sicherlich sehr gründlich durchgegangen.
nichtsfuerungut (11.06.2010, 15:53 Uhr)
...das ist doch alles garnichts
mein Sohn mit 2,4 Jahren sticht am Sonntag mit seinem Kinderwagen in See. Die Weltumrundung sollte mit dem Gewinn der Fussball WM abgeschlossen sein.
goofy4 (11.06.2010, 15:51 Uhr)
Zahlen lassen
Die Rettungsaktion sollte von den Eltern bezahlt werden müssen. Wer so etwas zulässt dem ist nicht mehr zu helfen und sollte nicht auch noch in den Medien gepusht werden. Wenn die jetzt mal ein paar Tausender abdrücken müssen überlegt es sich die nächste vielleicht etwas gründlicher.
butcher99 (11.06.2010, 11:17 Uhr)
hoffentlich
werden Lehren daraus gezogen, aber es ist zu befürchten dass die geldgeilen Sipnner auf dieser Welt nicht aussterben, die Medien tragen hilfreich dazu bei.
Hinnak (11.06.2010, 10:50 Uhr)
AW: Oh welch Wunder
Hallo, Helly. Ja, und was soll uns das nun sagen?
Helly (11.06.2010, 09:34 Uhr)
Oh welch Wunder
Der Stern ist mal wieder der letzte...

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,700060,00.html
Helly (11.06.2010, 09:30 Uhr)
Selbst schuld
Wer mit 16 meint, er müsse die Welt allein umsegeln, hat sowieso nicht mehr alle Latten am Zaun. Kein Mitleid, nur Resignation.

Wahrscheinlicher ist aber ein PR-Gag.
sebale1 (11.06.2010, 09:07 Uhr)
Was soll das ...?
publicity - oder Geld geile Elltern unterstützen den sinnlosen Kick eine unreifen Teenagers - und der Stern hält das auch noch für wichtig !

Die Eltern müssen bestraft werden, ihr Kind bewusst der Gefahr auszusetzen.
möglich ist es noch, dass die ganze Geschichte jetzt inszeniert ist, damit die dummen Medien- die auf allen Mist anspringen - für die geldbringende Publicity sorgen

Pervers das ganze ...
marcelrot1 (11.06.2010, 09:02 Uhr)
So musste es früher oder später kommen!!
Wie müssen sich die Familienangehörigen fühlen, in dem Wissen, ihr eigenes Kind auf dem Gewissen zu haben.
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