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Die Polizei in Bremen hat zwei kleine Mädchen aus einer völlig verdreckten Wohnung gerettet - ausgerechnet in dem Stadtteil, in dem 2006 der zweijährige Kevin zu Tode gequält worden war. Dabei waren die Beamten in dem neuen Fall nur durch einen Zufall auf die Mädchen aufmerksam geworden.
Santino, Leon Sebastian, Nadine, Kevin - die Liste zu Tode gequälter Babys und Kinder ist lang. Jetzt wäre fast ein weiterer Namen hinzugekommen. In Bremen hat ein Vater seinen zwei Monate alten Sohn beinahe totgeprügelt.
Der grausige Tod des kleinen Kevin aus Bremen soll von einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufgeklärt werden. Den Bremer Behörden war zuvor massives Versagen nachgewiesen worden.
Als Minister ist Horst Seehofer offiziell für den Verbraucherschutz zuständig, als Hobby betreibt er Gesundheitspolitik. Auf seiner neuen Mission kann er beides kombinieren: Der CSU-Mann will Raucher nicht mehr sehen - zumindest nicht in der Öffentlichkeit.
Der kleine Kevin aus Bremen wurde tot in einem Kühlschrank gefunden. Der Fall wird nun zu einem Behördenskandal, die Sozialsenatorin ist zurückgetreten. "Da ist manches schief gelaufen", sagte die Vorsitzende des Bremer Kinderschutzbunds zu stern.de.
Misshandlung, Knochenbrüche, Tod der Mutter: Der Leidensweg des kleinen Kevin war bekannt, trotzdem starb er im Alter von zwei Jahren. Nun müssen Mitarbeiter der Bremer Sozialbehörde mit Konsequenzen rechnen.
Nach dem Tod des kleinen Kevin wollen die Bundesministerien für Justiz und Familie die Hilfe für vernachlässigte Kinder beschleunigen. Familiengerichtliche Maßnahmen sollen erleichtert, ein Frühwarnsystem eingeführt werden.
Die Obduktion des in Bremen tot aufgefundenen kleinen Kevin wird so schnell nicht vorliegen. Und auch der Vater will oder kann sich nicht zum Tod seines Sohnes äußern.
Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen feilt an einem engmaschigen System, das ohne Rücksicht auf Kosten Problemfamilien überwachen will. Erste Maßnahme: Mitarbeiter des Jugendamtes statten in den nächsten Tagen 600 Kindern einen Besuch ab.
Hat das Jugendamt im Fall Kevin seine Fürsorgepflicht verletzt? Diese Frage stellen sich die Ermittler, die jetzt zum Tod des Jungen Beweise sammeln. Bremens Justizstaatsrat ist nicht der einzige, der schwere Vorwürfe erhebt.
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