31. Juli 2012, 18:50 Uhr

Nichts fährt mehr

Ein Stromausfall legt halb Indien lahm: Hunderttausende stecken in Zügen fest. In Neu Delhi muss die Metro evakuiert werden. Krankenhäuser werfen Notstromgeneratoren an. Bilder aus dem Chaos.

Fotostrecke 7 Bilder
©

Es ist der wohl schwerste Stromausfall in der Geschichte Indiens: Hunderte Millionen Menschen waren am Dienstag erneut ohne Elektrizität. Mehr als die Hälfte der 1,2 Milliarden Inder - von denen allerdings knapp 300 Millionen nicht ans Stromnetz angeschlossen sind - war betroffen. In dem aufstrebenden Land, das schneller wächst als sein Stromnetz, hatte es bereits am Montag einen gigantischen Blackout gegeben.

Nach Regierungsangaben fielen am Dienstag die Netze im Norden, Nordosten und Osten des Landes aus. Indische Medien berichteten, in 19 der 35 indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien - darunter auch in der Hauptstadt Neu Delhi - habe es stundenlang keine Elektrizität gegeben.

Mehrere hunderttausend Menschen steckten in Fernverkehrszügen fest, die wegen der Stromausfälle stehen geblieben waren. Nur wenige Betroffene nahmen es mit einem Lächeln, wie diese Schulmädchen nahe des Bahnhofs von Sealdah.

MEHR ZUM ARTIKEL
Indiens veraltete Netze Stromversorgung wieder vollständig hergestellt

Rund 600 Millionen Inder mussten am Dienstag ohne Elektrizität auskommen. Nun konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden - doch das Netz kann jederzeit wieder zusammenbrechen.

Fluss Brahmaputra in Indien Fährunglück fordert über 200 Menschenleben

Das Boot war völlig überfüllt und brach bei einem Sturm in zwei Teile. Bei einem Fährunglück auf dem indischen Fluss Brahmaputra sind vermutlich mehr 200 Menschen ums Leben gekommen.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2013)
Hoffen oder handeln?