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27. Januar 2009, 10:58 Uhr

Ärzte holen Achtlinge auf die Welt

Sensation im Kreißsaal: In Südkalifornien hat eine Mutter acht Babys geboren. Ärzte holten die sechs Jungen und zwei Mädchen in wenigen Minuten per Kaiserschnitt, der Mutter und ihren Kindern geht es gut. Ob alle acht Babys die erste Woche überleben, ist derzeit aber ungewiss.

Zoom

Ärzte des Permanente Krankenhaus in Kalifornien haben sechs Jungen und zwei Mädchen auf einmal per Kaiserschnitt geholt© Damian Dovarganes/AP

Mit so vielen hatte niemand gerechnet: In einem kalifornische Kreißsaal wurden Ärzte und Eltern am Montag von acht strampelnden Babys überrascht. Das Team von 46 Ärzten und Helfern hatte "nur" sieben Kinder erwartet. Ihre Augen wurden "so groß wie Untertassen", als sie das Achte entdeckte, sagte die Gynäkologin Karen Maples einem Bericht der "Los Angeles Times" zufolge. Die sechs Jungen und zwei Mädchen wurden innerhalb von fünf Minuten per Kaiserschnitt entbunden.

"Allen Babys geht es gut und auch die Mutter ist wohlauf", berichtete Dr. Harold Henry vom Kaiser Permanente Krankenhaus in Bellflower nahe Los Angeles. Nach vollbrachter Tat strahlten die Ärzte vor Reportern - sichtlich stolz auf ihre ungewöhnliche Leistung - über die "fantastische" Geburt. Die Mutter sei eine "sehr mutige und sehr starke Frau", lobte Maples. "Sie ist ganz aus dem Häuschen, dass sie nun all diese Babys hat und es ihnen gut geht", sagte Frühgeburtenexperte Mandhir Gupta. Alter und Namen der Eltern gab das Ärzteteam nicht bekannt. Sie wollten zunächst anonym bleiben, hieß es. Auch die Frage von Reportern, ob die Mutter mit Hormonen behandelt worden war, um schwanger zu werden, blieb offen. Achtlings-Glück war in den USA bisher nur einem Paar beschieden. Eine Texanerin brachte 1998 acht Kinder zur Welt, von denen heute noch sieben leben.

Die Ärzte in Kalifornien hatten reichlich Zeit, sich auf den großen Moment im Kreißsaal vorzubereiten. Die Mutter war schon ab der 23. Schwangerschaftswoche in ihrer Obhut. Sie litt unter Rückenschmerzen und verbrachte den Countdown bis zu dem geplanten Kaiserschnitt in der 30. Woche weitgehend im Bett. Am Ende waren die Babys in ihrem Bauch zusammen fast elf Kilo schwer.

Das erste Baby, ein Junge, wurde um 10.43 am Montagvormittag (Ortszeit) ans Licht der Welt geholt. Und dann ging es nach Angaben der Geburtshelfer Schlag auf Schlag. Nach fünf Minuten waren alle acht Geschwister entbunden. "Das erste Baby kam raus und es schrie und strampelte sofort los. Das war ein sehr gutes Zeichen und wir waren die schlimmste Sorge los", sagte Gupta über die riskante Geburt.

Das kleinste Kind, ein Junge, bringt 680 Gramm auf die Waage, das schwerste Brüderchen wiegt 1470 Gramm. Die erste Woche ist nun ein "kritischer Zeitraum" für die Babys, warnte Gupta. Ihre Lebenszeichen, wie Blutdruck und Puls, seien derzeit zwar sehr gut. Allerdings müssen zwei der Neugeborenen künstlich beatmet werden, bei einem dritten wurde mit Sauerstoff nachgeholfen.

Die Kinder müssen voraussichtlich bis zu acht Wochen im Brutkasten bleiben, die Mutter könnte das Krankenhaus hingegen bereits in einer Woche verlassen. Ob die Mutter es schaffen wird, alle Babys zu stillen, wollte ein Reporter wissen. "Wir haben ihr zum Stillen geraten, das wird sie tun, ganz bestimmt, das hat sie sich vorgenommen", versicherte Gupta.

Eine Familie in Texas hat es den kalifornischen Achtlings-Eltern schon vorgemacht. Die fünf Mädchen und zwei Jungen der aus Nigeria stammenden Mutter Nkem Chukwu feierten ihm vergangenen Monat ihren zehnten Geburtstag. Eines der Kinder wurde am 8. Dezember 1998 geboren, die weiteren sieben kamen zwölf Tage später zur Welt. Alle Kinder waren extreme Frühgeburten und wogen nur zwischen rund 300 Gramm und 800 Gramm. Das kleinste starb nach einer Woche.

Die Geburt der Achtlinge hatte damals eine neue Debatte über künstliche Befruchtungsmethoden angefacht. Die Mutter war mit Hormonen behandelt worden.

DPA
KOMMENTARE (5 von 5)
 
flatterbinse (28.01.2009, 14:49 Uhr)
Endlich nicht mehr arbeiten....
..und von dem Kindergeld gut leben...Das geht nur in Deutschland. Deshalb wird der behandelnde Arzt sicherlich bald abgeworben. Auch hier gibt es ungewöhnlich viele Mehrlingsgeburten. Allerdings dürfen offiziell nur 3 befruchtete Eizellen eingepflanzt werden. Aber eben nur "offiziell".....
042020 (28.01.2009, 14:46 Uhr)
@kihihei
sollten wir diese leute nicht nach D senden damit sie Kindergeld bekommen.
doch nicht alles ist verloren, dein Held der nun in Wash. ist wird es schon richtig machen ?
kikihei (27.01.2009, 16:26 Uhr)
Ganz bestimmt Hormone...
die spinnen hier wirklich, der Kinderwunsch in allen Ehren, aber so viele Zwillinge, Drillinge und sogar Vierlinge wie hier in Kalifornien gibt es nirgends! Den zwei Vierlingsfamilien, die wir kennen, geht es nicht gut, die Eltern, besonders die Mütter sind physisch am Ende und die Kinder kommen irgendwie immer alle zu kurz. Und es gibt KEIN Kindergeld!
Malt (27.01.2009, 14:52 Uhr)
Die...
...arme Eltern. ACHTLINGE! Ich würde mich vermutlich erschiessen... *lol
arniston (27.01.2009, 09:56 Uhr)
ursula !!
ursula gertrud von der leyen,
was sagste dazu,
da biste platt, wa !!
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