Für den Westen sind sie Helden, in Japan bekamen sie nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit: Die "Fukushima 50", die nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in den zerstörten Atomanlagen von Fukushima blieben und gegen den atomaren Super-Gau kämpften. Bald wurden aus den 50 schnell 500 "nukleare Samurai", die ihr Land und die Welt vor der tödlichen Strahlung bewahren sollten. Rund um die Uhr und gegen die Zeit arbeiteten die Atomarbeiter, kletterten in ihren Schutzanzügen durch dampfenden und rauchenden Stahlschrott und Gebäudegerippe, versuchten zu retten, was kaum zu retten war. Wochenlang setzten sie sich der atomaren Hölle von Fukushima aus, kämpften an gegen eine unkontrollierte Kernschmelze, allesamt "auf den Tod vorbereitet", wie der damalige japanische Ministerpräsident Naoto Kan sagte.