Schlappe für die Kachelmann-Verteidiger: Ihr Befangenheitsantrag ist gescheitert. Damit muss der Prozess nicht neu aufgerollt werden. Das Opfer wird heute ein weiteres Mal befragt.

Das mutmaßliche Opfer wird heute erneut vor dem Gericht erscheinen© Alex Domanski/Reuters
Im Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann soll heute die Vernehmung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers fortgesetzt werden. Nachdem die 37-jährige Ex-Freundin des Angeklagten am Montag fünf Stunden zu ihrem Lebenslauf befragt worden war, soll es nun um ihre elfjährige Beziehung zu dem Schweizer Wetterexperten und die mögliche Vergewaltigung am 9. Februar gehen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft deutete bereits an, dass die Radiomoderatorin möglicherweise auch noch in der kommenden Woche im Zeugenstand stehen wird. Die Öffentlichkeit bleibt während der gesamten Zeit ausgeschlossen. Der wegen schwerer Vergewaltigung und Körperverletzung angeklagte 52-jährige Kachelmann beteuert seine Unschuld, schweigt jedoch im Prozess.
Zunächst musste das Gericht über einen Befangenheitsantrag entscheiden, den Kachelmanns Verteidiger vergangene Woche gegen die Richter der Strafkammer gestellt hatten. Das Gericht lehnte den Antrag zu Beginn der Verhandlung ab. Der Vergewaltigungsprozess kann wie geplant fortgesetzt werden.