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Erst die Kölner U-Bahn, dann eine ICE-Trasse in Bayern, nun die U-Bahn in Düsseldorf: Der Skandal um Pfusch und Betrug an Großbaustellen in Deutschland nimmt immer größere Ausmaße an. Gegen zwei Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger wurde Strafanzeige erstattet.
Nach den Pfusch-Vorwürfen beim Bau der Kölner U-Bahn sind drei Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger suspendiert worden. Sie sollen Vermessungsprotokolle gefälscht und nicht die vorgeschriebene Zahl von Eisenbügeln eingebaut haben.
Von der Elbphilharmonie bis zur BND-Zentrale: Der Flughafen Berlin Brandenburg ist nicht die einzige Großbaustelle, bei der Zeitplan und Kosten aus dem Ruder laufen.
Die Mängel beim Bau der Kölner U-Bahn sind laut einem Zeitungsbericht weitaus schwerwiegender als bisher bekannt. An einer innenstädtischen Baugrube am Heumarkt fehlten mehr als die Hälfte der Eisenbügel, die zur Befestigung der Außenwände notwendig sind.
Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch (CDU) wechselt einem Zeitungsbericht zufolge in die Wirtschaft.
Die am U-Bahn-Bau in Köln beteiligten Firmen nehmen heute öffentlich Stellung zu den Pfusch- und Betrugsvorwürfen. Darunter auch Bilfinger-Berger. Konzern-Chef Herbert Bodner feilt just jetzt an seinem Lebenswerk, dem Umbau vom Baukonzern zum Dienstleister. Doch die Vorwürfe gefährden das Projekt.
Sind Pfusch und Betrug beim Kölner U-Bahnbau kein Einzelfall? Die Staatsanwaltschaft hat Hinweise, dass auch auf der Baustelle der ICE-Trasse München-Nürnberg gepfuscht worden sein soll. Auch dort ist der Baukonzern Bilfinger Berger federführend.
Der Skandal um Pfusch beim Bau der Kölner U-Bahn weitet sich aus: Nach Zeitungsinformationen besteht der Verdacht auf organisierten Betrug. Offenbar wurden Vermessungsprotokolle für stützende Bauteile systematisch gefälscht.
In den Trümmern der eingestürzten Häuser am Kölner Stadtarchiv ist in der Nacht zum Sonntag eine Leiche gefunden worden. Die Feuerwehr barg den Toten am frühen Morgen. Es ist der bislang vermisste 17-jährige Kevin.
Tag 2 nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Während heftig über die Gefahren des U-Bahnausbaus diskutiert wird und Oberbürgermeister Fritz Schramma einen kurzzeitigen Baustopp fordert, wird es für eine Familie langsam zur schrecklichen Gewissheit, dass einer ihrer Angehörigen unter den Trümmer liegt.
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