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Die Polizei hat Zweifel an der Echtheit der Internet-Ankündigung des Amoklaufs von Winnenden geäußert. Auf dem Computer des Amokläufers Tim K. habe sich definitv kein entsprechendes Chatprotokoll gefunden, so ein Sprecher. Kurz zuvor hatte die Staatsanwaltschaft noch erklärt, der Eintrag sei echt.
Die Ermittler sehen einen Zusammenhang zwischen Tim K.s Computerspielen und dem Blutbad: In seinem Zimmer fanden die Beamten Ballerspiele und Gewaltfilme. Allein in Baden-Württemberg gab es bisher 52 Trittbrettfahrer, gegen fünf Nachahmer wurde Haftbefehl erlassen.
Die Internet-Ankündigung von Tim K.s Amoklauf war eine Fälschung. Im Netz gibt es viele Hinweise, wie der von der Polizei zunächst als echt präsentierte Chat-Eintrag hergestellt worden sein könnte. Der mögliche Urheber entstammt wohl einer Web-Subkultur, die sich ganz der Geschmacklosigkeit verschrieben hat.
Nach der Ermittlungspanne beim Amoklauf von Winnenden steht Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech unter Druck: Rech und die Staatsanwaltschaft hatten die Internet-Ankündigung des Amoklaufs als echt präsentiert. Doch auf dem beschlagnahmten Computer von Tim K. befindet sich kein solches Chatprotokoll. Rech wird nun heftig kritisiert - und verteidigt sich offensiv.
Der Amokschütze von Winnenden galt in der Nachbarschaft als unscheinbarer, netter Junge. Doch unter seinen Mitschülern war Tim K. als Loser ausgemacht. Er litt an Depressionen und war zeitweise in stationärer Behandlung. Tim K. war krank - und am Schluss außer Kontrolle.
Tim Kretschmar hatte seinen Amoklauf wenige Stunden vor der Tat in einem Internet-Chat angekündigt.
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