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30. November 2010, 07:37 Uhr

Geiselnahme in Schule endet unblutig

Dramatische Stunden in einer Highschool im US-Bundesstaat Wisconsin: Ein 15-Jähriger hält eine ganze Klasse und ihren Lehrer in seiner Gewalt. Schließlich gibt er auf und richtet seine Waffe gegen sich selbst.

Ein bewaffneter Jugendlicher hat an einer Highschool im US-Staat Wisconsin vorübergehend 24 Geiseln in seine Gewalt gebracht. 23 Schüler und eine Lehrerin hielt der Junge mehr als fünf Stunden lang fest, wie die Behörden mitteilten. Alle kamen unversehrt wieder frei. Bei dem mit einer Handfeuerwaffe bewaffneten 15-Jährigen handelt es sich um einen Schüler aus der Stadt Marinette, sein Motiv war am Montag noch unklar. Er feuerte laut Polizei auf sich selbst, nachdem Sicherheitskräfte das Klassenzimmer gestürmt hatten.

Der Junge sei ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Polizeichef Jeff Skorik. Über seinen Zustand war zunächst nichts bekannt. Ein Mitarbeiter der Schule erklärte, der Bewaffnete sei zu Unterrichtsschluss in das Gebäude eingedrungen und habe die Schüler und die Lehrerin in seine Gewalt gebracht. Die Frau hatte während des Dramas zwischen dem Geiselnehmer und den Behörden vermittelt. Der Täter selbst wollte Skorik zufolge nicht mit den Behörden sprechen.

Außer dem Täter niemand verletzt

Fünf der Geiseln kamen den Angabrn zufolge schon etwa 20 Minuten vor dem Polizeieinsatz frei, als sie zur Toilette gingen. Die übrigen wurden freigelassen, als die Ermittler bereits im Klassenzimmer waren. Sie drangen dort ein, nachdem drei Schüsse zu hören gewesen waren, wie der Polizeichef weiter erklärte. Verletzt wurde außer dem Täter aber niemand.

Die Identität des 15-Jährigen sei der Polizei bekannt und die Ermittler hätten Kontakt mit seiner Familie aufgenommen, sagte Skorik. Auf einer Pressekonferenz soll die Öffentlichkeit über weitere Einzelheiten informiert werden. An der Schule in Marinette werden etwa 800 Schüler unterrichtet.

dho/AFP/DAPD
 
 
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