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Ab Dienstag wird der neue Papst gewählt

Die Purpurträger haben entschieden: Die mit Spannung erwartete Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. beginnt am Dienstag. Die Wahl kann mehrere Tage dauern. Der neue Papst braucht 77 Stimmen.

  An dem Konklave werden 115 Kardinäle teilnehmen, die beim Rücktritt Benedikts XVI. am Donnerstag vergangener Woche jünger als 80 Jahre waren und damit wahlberechtigt sind.

An dem Konklave werden 115 Kardinäle teilnehmen, die beim Rücktritt Benedikts XVI. am Donnerstag vergangener Woche jünger als 80 Jahre waren und damit wahlberechtigt sind.

Die mit Spannung erwartete Wahl des #link;http://www.stern.de/panorama/vor-der-papstwahl-gerangel-um-den-heiligen-stuhl-1981293.html;Nachfolgers von Papst Benedikt XVI.# beginnt am kommenden Dienstag. Das haben die in Rom versammelten Kardinäle am Freitag entschieden, wie der Vatikan mitteilte. Die Purpurträger bestimmten den Konklave-Beginn nach einem fünftägigen Meinungsaustausch über die Lage der katholischen Weltkirche, ihre Krisen und die Anforderungen der Zukunft. An der Wahl des Nachfolgers von Benedikt XVI. nehmen 115 Kardinäle teil. Benedikt war am 28. Februar wegen nachlassender Kräfte abgetreten.

Am Dienstagvormittag feiern die Kardinäle zunächst eine Messe im Petersdom, nachmittags beginnen sie das Konklave in der Sixtinischen Kapelle, teilte der Vatikan weiter mit. Wie lange das Konklave dauern wird, hängt von der Zahl der erforderlichen Wahlgänge ab. Der Papst muss mit einer Zweidrittel-Mehrheit - 77 Stimmen - gewählt werden.

Nach der Entscheidung im Kardinalskollegium wollen die Kardinäle am Samstag zunächst zu einer weiteren Sitzung zusammenkommen und am Sonntag die Messe feiern. Mehr als 100 Kardinäle hatten sich während der Sitzungen im Laufe der Woche zu Wort gemeldet. Sie ließen sich bei der Vorbereitung der Wahl des nächsten Kirchenoberhauptes Zeit.

Scola und Scherer sind Favoriten

Am Freitag - dem Weltfrauentag - sprachen die Geistlichen unter anderem über die Rolle der Frau in der katholischen Kirche und den Dialog zwischen den verschiedenen Religionen, berichtete Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.

In den Medien gingen unterdessen die Spekulationen über den neuen Pontifex der katholischen Kirche weiter. Am Freitag wurden vor allem der Mailänder Erzbischof Angelo Scola und der brasilianische Kardinal Odilo Pedro Scherer als Favoriten genannt. Zu den spannenden Fragen gehört, ob das nächste Oberhaupt der weltweit knapp 1,2 Milliarden Gläubigen wieder aus Europa kommt oder ein Kardinal aus Nordamerika oder aus der südlichen Hemisphäre auf den Stuhl Petri gewählt wird.

Benedikt (85) war als erster Papst der Neuzeit zurückgetreten und hatte seinen Schritt mit schwindenden Kräften wegen seines hohen Alters begründet. Sein Nachfolger wird zunächst für einige Wochen im Gästehaus Santa Marta des Vatikans wohnen. Dort gibt es ein Appartement für besondere Gäste, das gegenwärtig noch verschlossen sei, erläuterte Lombardi. Die 115 Kardinäle, die an der Wahl teilnehmen, wohnen während der Papstwahl ebenfalls in dem Gästehaus.

kmi/DPA/DPA

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