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27. Januar 2012, 08:15 Uhr

16 Kilo Kokain in angeblicher Diplomatenpost gefunden

Eine Lieferung von 16 Kilogramm Kokain an das UN-Hauptquartier hat in New York für Aufsehen gesorgt. Die Drogen erreichten die UN versteckt in 14 Büchern und haben einen Marktwert von mehr als einer Million Euro.

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Der Fund von 16 Kilogramm Kokain überraschte Mitarbeiter der UN in New York© Malte Christians/DPA

Fast 16 Kilogramm Kokain sind in einer angeblichen Diplomatenpost im UN-Hauptquartier in New York entdeckt worden.

Wie die Vereinten Nationen erst am Donnerstag (Ortszeit) mitteilten, waren die beiden verdächtigen Säcke bereits zehn Tage zuvor in der Poststelle der Weltorganisation aufgetaucht. Weil die Taschen verdächtig aussahen, untersuchten UN-Mitarbeiter sie und fanden dabei das Rauschgift im Straßenverkaufswert von mehreren Millionen Dollar.

Die beiden Beutel trugen ein UN-Symbol, sahen aber nicht wie die übliche Diplomatenpost aus. In den Säcken waren 14 ausgehöhlte Bücher, in jedem fand sich gut ein Kilo Kokain. Offenbar hatten Schmuggler gehofft, dass ihre Konterbande für Diplomatenpost gehalten wird, die nicht durchsucht werden darf.

Von Mexiko nach New York

UN-Sprecher Martin Nesirky sagte, dass der Fund "in keiner Beziehung zu den Vereinten Nationen" stehe. Die Säcke seien zwar innerhalb des UN-Geländes gefunden worden, wurden aber offenbar nicht aus einer anderen UN-Behörde verschickt. Deshalb ermittle die New Yorker Polizei und nicht die Sicherheitsbehörde der UN.

Die Beutel seien vom Paketdienst DHL aus Mexiko zunächst nach Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio gebracht worden, sagte ein Sprecher der New Yorker Polizei. Da sich weder eine Adresse noch ein Absender auf den kleinen Säcken befunden habe, hätten sich die DHL-Mitarbeiter dort aufgrund des UN-Zeichens wohl gedacht, die Fracht einfach an das UN-Hauptquartier in New York weiterzuleiten. Mittlerweile geht die Polizei davon aus, dass die Beutel Mexiko eigentlich nie verlassen sollten. Der Wert des Kokains entspricht Experten zufolge zwei Millionen Dollar (gut 1,5 Millionen Euro).

DPA/AFP
 
 
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