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Die Militärregierung in Myanmar hat ausländischen Medien eine verzerrte Berichterstattung über die Lage im verwüsteten Irrawaddy-Delta vorgeworfen. "Skrupellose Elemente" würden Videos zu aufgebauschten Geschichten aus dem Zyklon-Gebiet verbreiteten, um dem Ansehen Myanmars zu schaden.
Auf der Geberkonferenz für die Katastrophenopfer in Myanmar ist es zu einem entscheidenden Durchbruch gekommen. Nach Angaben des deutschen Delegierten lässt die Militärjunta nun endlich internationale Helfer ins Land. Doch noch immer steht nicht fest, wie viele Milliarden Dollar Hilfe das Land benötigt.
Die Regierung in Myanmar will nun doch ausländischen Helfern erlauben, den Überlebenden der Sturmkatastrophe zu helfen. Internationale Hilfsorganisationen atmen auf. Sie hoffen, dass sie die 2,5 Millionen Zyklon-Opfer endlich umfassend betreuen können.
Es ist die Katastrophe nach der Katastrophe. Bis zu 2,5 Millionen Opfer des Zyklons brauchen dringend Hilfe. Doch die Spenden sind rar. Die Deutschen fürchten, dass ihr Geld in den Kassen der Militärs versickert. Khin Pyone, die für Unicef im Irrawaddy-Delta unterwegs war, appelliert an den Westen: Helft den Bedürftigen.
Vor dem Zyklon lebten im Dorf Shawchaung fast 2000 Menschen. Jetzt ist die Hälfte der Bewohner tot, bei Familie Pauksee haben nur die 70-jährige Daw und das Baby Nilar überlebt. Unzählige dieser Schicksale gibt es in Myanmar. Zynischer Erfolg der Abschottungspolitik: Die Welt erfährt kaum davon. Spenden sind rar.
Gut zwei Wochen nach dem schlimmen Zyklon "Nargis" soll die Hilfe für die Opfer in Myanmar jetzt endlich international koordiniert werden. Am Sonntag tagt dazu eine Geberkonferenz in Rangun. Allerdings wollen die Militärs bislang nur Helfer aus benachbarten Staaten ins Land lassen.
Die Militärjunta in Myanmar schottet das Krisengebiet weiter ab. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen könnten mehrere tausend Kinder an den Folgen der Unterernährung sterben, wenn sie nicht umgehend Hilfe erhielten, erklärte die Hilfsorganisation "Save The Children".
Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Zyklon in Myanmar könnte nach Einschätzung des Roten Kreuzes auf bis zu 128.000 steigen. Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass der Zyklon "Nargis" rund 60.000 Tote oder Vermisste in dem südostasiatischen Land hinterlassen hat.
Und wieder rührt sich die Erde: Knapp zwei Wochen nach dem schweren Beben von Japan ist Südostasien erneut von Erdstößen erschüttert worden. Das Beben hatte die Stärke 7,0 und ereignete sich in den Bergen von Birma unweit der Grenze zu Thailand und Laos.
Als am 2. Mai der Wirbelsturm Nargis über Myanmar gefegt war, hinterließ er fast 85.000 Tote und 2,5 Millionen Obdachlose. Nway verlor ihre komplette Familie und das Haus, in dem sie gelebt hatte. Der Internationale Kindertag am Samstag ist für sie dennoch ein Tag der kleinen Freude: Die Siebenjährige kann endlich wieder zur Schule gehen.
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