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12. Juni 2010, 13:07 Uhr

16-jährige Weltumseglerin aus Seenot gerettet

Die in Seenot geratene Weltumseglerin Abby Sunderland ist in Sicherheit. Ein französisches Fischerboot soll die 16-Jährige nun auf die Insel La Reunion bringen. Zuvor hatte die Amerikanerin einen Notruf abgesetzt, nachdem ihre Funkverbindung unterbrochen worden war. Die Eltern verteidigen derweil ihre tollkühne Tochter.

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Die Weltumseglerin Abby Sunderland vor ihrem Solo-Versuch. Nach ihrem Notruf ist die 16-Jährige nun in Sicherheit© Lisa Gizara/EPA/DPA

Die 16 Jahre alte Weltumseglerin Abby Sunderland ist am Samstag aus ihrer Seenot im Indischen Ozean gerettet worden. Dies teilten die australischen Behörden mit. Der amerikanische Teenager hatte am Donnerstag Notrufsignale abgesetzt, nachdem die Funkverbindung zu ihren Eltern abgerissen war.

Ein australisches Passagierflugzeug ortete sie am Freitag. Die australische Seerettung koordinierte daraufhin die Hilfsmaßnahmen aus der Luft. Ein französisches Fischerboot sowie ein Tanker und ein Handelsschiff hatten Kurs auf die Schiffbrüchige genommen. Das Fischerboot soll die Seglerin nun auf die Insel La Reunion östlich von Madagaskar bringen. Die Behörden schätzen die Kosten der Rettungsaktion auf rund eine halbe Million Dollar.

Die Eltern von Abby Sunderland haben derweil Kritik am Weltrekordversuch ihrer Tochter zurückgewiesen. "Fakt ist, egal ob ein Teenager, eine junge Erwachsene oder eine Person mittleren Alters unterwegs ist, es hat immer wieder zahlreiche Rettungsaktionen gegeben", sagte Laurence Sunderland in einem Fernsehinterview. Als Beispiel führte er die französische Weltumseglerin Isabelle Autissier an, die 1999 im Pazifik von ihrer Yacht gerettet werden musste.

Medien werfen Eltern Verantwortungslosigkeit vor

Sunderland betonte, man könne weder Abby noch irgendjemand anderem verbieten loszusegeln, nur weil sie oder einige andere gerettet werden müssten. "Wie viele Jugendliche sterben jedes Jahr bei Autounfällen? Sollten wir ihnen deshalb das Autofahren verbieten?", fragte Laurence Sunderland.

US-Medien hatten den Eltern Verantwortungslosigkeit vorgeworfen, Segelexperten den Rekordversuch aufgrund der schweren Winterstürme im Indischen Ozean als tollkühn bezeichnet. "Ich weiß nicht, was eine 16-Jährige mitten im Winter auf hoher See macht", sagte der australische Weltumsegler Ian Kiernan. "Wir brauchen sicher Abenteurer, doch wenn sie töricht handeln und ihre Retter in Gefahr bringen, sollte das verboten werden."

Abby Sunderlands Mutter bezweifelt unterdessen, dass ihre Tochter noch einmal einen Rekordversuch dieses Ausmaßes unternehmen wird: "Aber ich bin sicher, dass sie eines Tages wieder rausfahren wird."

SID
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
friesenlord (13.06.2010, 10:47 Uhr)
Die Selbstbestimmung eines Menschen ist das höchste Gut der Demokratie, ohne Zweifel. Wer aber einem 16 jährigen Kind die Möglichkeit einräumt, sich bewusst in Todesgefahr zu bringen, gehören die Leviten gelesen. Vor allen Dingen sind die Kosten der Bergung in der Verantwortung der Eltern, und kein Beitrag der Rettungsmannschaften, die sich durch solche unüberlegten Aktionen, zumal mit Minderjährigen, selber in Gefahr bringen.
Daher die volle Kostenübernahme durch die Eltern.

16-year-old rescued from drowning Weltumseglerin
The determination of a people is the highest good of democracy, without a doubt. Who gives but a 16 year old child the opportunity to bring to conscious life is in danger, are read the riot act. Above all, the costs of recovery are the responsibility of parents, and no contribution of the rescue teams who are ill from these actions bring, especially with minors, himself in danger.
Therefore, the full treatment by the parents.
friesenlord (13.06.2010, 10:45 Uhr)
16-jährige Weltumseglerin aus Seenot gerettet
Die Selbstbestimmung eines Menschen ist das höchste Gut der Demokratie, ohne Zweifel. Wer aber einem 16 jährigen Kind die Möglichkeit einräumt, sich bewusst in Todesgefahr zu bringen, gehören die Leviten gelesen. Vor allen Dingen sind die Kosten der Bergung in der Verantwortung der Eltern, und kein Beitrag der Rettungsmannschaften, die sich durch solche unüberlegten Aktionen, zumal mit Minderjährigen, selber in Gefahr bringen.
Daher die volle Kostenübernahme durch die Eltern.
Asiat (12.06.2010, 17:28 Uhr)
But why?
Muss es immer mehr, hoeher, groesser, weiter und frueher sein?
Mit dem Satz, dass man Jugendlichen das Autofahren ja nicht verbieten koenne, weil jaehrlich doch allerhand daran sterben, hat sich aber der Vater entlarvt. Fuer ihn scheint nur "Leistung" zu zaehlen, er kalkulierte knallhart ein, dass seine Tochter in Gafahr geraten koennte. Und dann lass das man die anderen richten.
Mit so einem Vater waere ich vielleicht auch ganz weit weg gesegelt....
MeikJaeger (12.06.2010, 16:56 Uhr)
Why not ?
Solange die Rettungsaktion von ihr oder den Eltern bezahlt werden - ist ja schließlich auch Umsatz und Investition. Das Fischerboot wird wahrscheinlich noch nie soviel verdient haben in so kurzer Zeit. Gönnen wir es Ihnen !
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