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25. Mai 2010, 14:27 Uhr

Stiefmutter verbrüht Tochter mit kochendem Wasser

Unfassbare Grausamkeit: Zur Strafe hat eine 22 Jahre alte Frau aus München ihre sechsjährige Tochter absichtlich mit kochend heißem Wasser verbrüht. Das Mädchen litt fünf Tage lang in der Wohnung schreckliche Qualen, ehe es doch vom Vater ins Krankenhaus gebracht wurde. Inzwischen ist das Kind außer Lebensgefahr, die Eltern sitzen in U-Haft.

Misshandlung, München, Stieftochter, Kochtopf, verbrüht, Kochwasser

Mit brühend heißem Wasser hat eine junge Frau aus München ihre Stieftochter übergossen© Colourbox

Eine Stiefmutter soll in München ein sechs Jahre altes Mädchen absichtlich mit siedend heißem Wasser verbrüht haben. Das Kind wurde lebensbedrohlich verletzt. Die Frau und ihr Ehemann, der leibliche Vater des Kindes, sitzen bereits in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilte.

Die 22 Jahre alte Frau soll dem Mädchen die heiße Flüssigkeit als Strafmaßnahme in den Schoß gegossen haben. Das Kind sei mit den schweren Verletzungen fünf Tage zu Hause gewesen, ehe der 41 Jahre alte Vater es am 9. Mai in die Klinik brachte. Die Kleine habe ein Martyrium durchlitten, sagte ein Polizeisprecher. Die Verletzungen vor allem an den Oberschenkeln seien so schwer gewesen, dass eine Hauttransplantation nötig war. Möglicherweise seien weitere Operationen nötig, erläuterte die Polizei.

Nudelwasser-Version entpuppt sich als Ausrede

Der Vater gab im Krankenhaus an, das Kind habe einen Topf mit Nudelwasser vom Herd gezogen und sich so verbrüht. Die Ermittlungen ergaben aber, dass die Angaben nicht stimmen konnten. Die Ärzte stellten auch Narben von weiteren Verletzungen fest. Außerdem vertraute sich das Kind einem Zeugen an. Die Narben früherer Verletzungen, die von den Ärzten festgestellt wurden, stammten nach ersten Ermittlungen teilweise von Brandwunden.

Am Freitag wurden der Vater und die Stiefmutter festgenommen, das Amtsgericht erließ Haftbefehl. Das Mädchen und ein gemeinsames Kind der Eheleute, das jedoch unverletzt ist, wurden vom Jugendamt in Obhut genommen.

DPA/APN
 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
Administrator (26.05.2010, 15:19 Uhr)
Liebe User,
an dieser Stelle haben wir einige unsachliche und beleidigende Kommentare, sowie die darauffolgenden Antworten gelöscht.

Wir schließen nun die Debatte, da eine sachliche Diskussion an dieser Stelle offensichtlich nicht möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre stern.de-Admins
elllen (25.05.2010, 22:11 Uhr)
Heutzutage...
Selbst wenn solche Fälle absolut unfassbar sind - man sollte nicht vergessen, dass die gesellschaftlich akzeptierte und permanente Misshandlung von Kindern aller Gesellschaftsschichten noch eine Generation zuvor auf der Tagesordnung stand und kein Hahn danach krähte, wenn Kinder geschlagen, verprügelt und sonstwie grausam gestraft wurden. Deine Sicht ist zu einseitig. Früher war das eine Familienangelegenheit. Erst heute wird man für sowas überhaupt bestraft (leider viel zu gering), erst heute hört man Kinder überhaupt an. Das nur mal so zum Thema: "Heutzutage..."
herrfreitag (25.05.2010, 21:55 Uhr)
wer kleinen kinder solche qualen antut.....
...gehört an den galgen!!!
sachsenwini (25.05.2010, 19:26 Uhr)
Nicht nur Kinder!

In unserer Gesellschaft regiert das Recht des Stärkeren über den Schwächeren.
Da gilt es als clever andere zu überlisten und über den Tisch zu ziehen.
Mitleid gilt als Schwäche. Kinder, Kranke und Alte haben keine Lobby unter den Erfolgreichen, Mächtigen und Reichen.
Jugendliche lernen schon, wie man Obdachlose misshandelt.
Es ist einfach nur noch traurig, und man muss sich langsam schämen, ein Mensch zu sein.
daisytim (25.05.2010, 17:56 Uhr)
@black-jack
..., aber klar, deswegen muß man mit den Eltern Verständnis haben, wenn das Kind doch gebockt hat. Selbstverständlich hat das Kind die Verbrühungen wohl auch noch verdient??? Ich kann mit diesen Tätertherapien nichts anfangen, denn die Opfer werden hier in Deutschland viel zu oft allein gelassen und bin es auch leid, immer wieder mitzubekommen, was für Anstrengungen unternommen werden, Tätern zu "helfen". Fakt ist, die Eltern haben das Kind äußerst schlimm mißhandelt, und es wäre vermessen, das gleiche für diese "Eltern" zu verlangen. Aber gewisse Symphatien für eine solche Vorgehensweise kann ich mir nicht verhehlen. Kinder haben das Recht, bockig zu sein, haben auch Konzequenzen für Sturheit zu tragen, aber ein Kind verbrühen? Und dann auch noch Tage lang nichts für eine Linderung zu tun? Leider geht mir da sämtliche Verständnis für solche "Eltern" verloren...
Lou123 (25.05.2010, 17:38 Uhr)
Oha,
geht schon wieder los:

-nackten Arsch auf die heiße Herdplatte setzen
-hängt diese Schweine direkt auf
-gibt es in unserem Rechtssystem keine angemessene Strafe
-Elternführerschein

Der Elternführerschein gefällt mir besonders gut.
black-jack (25.05.2010, 16:19 Uhr)
@babylon
Warum so zynisch? Ich bezweifle, dass auch nur eine(r) in unserer Gesellschaft dem Kind Schuld für den Vorfall gibt!
Die (Stief)Eltern haben das Mädchen grausam mißhandelt und dafür müssen sie bestraft werden mit Sorgerechtsentzug und wegen schwerer Körperverletzung. Aber selbst wenn die Eltern/Täter im nachhinein aufgeknüpft würden, wären die körperlichen und seelischen Wunden beim Opfer nicht ungeschehen.
Ich glaube, dass ein Mensch, der ein Mindestmaß an Liebe im Elternhaus erfährt, zu so einer Tat nicht fähig ist. In den meisten (allen?) Fällen, sind die Täter als Kinder auch gequält und erniedrigt worden. Sie waren also auch früher einmal Opfer. Wer wirklich für "Opferschutz" ist, darf ihnen, trotz der Tat und trotz verdienter Strafe, therapeutsche Hilfe nicht verwehren.
Wer Opfer wird, ist leider immer erst NACH der Tat feststellbar, ein Schutz somit extrem schwierig. Da ist die Gesellschaft als Ganzes gefragt. Wenn wir aber für das Überschreiten von Regeln und Gesetzen nur harte Strafen kennen, ohne nach den Ursachen zu fragen, verfallen wir dem selben Fehler wie diese Eltern. Vermutlich hat das Mädchen irgendwelche Regeln nicht befolgt, war trotzig, bockig, vorlaut, hat nicht aufgeräumt ... oder was auch immer.
Corazito3333 (25.05.2010, 16:14 Uhr)
Eine angemessene Strafe fehlt in unserem Rechtssystem!!!
Ich denke auch, daß den "Tätern" einfach das Empfinden fehlt.......... wurde bei der Erziehung vergessen????? Vielen fehlt dieses Empfinden "was du nicht willst, daß man dir tue, daß füg auch keinem anderen zu""

Wiebitte20081 (25.05.2010, 16:08 Uhr)
???
Für solche Taten gibt es in unserem Rechtssystem keine angemessene Strafe.

Solche Täter sind einfach nicht in der Lage für andere zu Empfinden.
Da wächst eine Generation heran die Schlimmes Befürchten lässt.
Den Rest Spar ich mir.......................sonst ist der Post gleich weg.
Leseratte79 (25.05.2010, 15:55 Uhr)
Ich könnte kotzen
Grenzenloses Unverständnis. Solche Menschen kann man doch gar nicht wirklich bestrafen. Die fühlen sich doch noch zu unrecht behandelt wenn man sie wegsperrt. Man sollte sie solange mit ihren Taten konfrontieren bis sie sie einsehen/verstehen und ewig darunter leiden was für ein Abschaum sie sind.
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