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1. April 2011, 20:40 Uhr

Polizei fasst Tatverdächtigen

Nach dem Doppelmord an zwei Mädchen in Krailling nahmen die Eltern bei einer Trauerfeier in München Abschied. Nur wenige Stunden später wurde ein Tatverdächtiger festgenommen - ein Verwandter der Familie.

Kraillinger Doppelmord, Krailing, Doppelmord

Trauernde haben Blumen, Kerzen und Teddys vor dem Haus in Krailling bei München abgelegt, in dem der furchtbare Doppelmord geschah© DPA

Acht Tage nach dem Mord an zwei Mädchen in Krailling bei München ist am Freitag ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Ein Sprecher der Münchner Polizei bestätigte am Abend entsprechende Informationen des Bayerischen Rundfunks und der "Süddeutschen Zeitung".

Spezialkräfte der Polizei nahmen den Mann am Freitagnachmittag im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau fest. Wie ein Sprecher der Münchner Polizei mitteilte, handelt es sich dabei um einen Verwandten der Familie.

Genetischer Fingerabdruck führte auf die Spur

Chiara, 8, und Sharon, 11, waren in ihrem Kinderzimmer getötet worden. Die Mutter hatte die Mädchen gefunden, als sie zusammen mit ihrem Freund spät in der Nacht nach Hause kam. Dem BR-Bericht zufolge führte ein am Tatort gesicherter genetischer Fingerabdruck auf die Spur des Mannes. Laut "sueddeutsche.de" handelte es sich dabei um Blut des Täters.

Mit einer privaten Trauerfeier hatten die Eltern der Mädchen am Freitagvormittag in München Abschied von ihren Kindern genommen. "In stiller Trauer für zwei liebe Engel", stand auf einem Blumenband von einem der Trauergäste.

"Mach's gut, du freche Maus"

Bei der Trauerfeier im Familien- und Freundeskreis waren mehrere Dutzend Gäste anwesend. Sie hielten Andacht vor den bunt verzierten Särgen der beiden Mädchen. Klassenkameraden von Chiara und Sharon hatten sie bemalt. Blumen und ein Löwenkopf waren darauf zu sehen sowie Worte wie "Keiner wird dich je vergessen" oder "Mach's gut, du freche Maus". Wann die Mädchen beigesetzt werden, war noch unklar.

Zu dem Mordfall gingen bis Freitag 110 Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei ein. Rund 80 Speichelproben waren freiwillig abgegeben worden. Am Freitag hatten zudem die Schulen der beiden Mädchen in Münchner Tageszeitungen Anzeigen geschaltet. "Erschüttert und fassungslos müssen wir erkennen, dass es auf viele Fragen keine Antwort gibt", hieß es darin.

che/DPA
 
 
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