Die "Costa Concordia" kollidierte am 13. Januar vor der Insel Giglio mit einem Felsen und lief auf Grund. 32 Menschen fielen der Katastrophe zum Opfer. Der Mann, der die Situation eigentlich unter Kontrolle hätte haben müssen, bekleckerte sich dabei nicht gerade mit Ruhm: Kapitän Francesco Schettino. Ihm wurden später schwere Vorwürfe gemacht: Er habe das Schiff verlassen, obwohl die Evakuierung noch in vollem Gange gewesen sei. Er selbst war sich keiner Schuld bewusst: Er habe sich vor Verlassen des Dampfers vergewissert, dass niemand mehr an Bord sei, behauptete Schettino. Zudem reklamierte er für sich, Schlimmeres verhindert zu haben: Er habe nach der Kollision entschieden, das Schiff nahe an die Insel zu manövrieren. Die Staatsanwaltschaft sah das anders. Nach ihrer Ansicht hatte nicht Schettino, sondern "die Hand Gottes" die "Costa Concordia" an die Insel herangebracht. Hätte der Wind das Schiff nicht an die Küste getrieben, wäre es wohl sofort gekentert.
Zum Jahresrückblick 2012