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7. Mai 2007, 14:02 Uhr

Rosige Zeiten für die Wirtschaft

Die Wirtschaft in Deutschland erholt sich - und dieser Kurs kann laut Institut der deutschen Wirtschaft ein halbes Jahrzehnt dauern. Die Firmen sind investitionsfreudig, die Exporte rekordverdächtig. Das hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Die Wirtschaft im Aufschwung: sinkende Arbeitslosenzahlen, Konsumsteigerung, hohe Exportzahlen© Martin Oeser/DDP

Der Erholungskurs der Wirtschaft könnte nach Einschätzung des IW-Institutes noch lange weiter gehen. Für das laufende Jahr erwartet das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein Wachstum von 2,5 Prozent. 2008 dürfte das Plus 2,2 Prozent betragen. Triebkraft des Aufschwungs seien zunehmend die Investitionen, sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin.

Zusammenarbeit von In- und Ausland beim Wachstum

Sofern das Wachstum gleichermaßen vom In- und Ausland getragen werde, könnte es ein halbes Jahrzehnt anhalten. "Der Pfad ist angelegt. Es kann gelingen", sagte er. Erstmals seit Ende der 80er Jahre stünden die Chancen gut dafür. Bisher hatte das IW für dieses Jahr nur ein Wachstum von rund zwei Prozent erwartet.

Die Investitionen in Maschinen und Anlagen werden dem IW zufolge 2007 um 4,5 und 2008 um rund vier Prozent zulegen. Die Hälfte von insgesamt mehr als 2000 befragten Firmen im Westen und ein Drittel im Osten wollten mehr investieren als im Vorjahr. "Die Investitionstätigkeit ist ungewöhnlich rege", betonte der IW-Direktor.

Konsumzuwachs prognostiziert

Beim Konsum könne davon noch nicht die Rede sein. Doch werde die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt die Nachfrage der Verbraucher beflügeln. Die Erfahrung habe gezeigt, dass ein Prozent mehr Beschäftigung ein Konsumplus von 0,8 Prozent nach sich ziehe. Für 2007 rechnen die Forscher mit einem Zuwachs von fast einem Prozent, 2008 mit 1,2 Prozent. "Damit wachsen die Bäume noch nicht in den Himmel", sagte Hüther. Künftig sei aber mehr drin.

Wegen der brummenden Weltwirtschaft geht auch die Rekordjagd der Exporte dem IW zufolge nicht zu Ende. "Der globale Investitionszyklus wird unvermindert in den Auftragsbüchern der deutschen Industrie landen." Die Ausfuhren würden 2007 insgesamt neun Prozent und 2008 noch einmal 7,5 Prozent zulegen.

Sinkenden Arbeitslosenzahlen

Am Arbeitsmarkt setzt sich Hüther zufolge die kräftige Erholung fort. Die Zahl der Arbeitslosen werde 2007 auf 3,85 und 2008 weiter auf 3,62 Millionen sinken.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
tripex (08.05.2007, 23:33 Uhr)
2 verschiedene Sachen
Das eine hat mit dem anderen doch überhaupt nichts zu tun. Mißgelaunte Arbeiter können trotzdem etwas ansehnliches produzieren. Und heutzutage gilt mehr und mehr: Je günstiger, desto angesehener.
Das statement alle Pessimisten sind Bild- oder Stern-Leser ist unwürdig zu kommentieren.
Fnd.FreakeR (08.05.2007, 10:27 Uhr)
Vielen Dank
Der erste positiv Denkende den ich hier unter den Kommentaren sehe, ich dachte schon das alle Bild Zeitung kKonsumenten nun auf Stern gewechselt hätten. Ein Glück sind es wie immer die Arbeitnehmer die so denken, denn Unternehmer haben keine Zeit pesimistische Kommentare zu geben.
Staudenmaier007 (08.05.2007, 08:47 Uhr)
Volk der Miesepeter........
Eine eindeutig Deutsche Eigenschaft.
Wo Anders ist es immer Besser.
Reformen klappen nur im Ausland.
Vive la France und Bella Italia.
Migranten statt Integranten.
Probleme über Probleme nur wie war das mit der sich selbst erfüllenden Prohezeiung ?
Nur gut das man uns im Ausland anders sieht.
Sonst wären unsere Waren oder Dienstleistungen nicht so gefragt.
tripex (07.05.2007, 22:34 Uhr)
ich glaub's
aber ich glaube auch, daß sich für den normalen Bürger nichts positiv ändert sondern nur für Manager von Banken und Industrie ach ja und Politiker, aber das ist ja eh alles eine Clique.
iovialis (07.05.2007, 20:14 Uhr)
Wer's glaubt...
Sorry, bei mir laufen in Kiew ganz andere Meldungen ein, die überhaupt nicht so ein positives Bild darstellen, wie der Bericht suggeriert. Ist das nun ein Versuch, in Deutschland die Bevölkerung mit solchen Berichten zu manipulieren, um Hoffnung zu schüren? Mit dieser Hoffnung kurbelt man jedenfalls den Konsum wieder an, was vielleicht nicht falsch ist. Aber geht's damit allen wieder besser?
Die Automatisierungsbranche ist ein riesiger Gewinner des Aufschwungs. Damit schaufeln sich die heutigen Arbeitnehmer im wahrsten Sinne des Wortes ihr eigenes Grab. Mal sehen, wenn dann die ganzen Automaten die Arbeit der Arbeiter übernehmen.
Ich will hier nicht schwarzmalen, aber wir müssen umdenken!
Kalox (07.05.2007, 15:44 Uhr)
schön
schön...
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