Am Ende waren die Kleinsten die Größten. Deutschland im Viertelfinale geputzt, die Übermacht USA im Finale niedergerungen. Die japanische Frauen-Fußball-Nationalmannschaft spielte sich bei der WM in Deutschland ganz nach vorne. Und durfte am Ende verdient zum ersten Mal den Pokal mit nach Hause nehmen. Dabei hatte die deutsche Mannschaft das schon fest eingeplant. Aber statt mit spielerischer Qualität fiel das Team um Bundestrainerin Silvia Neid nur durch Streitigkeiten auf. Fatmire Bajramai, als weiblicher Superstar auserkorene deutsche Dribblerin, spielte erst gar nicht - und dann nur schlecht. Und Altstar Birgit Prinz nahm ausgerechnet zur WM im eigenen Lande ihre Formkrise. Am Ende reichte es nicht mal für einen Platz unter den fünf besten Teams der Welt. Wie hieß es noch vor der WM auf den Plakatwänden? "Dritte Plätze sind nur was für Männer". Immerhin.
Zum Jahresrückblick 2011