18. Februar 2009, 10:00 Uhr

Hawking fliegt mit Branson ins All

Der britische Milliardär Richard Branson will schon bald Privatleute ins All befördern. Bereits in den nächsten Monaten soll das Mutterschiff seiner kommerziellen Weltraumlinie zu einem Testflug in die Erdumlaufbahn aufbrechen, so Branson zum stern. Mit dabei ist dann wohl auch Physiker-Legende Stephen Hawking. Von Cornelia Fuchs, London

Weltraum, Richard Branson, Flug, Milliardär

Sir Richard Branson, Herr über 55.000 Mitarbeiter, träumt vom Fliegen - ins All©

Er ist mit einem Riesen-Heißluftballon in der Stratosphäre um die halbe Welt geflogen, er hat die Sex Pistols in einem Boot auf der Themse vor dem Londoner Parlament "God save the Queen" spielen lassen und unter seinem Management wurde das Fliegen in Linienmaschinen endlich sexy: Der britische Unternehmer Richard Branson wusste stets, wie man Schlagzeilen für das eigene Geschäft nutzt. Jetzt verspricht er den ultimativen Werbe-Auftritt für seine Marke "Virgin" - schon in den nächsten Wochen soll das erste kommerzielle Raumschiff von Virgin Galactic zu einem Testflug in die Erdumlaufbahn aufbrechen.

Dem stern sagte der Gründer der Unternehmensgruppe Virgin: "Normalsterbliche werden ins All reisen können." Schon in den nächsten Wochen werde das Mutterschiff von "Virgin Galactic" zu einem Testflug in die Erdumlaufbahn aufbrechen.

"Ich werde meine Familie mitnehmen"

"Im August oder September lassen wir Raumschiffe von dort aus zu Testläufen starten", erläuterte Branson im stern, "und nach einigen Monaten werde ich dann meine Familie mitnehmen und unsere Mission offiziell beginnen."

Branson verrät im stern, dass sich der bekannte Physiker Stephen Hawking bereits für die Raumflüge angemeldet und auch schon in der Schwerelosigkeit trainiert habe. Eine Tatsache, die Branson "absolut fantastisch" findet: "Ich verehre diesen Mann sehr." Der Mitbegründer der Gaia-Hypothese, James Lovelock, soll auch bald dabei sein. "Lovelock ist einer der herausragenden Forscher zur Erderwärmung und erklärt in seinem neuen Buch, warum die Reisen ins All so wichtig sind für unsere Welt - das ist sehr schmeichelnd für uns", sagt Branson.

Bislang liegen die Reisekosten bei 20.000 Dollar - pro Passagier

Bislang rechnet Bransons Firma Virgin Galactic mit Reisekosten von rund 200.000 Dollar pro Passagier. Den Preis will der Unternehmer jedoch schnell senken. Branson verspricht sich vom All-Tourismus eine große Werbewirkung für seine Marke Virgin: "Das wird ein großartiges Aushängeschild für die Virgin-Gruppe - wir werden auf der ganzen Welt die Einzigen sein, die Reisen ins All anbieten", so Branson im stern.

Angst vor den Kosten hat der mehrfache Milliardär nicht: "Das Ganze kostet uns so viel wie der Bau eines einzigen 747-Jets." Und für diese Summe erhalte er fünf Raum- und zwei Mutterschiffe.

Übernommen aus ... Stern Ausgabe 09/2009

Lesen Sie im neuen stern...

Lesen Sie im neuen stern... ......wie Branson selber die Welt retten will, wie er die Wirtschaftskrise überstehen wird und warum er mit nackten Frauen vor seiner karibischen Insel surft.

 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Adler62 (18.02.2009, 14:10 Uhr)
Weltraum für alle
Die Idee von Branson ist ja nicht neu. Er ist ein Visionär und diese brauchen wir auf der Erde dringend. Irgendwann wird es auch private Flüge zum Mond und zum Mars geben.
bR4iNST0RM (18.02.2009, 12:11 Uhr)
Klasse Idee!
Der Stephen Hawking hat ja bereits einen Parabelflug mitgemacht und man sah, zumindest auf Fotos, seine Freude im Gesicht. Ich finde es klasse, dass er so etwas macht und auch machen kann… dazu gehört ja auch das nötige Kleingeld.
Allen Anschein nach macht die Schwerelosigkeit sein körperliches Leiden um einiges erträglicher.
Eine klasse Idee, auch fürs „Normalvolk“ (mit dickerem Geldbeutel) solche Flüge zu ermöglichen!
tricky_dude (18.02.2009, 12:01 Uhr)
Und Ihr zwei
lebt offenbar hinterm Mond.
provocateur (18.02.2009, 11:09 Uhr)
Muaha...
Branson hat sich eine riesige Kartoffelkanone gebaut, mit denen er auch Menschen ins All ballern kann. Ist wesentlich günstiger als die normale, bemannte Raumfahrt. Außerdem kann Branson, wie mein Vorredner schon genau erkannt hat, die Stern-Redaktion mit der Kraft seiner Gedanken fernsteuern...
Wanderflke (18.02.2009, 10:55 Uhr)
Schon 1. April?
Die tollste Geschichte seit den Hitler-Tagebüchern. Dem Stern kann man offenbar alles verkaufen!
 
 
 
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