. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
15. Januar 2009, 13:55 Uhr

Atommüll-Kammer droht einzustürzen

Bodenerschütterungen auf dem Gelände des Atommüll-Lagers Asse haben die Kammer 4 der Anlage instabil gemacht. Laut Bundesamt für Strahlenschutz haben dies Routinemessungen gezeigt. Die Schäden könnten dazu führen, dass Teile der Decke auf dort gelagerte radioaktive Abfälle stürzen.

Asse, Einsturzgefahr, Kammer 4, BfS, Bundesamt für Strahlenschutz

Gesperrter Durchgang im Atommüll-Lager Asse: Kammer 4 der Anlage gilt als einsturzgefährdet© Jörg Sarbach/AP

Im Atommüll-Lager Asse ist eine mit radioaktivem Müll gefüllte Kammer einsturzgefährdet. In der Einlagerungskammer 4 gebe es Schäden, "durch die sich künftig Teile der Decke lösen und auf in der Kammer lagernde schwachradioaktive Abfälle stürzen könnten", teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Donnerstag in Salzgitter mit. Das BfS ist seit dem Jahreswechsel neuer Betreiber der bei Remlingen in Niedersachsen gelegenen Schachtanlage Asse.

Das Amt kündigte Sicherungsmaßnahmen an, um bei einem Einsturz der Decke den Austritt von Radioaktivität zu verhindern. Nach Angaben des Bundesamtes wurde bei der Auswertung seismischer Überwachungsdaten festgestellt, dass die Decke der Einlagerungskammer in Bewegung geraten ist und es dort "eine Häufung mikroseismischer Ereignisse" gab. Bei einem Herabstürzen von Deckenteilen könnten die in der Kammer lagernden Atommüllfässer beschädigt werden. Derzeit sei nicht auszuschließen, dass durch "entstehenden Druckaufbau die Verschlüsse der Kammer durchlässig und Radioaktivität freigesetzt werden könnte", warnte das BfS.

Einen konkreten Zwischenfall hat es nach Angaben des BfS nicht gegeben. Die Kammer 4 werde wie andere Kammern des Lagers bereits seit Ende 2007 mikroseismisch überwacht. Die gewonnenen Daten werden turnusgemäß zum Jahresende ausgewertet und den Aufsichtsbehörden vorgelegt.

Zusätzliche Barriere, eingeschränkter Zugang

Vor der einsturzgefährdeten Kammer will das Amt nun eine zusätzliche Barriere aus Salzbeton errichten. Einen entsprechenden Antrag werde man in den kommenden Tagen beim Landesamt für Bergbau stellen, hieß es. Außerdem ist der gefährdete Bereich nur noch eingeschränkt für das Personal des Bergwerkes zugänglich. Mittel- und langfristig soll die Kammer schließlich so stabilisiert werden, dass ein Einbrechen bis zur endgültigen Schließung der Asse ausgeschlossen werden kann. Dies kann laut BfS auch bedeuten, dass die gefährdete Kammer verfüllt wird.

In dem ehemaligen Salzbergwerk sind bereits Decken mehrerer alter Abbaukammern eingestürzt. Bislang betraf dies aber keine der 13 Kammern, in denen Atommüll lagert. In dem Bergwerk wurden bis 1978 mehr als 126.000 Atommüllfässer deponiert.

dho/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
sportartmakler (16.01.2009, 14:18 Uhr)
bin atomkraftbefürworter
aber die methode, vincent, ist dann doch zu gefährlich.
@gegnerische partei: schön dass ihr alle nen rechner und internetzugang habt. solange der energiebedarf nicht durch diverse andere methoden gedeckt werden kann find ich eure argumentation dermaßen sinnlos. als wenn ihr freiwillig bei kerzenschein dasitzt und euch mit 2h stromzufuhr pro tag begnügen wolltet. ich verkenne die gefahr der endlagerung sicher nicht, bin aber realistisch genug um zu sehen dass wir derzeit noch auf dieses pferd setzen müssen.
Vincent_Vega (16.01.2009, 12:06 Uhr)
Kann man das Zeug nicht einfach ins All schiessen?
Mit Kurs auf ein schwarzes Loch oder so?
vegefranz (15.01.2009, 22:12 Uhr)
da können sich die ewiggestrigen KKW-Gegener aber wieder aufgeilen
ihr solltet mal richtig lesen: Von einer eingestürzten Decke ist überhaupt nicht die Rede. vielmehr gilt:
Ausstieg aus dem Ausstieg. Wir benötigen unsere klimafreundlichen Wärmekraftwerke
Schwaebin (15.01.2009, 15:42 Uhr)
Wo bleiben denn
die Kommentare der ach so gescheiten Atomkraftbefürworter?
Hat es denen die Sprache verschlagen, oder geht ihnen am Ende doch noch ein (strahlendes) Licht auf?
gormiti (15.01.2009, 14:41 Uhr)
Abhängigkeit
Auch wenn mir diese senilen Atomkraftbefürworter immer wieder sagen wie lange wir noch Uran haben (den selben Müll beten Sie auch bei Öl runter). Ja, kann sein, daß es noch so lange Uran gibt. Aber nicht auf deutschem Boden.
Wahrscheinlich sind solche Atomkraftbefürworter einfach obrigkeitshörig. Die plappern einfach die alten Lügen nach um ja nicht mal einzugestehen wie falsch sie liegen. Von wem will man den abhängig sein, den Saudis im Öl? Den Russen beim Gas? Uran auch bei den Russen? Schöne Partner, aber manche Leute brauchen diese Abhängigkeit, die wissen dann sonst gar nicht, was sie denken sollen.
Das ist arm.
Aber wehe so ein Endlager würde direkt vor der Haustür errichtet. Da macht man als Spießer ja schon Theater wenn nur eine Altglastonne hinkommt.
UweBerlin (15.01.2009, 14:39 Uhr)
Morsleben
siehe Frontal21 Archiv: Die Lügen vom billigen Atom Strom.
Und das Rote ist nicht einer von den Twinki Winkies, sondern die jetzige Kanzlerin. Alles schön abgesegnet für ihre Lobbyfreunde.
gormiti (15.01.2009, 14:33 Uhr)
wie lange ist es sicher?
10 000 Jahre...ah ja. Gingen aber schnell vorbei die paar Jährchen. Oder ist es doch anders und "nach uns die Sintflut"?
UweBerlin (15.01.2009, 14:33 Uhr)
Ja, so günstig und ungefährlich
ist dieser strahlende Sch***
NeuerMensch (15.01.2009, 14:27 Uhr)
Atomkraft ist sicher!
Alles Blödsinn! Atomkraft ist doch sicher, Endlagerung über tausende von Jahren überhaupt gar kein Problem!
MEHR ZUM ARTIKEL
Niedersachsen Atommülllager Asse wird nicht geflutet

Das umstrittene Atommülllager Asse in Niedersachsen wird nun doch nicht geflutet. Um die Anlage dennoch schließen zu können, werden jetzt andere Möglichkeiten geprüft. Asse hatte durch eine Pannenserie für Aufregung gesorgt. mehr...

Atommüll-Transport Castor erreicht Gorleben

Endlich am Ziel: Nach 80 Stunden Fahrt ist der Castor-Transport im Zwischenlager Gorleben angekommen. Zuvor hatte die Polizei mehrere Hundert Demonstranten weggetragen, die mit Sitzblockaden und anderen Protestaktionen den Zug mit Atommüll aufhalten wollten. Dabei kam es zu teils heftigen Zusammenstößen. mehr...

Asse II Das gefährliche Endlager

Jahrzehntelang wurde das Endlager Asse II nur äußerst schlampig kontrolliert, über den dort gelagerten Atommüll gibt es nur unzureichende Informationen. Wer trägt die Verantwortung dafür? Welche Gefahren bestehen für die Umwelt und die Anwohner? stern.de gibt Antworten. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe