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Proteste gegen den Vergewaltigungs-Prediger

Er ruft zu Gewalt gegen Frauen auf und verherrlicht Vergewaltigung. Gegen die Seminare des Profi-Aufreißers Julien Blanc in Deutschland regt sich heftiger Widerstand.

  "Am einfachsten ist es, Frauen den Hals zuzudrücken", predigt der Profi-Aufreißer Julien Blanc in seinen Videos

"Am einfachsten ist es, Frauen den Hals zuzudrücken", predigt der Profi-Aufreißer Julien Blanc in seinen Videos

Er nennt sich selbst "Pickup-Artist" ("Aufreiß-Künstler") und glaubt zu wissen, wie er jede Frau auf der Welt ins Bett kriegt. Bei Seminaren in Berlin und München will der Abschlepp-Coach Julien Blanc nun auch der deutschen Männerwelt seine umstrittenen Methoden beibringen. Doch im Netz regt sich bereits heftiger Widerstand gegen den US-Amerikaner. Denn der Profi-Aufreißer ruft zur Gewalt gegen Frauen auf und verherrlicht Vergewaltigung, wie seine Videos zeigen, die er unter dem Hashtag #ChokingGirlsAroundTheWorld verbreitet.

Der Protest gegen Blancs für dieses Wochenende in Berlin geplantes Seminar nimmt unterdessen an Heftigkeit zu: Mehr als 50.000 Menschen haben auf der Seite Change.org eine Petition gegen das "Trainingslager" des Vergewaltigungs-Predigers unterschrieben. Mit einer Facebook-Veranstaltung unter dem Titel Rape Coach in Berlin am 14./15. November verhindern rufen Aktivisten zum Protest auf dem Alexanderplatz auf. Mehr als 1000 Teilnehmer haben zugesagt. Sie wollten sich ab Freitagmittag am Neptunbrunnen treffen und Flugblätter gegen das Bootcamp des professionellen Aufreißers verteilen.

Bei Twitter verkündeten zahlreiche Nutzer unter dem Hashtag "takedownjulienblanc" massiven Widerstand. So ruft etwa der Verein für Frauenrechte Terre de Femmes zur Teilnahme an dem Protest auf. Die Grüne Jugend und die Piraten-Partei haben sich ebenfalls dem Aufruf angeschlossen. Nun ist der Protest auch in München angekommen. Die Münchener Grünen wollen Blancs Auftritt in der Stadt verhindern.

Einige Twitter-Nutzer zeigen ihr Entsetzen darüber, dass gegen Vergewaltigungskurse überhaupt demonstriert werden muss.

Andere machen auf eine Online-Petition bei Avaaz.org aufmerksam, die Unterschriften gegen die Auftrittes des Predigers der "rape culture" in Deutschland sammelt.

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