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6. Februar 2009, 09:15 Uhr

Achtlings-Mutter beklagt frühere Einsamkeit

Die Medien hatten sich um sie gerissen, nun hat sie dem Drängen nachgegeben: In einem Interview mit dem TV-Sender NBC spricht die Mutter der in Kalifornien geborenen Achtlinge über ihre Kindheit - und verteidigt ihren Traum von einer riesigen Familie.

Achtlinge, USA, Nadya Suleman, Suleman, USA

Nach wenigen Tagen aus der Klinik entlassen: Achtlings-Mutter Nadya Suleman© Paul Drinkwater/AP

Knapp zwei Wochen nach der Geburt ihrer Kinder hat sich die Achtlingsmutter von Los Angeles erstmals selbst zu Wort gemeldet. Nach einer einsamen Kindheit als Einzelkind habe sie sich nach einer Großfamilie gesehnt, sagte Nadya Suleman in einem Interview mit dem US-Sender NBC. Ihr eigene Kindheit bezeichnete sie in dem Interview, von dem Teile bereits am Donnerstag ausgestrahlt wurden, als "ziemlich dysfunktional". Die volle Fassung kündigte der Sender für Montag an.

"Es war immer ein Traum von mir, eine große, eine riesige Familie zu haben", sagte die 33-Jährige. Sie habe sich nach "sicheren Verbindungen zu einem anderen Menschen" gesehnt, die ihr in ihrer Kindheit gefehlt hätten.

Geschiedene Ehe und drei Fehlgeburten

Sulemans Aussagen werfen indes Fragen auf, denn ihre Kindheit ist gut dokumentiert: Aus freigegebenen Unterlagen der Gesundheitsbehörden geht hervor, dass Suleman eine glückliche Kindheit und viele Freunde hatte. Ihre Eltern wurden als liebevoll und unterstützend beschrieben. Sie litt aber viele Jahre unter Depressionen, vor allem, nachdem sie bei Krawallen in einer Psychiatrie, in der sie arbeitete, eine Verletzung erlitten hatte, die zu jahrelangen Schmerzen führte. Wegen des Zwischenfalls erhielt sie wegen Erwerbsunfähigkeit zwischen 2002 und 2008 mehr als 165.000 Dollar. Auch ihre Ehe endete in dieser Zeit.

Den Unterlagen zufolge hatte Suleman jahrelang vergeblich versucht, schwanger zu werden und Kinder zu bekommen. Sie hatte drei Fehlgeburten, bevor sie 2001 nach einer künstlichen Befruchtung ihr erstes Kind bekam. Das sei "das Wunderbarste und Beste" gewesen, das ihr im Leben passiert sei, sagte sie einem Arzt.

Suleman, die bereits sechs weitere Kinder hat, sagte dem Sender NBC, alle Schwangerschaften seien durch künstliche Befruchtung entstanden. Samenspender sei ein Freund gewesen. Die Achtlinge waren am 26. Januar neuneinhalb Wochen vor dem Geburtstermin per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Es war erst der zweite Fall weltweit, in dem alle acht Kinder lebend geboren wurden.

Die Sensationsgeburt löste in den USA zunächst Begeisterung aus. Als aber bekannt wurde, dass die 33-jährige alleinstehende Mutter bereits sechs kleine Kinder hat, schlug der Jubel in Empörung um.

Die Neugeborenen sind weiterhin in einer Klinik, den Ärzten zufolge sind sie aber in einem stabilen Zustand. Sie atmen ohne fremde Hilfe und trinken Muttermilch.

DPA/AFP/AP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Titania (07.02.2009, 07:36 Uhr)
???
Ich frage mich, welcher seriöse (???) Arzt einer Frau 8 befruchtete Eizellen einsetzt? Meiner Meinung nach hat die Dame ein ernsthaftes psychisches Problem und jetzt auch noch ein finanzielles dazu, denn irgendwer muß u. a. auch die ganze medizinische Behandlung für Mutter und 8 Kinder bezahlen, und damit ist man in den USA ja nicht so großzügig wie hierzulande. Sie scheint wohl auch auf Spenden etc. von großen Firmen gehofft zu haben, die aber ausgeblieben sind, da diese zum Glück den zwanghaften Vermehrungswillen dieser Frau nicht unterstützen wollen. Nichts gegen Großfamilien, aber das, was diese Frau da produziert hat, hat nichts mit einer Familie zu tun. Die Kinder tun mir jetzt schon leid, alle 14.
chatahootchee (06.02.2009, 16:17 Uhr)
UND GEGEN EINSAMKEIT
schafft man sich halt Spielzeug an. Ruecksichtslos.
Wiebitte20081 (06.02.2009, 14:37 Uhr)
???
Vermehrung um jeden Preis.Bei ca 6 Jahren Stütze hat sie b. 165.000 $ 72 Monate lang ca. 2291,70,- $ kassiert.Das Geld hat sie dann f. künstliche Befruchtung ausgegeben statt sich nen Job zu suchen.Den Spender musste sie wahrscheinlich auch noch bezahlen.Der letzte Schuss hat ihr jetzt noch mal 8 Frischlinge beschert.Jetzt ein bisschen Tingeln durch die Medien gegen Kohle.Laut DPA hat sie ca 1 Mio $ Schulden.Die wird sie wohl bezahlen müssen.Am Ende bleibt sie was sie ist.Eine kranke Egomanin mit 14 Kindern ohne Vater mit denen sie in der Zukunft(in den USA ?)gepflegt in die Sozialhilfe gleiten wird.Da werden sich die Stadtverwaltungen aber freuen in denen diese,,Sulemans" heranreifen aber freuen.Vieleicht wandern die auch aus?
nichtvergessen (06.02.2009, 13:22 Uhr)
Hauptsache Gesund
Glueckwunsch und Alles Gute. Was gibt es sich da zu empoeren ? Schlimm genug dass das Model der XXXXXL Familie so selten geworden ist. Die Waltons ritten auch zu troelft aufm Gaul zu Ike und von den unzaehligen Kellies mal ganz zu schweigen.
Wenn der freundliche Spender noch Single ist, koennte er ja evtl. die Vaterrolle einnehmen. Soviele Kinder sollten auch mit einem Vater aufwachsen.
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