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8. Dezember 2009, 07:12 Uhr

Putin verspricht Opfern schnelle Hilfe

Immer noch steigt die Zahl der Todesopfer der Brandkatastrophe im russischen Perm. Ministerpräsident Wladimir Putin kündigte nach einem Besuch der Trauerfeier härtere Gesetze an. Den Opfern und Hinterbliebenen versprach er umfassende Hilfe.

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Verspricht den Hinterbliebenen der Perm-Opfer schnelle Hilfe: Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin© Alexey Druzhinin/AFP

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in einem russischen Nachtclub ist die Zahl der Toten auf 117 gestiegen. Vier Menschen seien im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen, meldeten russische Nachrichtenagenturen am Dienstag unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hatte am Montagabend unangekündigt die Stadt Perm im Ural besucht, wo das Feuer in der Nacht zum Samstag ausgebrochen war. Vor den Ruinen des Lokals legte er einen Strauß roter Rosen nieder. Den Opfern und Familien der Katastrophe sagte Putin umfassende und schnelle Hilfe zu.

Die Familien der bei der Katastrophe Getöteten sollten jeweils 500.000 Rubel (rund 11.000 Euro) Soforthilfe erhalten, für die Verletzten seien 400.000 Rubel (rund 9000 Euro) vorgesehen, sagte Putin nach Angaben der Agentur Interfax bei einem Besuch in Perm.

Meiste Opfer zu Tode getrampelt

Putin war am Abend unangekündigt in der Stadt am Ural eingetroffen und hatte am Ort der Tragödie einen Strauß roter Rosen niedergelegt und einen Moment schweigend der Opfer gedacht. Er führte anschließend in dem Ort rund 1400 Kilometer östlich von Moskau auch Gespräche mit Politikern und Rettungskräften.

Russland hatte am Montag landesweit mit Staatstrauer der Opfer der größten Brandkatastrophe in der Geschichte des Landes gedacht. In dem Lokal "Lahmendes Pferd" hatten in der Nacht zum Samstag rund 250 Menschen gefeiert, als Funken eines Feuerwerkes auf die mit Holz behangene Decke übergriffen. Die meisten Opfer wurden zu Tode getrampelt oder erstickten. Zusätzlich wurden über 100 meist junge Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen vier Menschen wegen fahrlässiger Tötung.

Schwere Vorwürfe gegen Nachtclub-Betreiber

Putin kündigte in Perm Änderungen des Strafgesetzes und in diesem Zusammenhang der Haftung von Geschäftsleuten an. "Wir müssen die Gesetzgebung verbessern", sagte Putin.

Gleichzeitig warf er den Betreibern des Nachtclubs und den übrigen Verantwortlichen für die Katastrophe in Perm grobe Fahrlässigkeit vor. "Sie haben gegen alles verstoßen, wogegen man nur verstoßen konnte", sagte Putin. Er könne auch nicht verstehen, wie in einem geschlossenen Raum ein Feuerwerk gezündet werden konnte. "Und das mit Feuerwerkskörpern, auf denen deutlich auf Russisch steht, diese nicht in geschlossenen Räumen zu zünden."

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
mister-mister (08.12.2009, 08:11 Uhr)
Ja..!!!
Und ich glaube Towarisch Putin wie immer jedes Wort seiner Versprechungen.
.
Er war schon immer glaubwürdig. Nichrt wahr..................??????
dippegucker (08.12.2009, 07:53 Uhr)
Dummheit kennt eben...
...keine Grenzen. Das ist ein Grund aus dem ich niemals Veranstaltungen besuche, die ich aus eigener Kraft nicht jederzeit und spontan wieder verlassen kann.
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