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Über Jahrzehnte hinweg soll ein Vater im österreichischen St. Peter am Hart seine beiden Töchter missbraucht haben. Doch nun könnte der Fall eine entscheidende Wendung genommen haben.
In dem neuen Inzestfall in Österreich ist für den 80-jährigen Verdächtigen Untersuchungshaft angeordnet worden.
14 Jahre und sechs Monate Haft, anschließend Sicherungsverwahrung: Die Staatsanwaltschaft bleibt bei ihrem Plädoyer im Prozess um den Inzest-Fall von Fluterschen nur knapp unter der Höchststrafe. Der Angeklagte soll zwei Töchter missbraucht und verkauft haben.
Als der Inzest-Fall von Amstetten bekannt wurde, war man sich sicher: Die Taten von Josef Fritzl sind einzigartig. Doch inzwischen sind ähnliche Verbrechen in aller Welt bekannt geworden. Zwei weitere Inzest-Täter wurden nun in Südamerika überführt: das "Monster von Mendoza" und der "chilenische Fritzl".
Kaum ein Verbrechen hat in den vergangenen Jahren mehr Entsetzen ausgelöst als der Inzestfall von Amstetten. Der 73-jährige Josef Fritzl, der seine Tochter 24 Jahre lang im Kellerverlies gefangen hielt und mit ihr mehrere Kinder zeugte, steht von heute an vor Gericht. Die Amstettener wollen "den Fritzl" am liebsten vergessen.
Nach dem Bekanntwerden des Inzest-Falls in Mittelfranken sorgen ähnliche Vorwürfe in Schwaben für Aufsehen: Ein 46-Jähriger wird beschuldigt, seine Töchter jahrelang missbraucht zu haben. Dabei sollen zwei Kinder gezeugt worden sein.
Besondere Familienzusammenführung in Amstetten: Die wochenlang in Lebensgefahr schwebende 19-jährige Tochter des Inzesttäters Josef Fritzl ist aus dem künstlichen Koma erwacht und lebt nun bei ihrer Familie. Ärzte und Therapeuten berichteten über das emotionale erste Treffen, das Leben der Opfer und ihre sehnlichsten Wünsche.
Die Inzest-Opfer von Amstetten versuchen in der Klinik, ihr Leben so weit wie möglich zu normalisieren. Die Kinder spielen, lesen und erhalten sogar Schulunterricht. Auch die im künstlichen Koma liegende 19-Jährige befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Immer mehr Vorwürfe gegen den Inzest-Vater Josef Fritzl gelangen an die Öffentlichkeit: Vergewaltigung, Brandstiftung und Versicherungsbetrug sind darunter. Ob der Inzest-Vater auch in einen ungelösten Mordfall verwickelt war, wird von der Justiz nun ebenfalls überprüft.
Es ist unvorstellbar: 24 Jahre lang hielt Josef F. seine Tochter im Keller gefangen, vergewaltigte sie, zeugte sogar Kinder mit ihr. Erst die Anzeige eines Arztes brachte die schrecklichen Vorfälle ans Licht. stern.de gibt einen Überblick über Aktuelles und Hintergründe eines erschütternden Verbrechens.
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