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13. September 2007, 13:32 Uhr

Erdbeben in Serie

Indonesien ist von weiteren Erdbeben erschüttert worden. Bei Stärken von bis zu 8,4 auf der Richterskala stürzten noch hunderte Kilometer von Epizentrum entfernt die Häuser zusammen. Aus Angst vor Tsunamis sind tausende Menschen ins Landesinnere geflohen.

Ein Mann in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in West Sumatra© Roslan Rahman/AFP

Indonesien kommt nicht zur Ruhe: Der Osten und Westen des Inselstaats ist am Donnerstag zum zweiten und dritten Mal binnen 24 Stunden von schweren Erdbeben erschüttert worden. Die Erdbebenserie löste internationalen Tsunami-Alarm aus. An die Küste von Sumatra schlugen bis zu drei Meter hohe Wellen, der Alarm bis hin zur afrikanischen Küste des Indischen Ozeans wurde bald darauf wieder aufgehoben. Die Erdbeben auf Sumatra erreichten am Mittwoch und Donnerstag die Stärke 8,4 und 7,8. Sie verursachten schwere Sachschäden, deren genaues Ausmaß zunächst aber nicht klar war. Das dritte Beben wurde von der US-Erdbebenwarte in Golden im US-Bundesstaat Colorado mit einer Stärke von 6,2 registriert.

Auf Sumatra flohen Tausende von Menschen von der Küste in Panik ins Landesinnere. Der Bürgermeister von Padang, Fauzi Bahar, sagte einem indonesischen Radiosender, es seien viele Gebäude eingestürzt. Mindestens neun Menschen kamen in den Drillingsbeben am Mittwoch und Donnerstag ums Leben, 49 wurden verletzt, teilten die Behörden mit. USGS-Sprecher Rafael Abreu sagte, offenbar handele es sich bei dem zweiten Erdstoß auf Sumatra nicht um ein Nachbeben, sondern um ein eigenständiges Erdbeben mit dem Epizentrum in unmittelbarer Nähe von dem des ersten Bebens.

Neues Beben ist nicht nur ein Nachbeben

"Wir bezeichnen es zurzeit nicht als Nachbeben", sagte Abreu. "Es ist selbst schon ziemlich stark. Es scheint ein anderes Erdbeben zu sein." Das Epizentrum lag 200 Kilometer von der Stadt Bengkulu entfernt. Es ereignete sich in nur zehn Kilometern Tiefe um 6.49 Uhr Ortszeit. "Das sind die Beben, die Tsunamis erzeugen können", erklärte Abreu. Auf den Erdstoß folgte mindestens ein starkes Nachbeben der Stärke 6,8. Am 26. Dezember 2004 hatte ein schweres Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, der allein in der indonesischen Provinz Aceh mehr als 130.000 Menschen das Leben kostete.

 
 
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