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Wie 50 Cent in einem Brunnen sieben Menschen das Leben kosteten

Ein Bündel Geldscheine fällt in einen Brunnen - bei der Suche sterben in Kambodscha sieben Menschen. Dabei fing alles ganz harmlos an.

Eine tragische Verkettung unglücklicher Umstände brachte in Kambodscha sieben Menschen den Tod, nachdem umgerechnet 50 Cent in einen Brunnen gefallen waren. Die Tragödie ereignete sich in der Region Siem Reap im Nordwesten Kambodschas, wie die Polizei mitteilte. Demnach fielen dem 50-jährigen Familienvater Tuy Chin während des Wasserschöpfens Geldscheine im Wert von 3000 Riel, umgerechnet 50 Cent, sowie ein Feuerzeug in einen fünf Meter tiefen Brunnen.

Der Arbeiter sei auf einer Leiter hinabgeklettert und habe versucht, die Scheine zurückzubekommen. Doch er konnte nur das Feuerzeug aus dem Wasser fischen. Nach Einbruch der Dunkelheit beschlossen drei seiner Kinder und ein Cousin, die Suche aufzunehmen.

Kinder und Erwachsene sterben bei der Suche

"Sein elfjähriger Sohn kletterte in den Brunnen, um das Geld zu suchen", sagte Muy Norn von der örtlichen Polizei. Im Brunnen habe er zu wenig Sauerstoff abbekommen und sei erstickt. Daraufhin seien seine 13 und 15 Jahre alten Schwestern und ein zwölfjähriger Verwandter beim Versuch gestorben, den Jungen zu retten. Drei Erwachsene, die den Kindern helfen wollten, seien ebenfalls ums Leben gekommen. "Das ist eine Tragödie - sieben Tote für 3000 Riel", sagte Che Chhan, eine ältere Schwester der verunglückten Familienmitglieder.

Diese Summe ist für viele Kambodschaner jedoch viel Geld: Nach Angaben der Weltbank lebt ein Fünftel der Bevölkerung des südostasiatischen Landes unterhalb der Armutsgrenze, also von weniger als umgerechnet 92 Cent pro Tag.

jen/AFP/AFP
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