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Laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs müssen sich drei frühere Bundeswehrausbilder wegen der Misshandlung von Rekruten in einer Kaserne in Coesfeld erneut vor dem Landgericht Münster verantworten.
Sieben Jahre nach dem Bundeswehr-Skandal von Coesfeld wird der Fall seit Donnerstag vor Gericht neu aufgerollt: Vor dem Landgericht Münster müssen sich erneut sieben frühere Bundeswehr-Ausbilder wegen verbotener Geiselnahmeübungen verantworten, bei denen im Frühjahr und Sommer 2004 insgesamt 160 Rekruten der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne misshandelt worden waren.
Wegen Mordversuchs nach einem Streit in einem Nachtbus müssen sich seit Donnerstag drei junge Männer vor dem Landgericht Münster verantworten.
Es ist das bisher größte Strafverfahren in der Geschichte der Bundeswehr. Bei simulierten Geiselnahmen hatten Ausbilder im Sommer 2004 junge Rekruten misshandelt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen, zwei weitere zu Geldstrafen verurteilt. Zu wenig, urteilte nun der BGH. Die Verfahren müssen neu aufgerollt werden.
Erwin Kemna, früherer Bundesgeschäftsführer der NPD, ist zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Er hatte gestanden innerhalb von mehreren Jahren knapp 750.000 Euro veruntreut zu haben.
Der langjährige NPD-Schatzmeister Erwin Kemna soll ab 2004 mehr als 800.000 Euro vom Konto seiner Partei abgezweigt haben. Am Landgericht Münster beginnt jetzt der Prozess gegen den 57-Jährigen.
Über 160 Bundeswehr-Rekruten sollen im Rahmen einer Übung von ihren Ausbildern misshandelt worden sein. Die Angeklagten haben sich dagegen darauf berufen, eine realitätsnahe Übung durchgeführt zu haben. Nun hat das Landgericht Münster über die Soldaten geurteilt.
Im Revisionsprozess um den Fund von drei Babyleichen in einer Tiefkühltruhe ist die angeklagte Mutter zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Sie sollen Rekruten als "Bettnässer" beschimpft und mit Wasser misshandelt haben. Deswegen sind mehrere Bundeswehrsoldaten aus dem nordrhein-westfälischen Coesfeld angeklagt. Nun fällte das Landgericht Münster erste Urteile.
Es war ein besonders grausiges Verbrechen: Auf einem Campingplatz in Coesfeld starben im vergangenen August ein Ehepaar und seine erwachsene Tochter - niedergemetzelt mit fast 90 Messerstichen und Schwerthieben. Jetzt wurde der Täter, ein Ex-Freund der Tochter, zu lebenslanger Haft verurteilt.
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