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11. Mai 2010, 14:28 Uhr

Kind auf Krücken aus dem Bus geworfen

Ein eingegipstes Bein ist für einen Busfahrer aus Münster offenbar kein Grund, Milde walten zu lassen. Er verwies einen elfjährigen Schüler auf Krücken aus seinem Bus, weil dieser das Fahrgeld vergessen hatte, und muss nun mit Konsequenzen rechnen.

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An der Haltestelle Piusallee vor dem Ratsgymnasium in Münster stieg der kleine Nils in den Bus, bevor ihn der Fahrer wieder hinauswarf, weil der Junge kein Fahrgeld dabei hatte© Matthias Ahlke/DPA

Ein herzloser Busfahrer hat in Münster einen Schüler mit einem eingegipsten Bein kurzerhand aus dem Bus geworfen. Der elfjährige Nils war auf Krücken aus der Schule gekommen, wollte wie immer den Bus nach Hause nehmen - nur die 1,30 Euro für das Ticket hatte er vergessen. "Das darf nicht sein und wird Konsequenzen für den Busfahrer haben", sagte eine Sprecherin der Stadtwerke. Das Unternehmen habe sich für den Vorfall in der vergangenen Woche bereits bei dem Sechstklässler und den Eltern entschuldigt.

Der Junge musste mit seinem schweren Schulranzen nach Hause hinken und hatte später Atemprobleme - "vermutlich vor Erschöpfung", zitierten die "Westfälischen Nachrichten" die Mutter.

Nach Angaben der Sprecherin ist der Fahrer noch nicht identifiziert worden, da es an dem Tag auf der Linie Abweichungen vom Fahrplan gab. Die Eltern hatten sich mit einem langen Beschwerdebrief an die Stadtwerke gewandt. Die Sprecherin nannte das Gebaren des Busfahrers umso schlimmer, als es interne Festlegungen gibt, wie in solchen Fällen zu verfahren ist: "Eine lautet: Kinder unter 14 Jahren auf gar keinen Fall aus dem Bus schicken." Auch grundsätzlich sei bei Kindern und Jugendlichen mit Augenmaß zu handeln.

Der Fall sorgte auch in der Politik für Empörung. "So etwas darf nicht passieren", sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Lutz Lienenkämper laut Mitteilung. "Das Verhalten des Fahrers ist unerklärlich und nicht zu entschuldigen."

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 19)
 
jomimo (13.05.2010, 02:09 Uhr)
Ja, Frage an die Eltern
warum hatte der geliebte Bub auf Gehstützen kein Busgeld dabei ?

gefakte Sch...e um auf RTL einen Termin zu bekommen.
Bedaure den Jungen schon jetzt.
KlauBu100 (12.05.2010, 10:10 Uhr)
Eltern geben Kind auf Krücken kein Busfahrgeld
Nicht der Busfahrer, sondern die Eltern sollten moralisch verurteilt werden. Sie hatten Ihrem Kind wohl kein Fahrgeld gegeben oder ihn aber nicht erzogen in: was ist rechtens!
Jazebel (12.05.2010, 05:59 Uhr)
Schuld sind die Eltern, nicht der Busfahrer
Auch die Öffis sind nicht gratis und ich finde es nur konsequent, das alle die keinen Fahrschein haben draussen bleiben.. Wieso hatte das KInd eigentlich keine Dauerkarte? Die haben Schüler doch fast alle. Und voM Laufen Atemprobleme bekommen, ja nee is klar, jetzt sind die Öffis schuld wenn ein KInd zu unsportlich zum Laufen ist. Also wär ich die Chefin, der Busfahrer bekäm ein Lob und nen Blumenstrauß.
Merlin08 (12.05.2010, 00:33 Uhr)
DE wie es lebt und...
brigitteramsau (11.05.2010, 22:46 Uhr)
Der Mixa soll ja bereits unschuldig sein...
...der koennte sogar mit Leichenteilen in einem Bus auftauchen und niemand wuerde nach der Fahrkarte fragen.

Armes Deutschland! Wehrt euch endlich - ihr seid die Mehrheit! Lasst euch nicht mehr von einer Minderheit von wahnsinnigen Eliten unterdruecken.
brigitteramsau (11.05.2010, 22:44 Uhr)
Der Mixa soll ja bereits unschuldig sein...
...der koennte sogar mit Leichenteilen in einem Bus auftauchen und niemand wuerde nach der Fahrkarte fragen.

Armes Deutschland! Wehrt euch endlich - ihr seid die Mehrheit! Lasst euch nicht mehr von einer Minderheit von wahnsinnigen Eliten unterdruecken.
jomimo (11.05.2010, 21:10 Uhr)
Ein wenig Pubilcity um des Kindes willen ...
Rtl, Pro7/Sat1 Eltern wissen um das wohl ihrer Kinder und wieviel ihnen das Interview bringen kann - waren sie doch selbst schon in Shows.
jomimo (11.05.2010, 21:00 Uhr)
Frage an die Admins
Warum darf dieses Ereignis kommentiert werden und jenes, bei dem sich herausgestellt hat, dass alte Autofahrer selbst mit der Getriebeautomatik überfordert sind, nicht.

Eine Menge Mist haben alte Herrschaften mittels Getriebeautomatik schon angestellt - mit Schaltgetriebe wären sie " abgewürgt " gewesen.
hardius (11.05.2010, 19:45 Uhr)
@Johann58
...zitierten die "Westfälischen Nachrichten" die Mutter.
Johann58 (11.05.2010, 19:39 Uhr)
Wo steht eigentlich
dass die Familie die Oeffentlichkeit gesucht hat?

Wenn es denn eine Festlegung gibt, dass Kinder unter 14 nicht aus dem Bus verwiesen werden duerfen, hat der Busfahrer auch keine Probleme zu befuerchten. Hat der Busfaherer Kinder? Wenn ja waere interessant zu wissen wie er reagieren wuerde wenn es seinen Kindern passiert!

Andererseits ist es ein Spiegel unserer Gesellschaft und ein Trauerspiel. Wie kann man von Kindern und Jugendlichen erwarten, dass sie sich hoeflich und diszipliniert Verhalten, wenn sie selbst anscheinend nicht so behandelt werden. Ich denke es ist allerdings ein Einzelfall.
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