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23. Dezember 2011, 19:22 Uhr

Tsunami-Opfer taucht nach sieben Jahren wieder auf

Weihnachtswunder in Indonesien: Sieben Jahre nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ist in Indonesien ein totgeglaubtes Mädchen wieder aufgetaucht.

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Sieben Jahre lang hat Tarmius Yuranda geglaubt, seine Tochter Mary (r.) sei tot© Nurdin Hasan/AFP

Zwei ihrer drei Kinder hat Yusnida Yuranda Ende 2004 verloren, als fast auf den Tag genau vor sieben Jahren ein Tsunami im Indischen Ozean unter anderem die Küste Indonesiens mit voller Wucht traf. Ihre Familie lebte damals wie heute in der Provinz Aceh. In den Küstenstaaten starben damals insgesamt 230.000 Menschen, 170.000 allein auf Sumatra. Yurandas Familie gab die Suche irgendwann auf, sie hielt ihre Kinder für tot. Sieben Jahre später ist nun ihre Tochter Mary wieder aufgetaucht.

Wie der Vater und der Großvater der mittlerweile 14-Jährigen berichten, hatte eine Frau das elternlose Mädchen damals gefunden und bei sich aufgenommen. Zum Unglück für Mary, denn sie wurde geschlagen und zum Betteln gezwungen, sagt ihre Familie. Erst jetzt hat die Frau das Mädchen schließlich gehen lassen. Ein Taxifahrer habe Mary geholfen, ihre Eltern zu finden, nachdem sie ihm den Namen ihres Heimatdorfes Meulaboh in Aceh und ihres Großvaters Ibrahim genannt hatte, der als religiöser Führer bekannt ist.

Es war Marys Mutter, die das Mädchen anhand eines Muttermals am Bauch und einer Narbe im Gesicht identifizieren konnte. "Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin", wird Yusnidar Yuranda zitiert. Ihre älteste Tochter allerdings bleibt bis heute verschwunden.

sal/AFP
 
 
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