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1. Dezember 2011, 08:49 Uhr

Nordkorea und Somalia sind korrupteste Länder der Welt

Schmiergelder, Wahlmanipulationen, Vorteilsnahme - die Organisation Transparency International hat ein Ranking der korruptesten Länder der Welt vorgelegt. Deutschland kommt vergleichsweise gut weg.

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Blick auf ein Wohngebiet von Pjöngjang. Nordkorea bildet gemeinsam mit Somalia das Schlusslicht des Korruptions-Rankings von Transparency International© Ulrike John/DPA

Nirgendwo auf der Welt ist nach Erkenntnissen von Transparency International die Korruption größer als in Somalia und Nordkorea. Für die Anti-Korruptions-Organisation bilden sie mit der Bewertung 1,0 das gemeinsame Schlusslicht einer 183 Länder umfassenden Liste. Auf der Transparency-Bewertungsskala von null (höchst korrupt) bis zehn (sehr sauber) erreicht Neuseeland 9,5 und ist damit das Land, in dem es am wenigsten korrupt zugeht. Die EU-Länder Finnland und Dänemark (je 9,4) sind dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen. Deutschland (8,0) erreicht mit Japan Rang 14. Die USA kamen auf Platz 24, Russland verbesserte sich vom 154. auf den 143. Rang.

Korruption plage unverändert viele Länder, erklärte Transparency International bei der Vorlage seines Jahresberichts am Donnerstag. Gründe für viele Proteste in der Welt seien die Verschwendung öffentlicher Mittel, Schmiergeldzahlungen und undurchschaubare Entscheidungsprozesse. Ganz gleich, ob es um die Krise der Euro-Zone oder die Volksaufstände in der arabischen Welt gehe, müssten die Politiker Forderungen nach besserem Regierungshandeln erfüllen, sagte die Transparency-Vorsitzende Huguette Labelle.

Zwei Drittel der von der Organisation unter die Lupe genommenen Länder erreichten weniger als 5,0 Punkte. So liegen die meisten Länder des "Arabischen Frühlings" in der zweiten Hälfte der Liste und werden geringer als 4,0 bewertet. Und unter den EU-Ländern rangieren jene Staaten der Euro-Zone am unteren Ende der Skala, die auch wegen Fehlschlägen im Kampf gegen Korruption und Steuerhinterziehung von der Schuldenkrise besonders hart getroffen wurden. Italien und Griechenland nehmen die Plätze 69 beziehungsweise 80 ein.

kng/DPA
 
 
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