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18. Januar 2008, 16:56 Uhr

So belästigt Scientology Abgeordnete

Vom Berliner Stützpunkt der Scientology-Organisation sollen "Zufahrtsstraßen in das deutsche Parlament" gebaut und "die obersten Ebenen der deutschen Regierung" erreicht werden. Im stern.de-Interview sagt der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD), was er von dieser Organisation hält.

Die neue Scientology-Repräsentanz in der Berliner Otto-Suhr-Allee war zur Eröffnung mit einer überdimensionalen Schleife versehen© Sören Stache/DPA

Herr Körting, Sie waren als Berliner Innensenator bis Ende des vergangenen Jahres Vorsitzender der Innenminister-Konferenz, die im Dezember beschlossen hat, ein Verbot der Scientology-Organisation in Deutschland prüfen zu lassen. Warum soll dieser Verein verboten werden?

Weil wir grundsätzlich davon ausgehen, dass die Ideologie dieser Organisation mit unserer Verfassung nicht vereinbar ist. In den Schriften des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard heißt es, dass Menschen, die nicht Scientologen sind, nutzlos und wertlos seien. Dass Menschen, die dieser Sekte nicht angehören, minderwertig seien. Das ist auch mit unserem Grundbild von Menschen nicht vereinbar. Das setzt sich in anderen Schriften sogar noch fort, in denen Hubbard historische Ereignisse bejubelt, wo Menschen in großem Ausmaß getötet wurden, weil sie einfach nutzlos für die Gesellschaft gewesen seien. Das alles zeigt, dass Hubbard und die Scientology-Organisation ein totalitäres Weltbild haben, das mit unserer Verfassung nicht in Einklang steht.

Weshalb die Scientology-Organisation auch seit 1997 vom Bundesamt für Verfassungsschutz und einigen Landesämtern der Behörde beobachtet wird.

Unabhängig davon, dass es hier verfassungsrechtliche Fragen gibt: Das ist auch eine Organisation, die Menschen psychisch abhängig macht, psychisch unterdrückt. Scientology ist eine Sekte, die Menschen finanziell aussaugt, die auch deshalb gefährlich ist. Wir Innenminister sind der festen Überzeugung, dass das keine Glaubensgemeinschaft ist, sondern eher ein Wirtschaftsbetrieb. Lassen Sie mich dazu noch als Christ sagen: Mich verletzt zutiefst, dass eine Organisation, die auf die Ausbeutung von Menschen aus ist, auch noch lügnerisch ein Kreuz vor sich her trägt und missbraucht.

Glauben Sie denn, dass ein solches Verbotsverfahren Aussicht auf Erfolg hat?

Das kann ich Ihnen aus Berliner Sicht nicht beantworten. In Berlin hat Scientology immer nur ein Schattendasein geführt. Scientology war stark in Hamburg, war stark in Baden-Württemberg, war stark in Bayern. Hier in Berlin gab es eine kleine Gruppe von 200 Menschen, die in der Stadt keine Rolle gespielt haben. Was sich seit Anfang des vergangenen Jahres nach unseren Erkenntnissen auch nicht sensationell geändert hat.

Da bezog die Scientology-Organisation an der Otto-Suhr-Allee eine neue Repräsentanz, die mit großem Tamtam eingeweiht worden ist, und die auch von US-Schauspieler Tom Cruise nachts besucht wurde. Was hat sich seitdem geändert?

Die aggressive Straßenwerbung der Scientologen hat zugenommen. Die quatschen die Leute teilweise in einer unerträglichen Art und Weise an, worüber sich schon viele Menschen beschwert haben. Aber der Berliner reagiert auch hier ganz richtig. Der sagt einfach: Rutscht mir den Buckel runter! Das wird der Berliner auch weiterhin tun, da bin ich mir sicher.

Seit Mitte des vergangenen Jahres beobachtet auch Ihr Berliner Landesamt für Verfassungsschutz die Scientology-Organisation wieder. Das war der Behörde vom Berliner Verwaltungsgericht schon mal untersagt worden. Warum wird der Verfassungsschutz jetzt wieder aktiv?

Wen wir beobachten oder nicht, sage ich nicht öffentlich. Wir haben jetzt einfach eine andere rechtliche Situation. Es gab eine Rechtsprechung in Berlin, wonach uns der Einsatz bestimmter nachrichtendienstlicher Mittel untersagt worden war. Und es gab eine Rechtsprechung, bei der die Richter haben erkennen lassen, dass sie sogar noch weiter gehen würden. Inzwischen gibt es aber für die Bundesorganisation von Scientology eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln von 2004, wo anhand vieler Zitate aus Scientology-Material klar und deutlich festgestellt wird, dass die Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz rechtmäßig ist.

Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Darüber muss demnächst das Oberwaltungsgericht in Münster entscheiden.

Richtig. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass die Entscheidung von Köln, die auf bundesweit zusammengetragenem Material fußt, vom OVG Münster wieder kassiert wird.

Nun gibt es Hinweise, dass der Berliner Scientology-Verein verstärkt und massiv auch im Berliner Abgeordnetenhaus, dem lokalen Landesparlament also, auftritt. Was wissen Sie darüber?

Es werden Abgeordnete mit Briefen oder Anrufen bombardiert. Das ist zwar immens lästig, aber das ist es dann auch. Wenn wir über Scientology im Verfassungsschutz-Ausschuss zum Beispiel geredet haben, dann saßen da im Zuschauerraum ein oder zwei Menschen, die wir nun schon alle kennen, die von dieser Organisation kommen, um genau zu hören, was wir alles sagen. Und offensichtlich wenden sie sich dann später - ich habe das von zwei Abgeordneten gehört - mit Briefen oder Anrufen an die Parlamentarier, um sie zu informieren, was Scientology angeblich wirklich macht. Diese Kontakte sind also relativ einseitig.

In einem Scientology-Strategiepapier heißt es, man müsse "die nötigen Zufahrtsstraßen in das deutsche Parlament" bauen und "die obersten Ebenen der deutschen Regierung" erreichen. Von diesem Papier hat man sich später freilich wieder distanziert. Haben Sie Erkenntnisse, dass auch im Bundestag von Scientologen "informiert" wird?

Ich kenne das Papier, ich kenne auch die Erklärung, die dann Monate später kam, dass es sich hierbei um unautorisierte Äußerungen gehandelt habe. Ich glaub davon kein Wort. Ich kenne das aus meinem eigenen Bereich: Wenn etwas unautorisiert geäußert wird, dann bin schon Stunden später da und stelle das klar. Ich gehe schon davon aus, dass der Bezug des Hauses an der Otto-Suhr-Allee schon den Sinn haben soll, den Anspruch zu erheben, wie ein Interessenverband Lobby-Arbeit hier in Berlin zu machen. Die werden auch versuchen, Briefe an die Bundestagsabgeordneten zu schreiben oder anzurufen. Aber auch da bin ich optimistisch, dass denen kein Parlamentarier auf den Leim geht. In der Einschätzung von Scientology sind sich alle Parteien einig.

Können Sie sich vorstellen, dass der Stauffenberg-Film Teil einer präzis geplanten Scientology-Kampagne ist, um hier um Sympathien zu werben, wie Tom-Cruise-Biograf Andrew Morton in seinem neuen Buch behauptet?

Dazu fehlen mir die Informationen. Was mich bei dem Stauffenberg-Film etwas erstaunt hat, ist die Reaktion eines Teils der deutschen Medien. Da setzt man sich auf der einen Seite sehr kritisch mit Scientology auseinander, auf der anderen Seite veröffentlicht man nette Bildchen und harmlose Textchen über den Top-Scientologen Tom Cruise, wie er zum Beispiel seinem Kind das Laufen beibringt. Insofern sehe ich bei einem Teil der deutschen Medien auch eine gewisse Verlogenheit, um das mal vorsichtig zu formulieren.

Zur Person

Zur Person Ehrhart Körting, 65, ist seit 1971 Mitglied der SPD, war Richter und Vizepräsident des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin und von 1997 bis 1999 Senator für Justiz. Seit Juni 2001 ist der Vater von fünf Töchtern Berliner Senator für Inneres.

Mehr über Scientology ...

Mehr über Scientology ... ... und die besondere Rolle, die der Schauspieler Tom Cruise in der Sekte spielt, lesen Sie im aktuellen stern.

Die Scientology-Organisation Oberste Führungsinstanz der "Scientology Church" (SC) ist das "Religious Technology Center (RTC)" in Los Angeles. Captain David Miscavige, Chef des RTC, steht einem Generalinspektor vor, dem wiederum drei weitere Inspektoren berichtspflichtig sind. Das Internationale Management der SC bildet die Führungsebene unter dem RTC - hier wird die Führung der einzelnen SC-Sektoren koordiniert werden Strategien und taktische Pläne entworfen. Oberste Stufe dieser Ebene ist das Watchdog-Committee, eine Inspektions- und Überwachungseinheit, die die eigentlichen Management-Gruppen der Sektoren kontrolliert. Zu diesen Sektoren gehören zum Beispiel der scientologische Unternehmerverband "World Institute of Scientology Enterprises (WISE)" oder der Sicherheitsdienst "Office of Special Affairs (OSA)". Der verlängerte Arm des "Watchdog Committees" ist die "Commodore`s Messenger Org", die dessen Anweisungen durchzusetzen hat. Ein "Flag Command Bureaux" sorgt dafür, dass die strategischen Programme des "Internationalen Managements der SC" über die "Continental Liaison Offices (CLO)" auf den verschiedenen Kontinenten (für Europa zuständig ist das CLO in Kopenhagen) bis in die ver-schiedenen Orgs der einzelnen Länder übermittelt und dort realisiert werden.

Interview: Werner Mathes
 
 
KOMMENTARE (10 von 41)
 
unheilig (21.01.2008, 11:38 Uhr)
@Alex64
recht haste,nur ein ganz kleiner unterschied gibt es zu dem islam,Scientology betreibt gehirnwäsche und beim islam (die rede ist jetzt von den extrem islamisten)werden anders denkende aus dem weg geräumt.
unheilig (21.01.2008, 11:32 Uhr)
lolololol
was soll dieses geschreie wegen dieser "sekte".warum dieser aufschrei von unseren politikern?wer tom cruise hier seinen film drehen läst,brauch nachher nicht laut aufschreien tztztztztz.dann liebe politiker seid konsequent und verbietet alles was mit dieser "sekte" zu tun hat
Alex64 (20.01.2008, 11:24 Uhr)
lieber heiner
du bist wirklich dumm wie Stroh. Einen Kommentar, auf deine Dummheit bezogen, gelesen, und schon bin ich Scientologe. Dadurch, und durch die restliche hier versammelte deutsche Intelligentia, kann ich die daraufhin folgenden Kommentare mit der üblichen Nazikeule durchaus nachvollziehen. Kannst du dir übrigens schenken, logodito, ist schlicht widerlich und zeigt mehr über dich als du dir vorstellen kannst.
Nochmal verständlich die vorhergehenden Kommentare, die du ja nicht gelesen hast, zusammengefasst:
Scientology kann man durchaus als Religion bezeichnen - man bezeichnet den Islam ja auch als solche. Man strebt die Weltherrschaft an, verurteilt "Ungläubige" als minderwertig, baut ein strenges Kontroll- und Wertesystem auf... - in der einen "Religion" mit vorgeblich moralischem Hintergrund, in der anderen klar erkenntlich hinterlegt mit wirtschaftlichem Einfluss.
Um was geht es aber?
Um MACHT - nichts anderes, hier wie da. WArum also nicht der Ausdruck "Religion" für Scientology? Dem Islam gestehen wir diese Bezeichnung doch auch zu?
So - wo verteidige ich nun Scientology? Bin ich denn nun einer derjenigen, die ein "Audit" brauchen? Aus Sicht dieser Idioten sicher ja - und auch dir würde es nicht schaden, immerhin soll es ja der Intelligenz nicht schaden, nicht wahr? Wobei in deinem Fall sicher einige Klassen Schule mehr besser gewesen wären (und nicht soviel Spongebob schauen).
Wer nicht begreift, dass es sich bei diesem Verein um Rattenfänger nicht anders wie bei anderen "Religionen" handelt, tut mir echt leid. Und wer es begreift und dann auch noch mitmacht, um sich seine eigene Scheibe von der Macht abzuschneiden, ist erst recht gefährlich und gehört entsprechend behandelt.
aeternitas (20.01.2008, 00:47 Uhr)
Scientology ist kein Tennisverein
die Leute die da sind geben ihr ganzes Geld ab, ihre Eigenständigkeit, alles!
Die Leute die wieder rauskommen, wenn sie rauskommen sind gebrochen, psychisch angeschlagen, einsam. Solang sie drin waren konnten sie keinen Kontakt zu Familie und Freunden wahren die draußen waren. Wenn sie draußen sind, können sie mit denen drinnen keinen Kontakt mehr aufnehmen. Was genau sie da erleiden müssen, lässt sich in vielen Aussteigerberichten nachlesen.
Und so etwas will Weltreligion werden? Was reitet die Regierung in den Staaten, die ihnen diesen Status zugestehen? Gewaltherrschaft wäre passender...
aeternitas (20.01.2008, 00:44 Uhr)
Scientology? Ungefährlich?
Liebe User,
für alle die Scientology für ungefährlich und die Kritiker für SS-mäßig halten, einen paar kleine Fragen:
Wenn Scientology so ungefährlich und so friedliebend ist, wie ihr sagt:Wieso werden Aussteiger bedroht? Wieso erlauben sie ihren Aussteigern nicht, die in der Gemeinschaft verbliebenen Familienangehörigen zu kontaktieren? Alle anderen "normalen" Religionen tun das. Wieso sind deren Aussteiger oft psychisch am Ende, Leute die aus der christlichen Kirche austreten jedoch nicht (mit Ausnahmen der Fälle mit kath. Priestern und Messdienern etc.)? Warum kapseln sich die Mitglieder von Scientology von ihren "draußen" gebliebenen Familien ab, brechen jeden Kontakt ab? Haben die alle so krasse Verwandte, dass sie sie nie wieder sehen wollen? Wieso verlangen die christlichen Kirchen nur einen relativ kleinen Prozentsatz an Geld, die Scientologen hingegen alles? Ich als normale Evangelische darf kontaktieren wen ich will. Jederzeit. Sogar Satanisten. Keinen stört es. Normale evangelische (Landes-)kirchgänger missionieren nicht, schon gar nicht auf der Straße. Und sie locken auch nicht Schulkinder unter dem Vorwand dubioser Tests in fremde Gebäude. Für unser Heil muss man nur Glauben. Nicht mal in die Kirche gehen. Keine bewusstseinserweiternden Übungen abhalten, nichts dergleichen. Mir ist alles suspekt, was mit Zwang zu tun hat. Dazu gehören auch die Zeugen Jehovas und diese ganz abgefahrenen Sekten die man im TV ab und zu sieht. Und bei Scientology kommt keiner ungeschoren raus und ist hinterher derselbe der er vorher war und das ist leider nicht positiv gemeint. Oder hat irgendjemand schon von einem glücklichen Scientology-Aussteiger gehört? Einem, der nicht finanziell am Ende war, einsam und verzweifelt? Und sowas will Weltreligion werden? Nee danke. Das ist eine Beleidigung wenn es mit den anderen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus) verglichen wird. Die Juden wurden übrigens unschuldig verfolgt und vernichtet!!! Wer diesen Aspekt der Geschichte (Habgier!!! Es ging doch am Ende nur ums Geld und nicht um Rasse oder dergleichen) mit dem Verbot der Scientologen (Gefahr für Leute die in ihre Fänge geraten) vergleicht, der sollte noch mal ganz ganz scharf nachdenken, sofern ihm das von seiner Weltanschauung her gestattet wird...
logodito (19.01.2008, 23:03 Uhr)
Was würden die Juden den Scientologen raten?
Ich fühle mich beim Lesen dieser Artikel an 1933 zurück erinnert und es drängt sich mir das Bild auf, was Juden mit ihrer Geschichte den Scientologen in diese Situation raten würde.
Die Menschen hier steigern sich (ohne es zu merken!) in eine fanatische Geisteshaltung, die den Männern der SS und SA zu ihren "berühmten" Taten verholfen haben.
Damit sich die Geschichte mit den Juden nicht wiederholen kann, pflegt die DEUTSCHE Regierung HEUTE intensive Kontakte mit ihnen, um ... VORURTEILE!!! abzubauen. ... und auch damals wurde den Juden nachgesagt, sie wollen die Weltherrschaft - siehe ehemalige Wahlplakate der NSDAP.
Wenn in einer Demokratie die Mehrheit sich für ihre Rechte einsetzt, wer ist dann noch stark genug, um sie für die Minderheiten einzufordern?
Wie will jemand objektiv bleiben und gleichzeit eine fanatische Geisteshaltung einnehmen?
mutti1 (19.01.2008, 16:55 Uhr)
klasse jockel_us, hab echt erleichtert gelacht
im jhre 1996? mußte ich eine umschulung machen, zu der zeit wurde sehr krass auf das durchtriebene tun hingewiesen,nämlich das das durchaus sehr gut gebildete, gepflegtes aussehen, umgangsformen und durchsetzungsvermögen habende leute sind, also der supermann -frau aus dem bilderbuch,diese versuchen an schaltstellen der wirtschaft , industrie, politik, gesundheitswesen, etc.......zu kommen, nach ganz ooooobennnnn!!!!!sie werden schon lang da sein, damals hatten wir 1 tollen tag inder TEAG, mit kaffee, kuchen , souveniers,aufklärung über stromsparen. was nutzt es,strom, wasser, gas, öl zu sparen, wenn man es laufend erhöht bekommt, das man nun am ar...friert, sich nur alle 3 tage baden wöllte,und dauernd im dunkeln sitzt. danke herr altk. schröder,zar putin kann aber auch nicht so viel fressen, sch..... trotzdem scheinen elemente der scientologie feste für 1 neue welt ohne pleps zu arbeiten.
Gandolf (19.01.2008, 15:10 Uhr)
Dieser Politiker Körting ...
... kommt mir reichlich suspekt vor. Ein "alter Knacker", der wohl ein Aufseher der Amtskirche in seinem Büro hat, dieser ständig umhergehend mit der Peitsche in der Hand.
Körting ist ganz klar unter den EInfluß einflußreicher "Spezialinteressengruppen" gekommen, denn anders kann ich mir seine Kehrtwende in der Behandlung der Scientologen nicht erklären. Noch vor einem Jahr hat es ihn nicht interessiert, was ihn heute "durchticken" läßt. Wie schon einige Kommentatoren vor mir begriffen haben: Der Mann (und etliche weitere von seiner Sorte) ist doch unglaubwürig weil verlogen. Und unlogisch.
Mal ein kleines Beispiel. Körting: "Die aggressive Straßenwerbung der Scientologen hat zugenommen. Die quatschen die Leute teilweise in einer unerträglichen Art und Weise an, worüber sich schon viele Menschen beschwert haben. Aber der Berliner reagiert auch hier ganz richtig. Der sagt einfach: Rutscht mir den Buckel runter!"
Das bedeutet also, damals, als alles noch in Butter war und Körting keine Notiz von Scientology genommen hat (weil die auch laut Gerichtsurteil nicht mehr beobachtet werden durften), haben sie auch schon "aggressive Straßenwerbung" gemacht. "teilweise unerträglich", worüber sich dann "viele Berliner" angeblich aufregen würden und im nächsten Satz heißt es dann wieder: Berliner nehmens gelassen ("rutsch mir den Buckel runter" ... so drückt sich doch kein Innenminister mit Verstand aus!) ... das paßt logisch einfach nicht zusammen. Der Mann eiert hochgradig! Halt typisch Politiker, der unter Druck steht und mit dem Druck nicht fertig wird.
Frage: Wieviele Berliner haben denn sich nachweislich und nicht anonym beschwert über behauptete "aggressive Straßenwerbung"? Wieviele waren es VOR der Neuerööffnung der Scientology-Zentrale vor einem Jahr, wieviele danach, aufs Jahr gerechnet (also selbe Zeiteinheit)?? Diese substanziellen Fragen wird der substanzlose Politypus niht beantworten wollen oder können, was ihn so oder so als das entlarvt: verlogen!
Kein weiterer Kommentar.
LisaT (19.01.2008, 01:54 Uhr)
Diktatorisch
J E D E Religion ist diktatorisch, und zwar bereits alleine deswegen, weil sie dem Menschen vorschreibt, wie er die Welt zu sehen hat und was er nach seinem Tod zu erwarten hat. Die Scientologen sind diesbezüglich nicht gefährlicher als jede andere Religion. Bloß merken wir Menschen in der Ersten Welt dies nicht, weil uns der Balken im eigenen christlichen, islamischen, buddhistischen, esoterischen Auge daran hindert...
Roadie (19.01.2008, 01:38 Uhr)
Meine Meinung
Nun gut. Hier sprechen mehrere Teilnehmer von einer Verlogenheit deutscher Politiker... Diese Verlogenheit besteht ohne Zweifel. Allerdings haben deutsche Politiker diese sicherlich nicht erfunden, geschweige denn gepachtet! Worum es hier aber wirklich geht ist eine nicht zu unterschätzende, gefährliche Vereinigung! Diese "Religion" zu unterschätzen wäre höchstwahrscheinlich fatal! Daher sollte man (wenigstens einmal) den führenden Politikern glauben und vertrauen! Denn wie schon in diesem Artikel genannt, sind sich die Politiker über alle wichtigen Parteien einig, dass Scientology gefährlich ist!
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