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Entlang der Elbe in Niedersachsen und Brandenburg drücken die Wassermassen weiterhin auf die Deiche. Der Scheitel des Hochwassers ist zwar erreicht, Entspannung ist dennoch nicht in Sicht. Im schleswig-holsteinischen Lauenburg erreicht die Elbe einen neuen Rekord-Stand.
Ein Ort unter Schock: Zwei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch in Nachterstedt sind die Hoffnungen endgültig begraben worden, die drei Verschütteten lebend zu bergen. Doch die Katastrophe hat nicht nur drei Todesopfer gefordert, 40 Nachterstedter wurden aus ihrem bisher behüteten Leben gerissen. Sie stehen vor dem Nichts.
Nach den schweren Überschwemmungen auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer nach Regierungsangaben auf mehr als 900 gestiegen.
Die Vorhersagen an der schleswig-holsteinischen Küste waren beunruhigend: Mit einem Katastrophenstab, geschlossenen Schleusentoren und der Freiwilligen Feuerwehr sollte der Sturmflut getrotzt werden. Die blieb aber aus - zum Glück.
Helfer stehen in den Startlöchern, Sandsäcke sind gestapelt und die Hochwasserlagezentren koordinieren. Denn: Die Pegelstände in vielen Teilen Deutschlands steigen an. In Koblenz, wo die Mosel am Deutschen Eck in den Rhein fließt, rechnet die Feuerwehr mit dem schlimmsten Hochwasser seit zehn Jahren.
Von einer Entspannung der Lage in den Hochwassergebieten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt kann auch am Freitagmorgen keine Rede sein. Das Hochwasser drückt gegen die Deiche, erste Dämme rutschten ab. Kritische Stellen sollen notdürftig gestopft werden.
Im Süden Brandenburgs wollen die Behörden an Spree und Neiße am Montagabend Katastrophenalarm auslösen, sobald die Pegel der höchsten Alarmstufe IV erreicht sind.
Während die Menschen in Ostsachsen aufatmen, droht in Bad Muskau ein Deichbruch. Brandenburg bereitet sich auf den höchsten Pegelstand seit Jahrzehnten vor.
Erinnerungen an die Flut von 2002 werden wach: Beim schlimmsten Hochwasser in Sachsen seit Jahren sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Und weiterer Regen ist angekündigt.
Am Südlauf der Oder in Brandenburg gilt seit etlichen Stunden die höchste Hochwasser-Alarmstufe. Die Befürchtung: Die Oder könnte ähnliche Pegelstände erreichen wie bei der Jahrhundertflut von 1997. Allerdings fühlt man sich besser vorbereitet als damals.
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