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7. Februar 2012, 17:29 Uhr

Berlin, der Bundesgefrierschrank

Bis Januar war er noch gut versteckt - jetzt hat der Winter doch noch die ganze Republik tiefgefroren. Wie sich das als Hauptstadt gehört, mischt Berlin ganz vorne mit. Die Bilder.

Fotostrecke 11 Bilder
© Thomas Peter/Reuters

Im beheizten Badeschiff auf der Spree bei Berlin-Kreuzberg lässt es sich auch nackt aushalten - inklusive eines Kurztrips auf das gefrorene Wasser.

Trotz der Rekordkälte fliehen die Deutschen übrigens nicht massenweise zum Kurzurlaub in wärmere Gegenden. "Es
gibt sicherlich ein paar Menschen, die sich spontan für einen Trip in die Sonne entschieden haben, aber in den Buchungszahlen schlägt sich das nicht signifikant nieder", erklärte Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV), am Dienstag in Berlin. Der größte
europäische Reisekonzern Tui berichtete zwar von einer insgesamt guten Buchungslage - allerdings nicht nur im Last-Minute-Geschäft.

Ein Grund für den nur gebremsten Drang zum Spontan-Urlaub dürfte aus Sicht des DRV sein, dass nur wenige Arbeitnehmer kurzfristig Urlaub bekommen können. Wer schulpflichtige Kinder hat, müsse sich ohnehin nach den Ferien richten, sagte Schäfer.

Die extreme Kälte in Deutschland wird voraussichtlich noch bis zum Wochenende andauern. Wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte, sind die kältesten Nächte jedoch erst einmal vorbei, zum Wochenende werde dann nasskaltes Wetter bei milderen Temperaturen erwartet.

Bis zum Anschlag arbeiten derzeit die Pannenhelfer des ADAC. Gerade morgens, wenn die Autofahrer zur Arbeit wollen und ihre Fahrzeuge in klirrender Kälte nicht anspringen, klingeln beim ADAC die Drähte heiß. Mit bundesweit 20.000 Hilferufen genervter Autofahrer pro Tag sei die Nachfrage doppelt so groß wie sonst.

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